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| ![]() ,Ein ewiges Leben auf Krankenschein gibt es nicht31. Jänner 2006 in Deutschland, keine Lesermeinung Manfred Lütz kritisierte, dass die Gesundheit zu einer Art "Ersatzreligion" geworden sei und erinnerte daran: Auch wer gesund stirbt, ist definitiv tot Vallendar (www.kath.net) Lütz ist Chefarzt am Alexianer-Krankenhaus in Köln-Porz sowie Mitglied des Päpstlichen Rates für die Laien, der Päpstlichen Akademie für das Leben und Berater der Vatikanischen Kleruskongregation. Nach Ansicht des Mediziners richtet sich die religiöse Ursehnsucht der Menschen nach ewigem Leben und ewiger Glückseligkeit heute unbewusst, aber um so machtvoller an die Medizin und die Psychotherapie. Dabei sei das Gesundheitswesen mit derlei Begehrlichkeiten völlig überfordert, zumal niemand genau wisse was Gesundheit eigentlich genau sei. Gesundheit sei zu einer Art Ersatzreligion geworden. Keine Geburtstagsansprache komme ohne die Bemerkung aus, dass die Gesundheit doch das höchste Gut sei. Die Gesundheit genieße maximale religiöse Verehrung. Politiker müssten alles für die Gesundheit, das Gesundheitswesen tun, obwohl das, ernstgenommen, zum sofortigen finanziellen Zusammenbruch des Systems führen würde. Erst durch eine nüchterne und realistische Abwägung des hohen, aber nicht höchsten Gutes Gesundheit werde Gesundheitspolitik wieder möglich. Ein ewiges Leben auf Krankenschein gibt es nicht, so Lütz. Die heutige Gesundheitsreligion nannte der Mediziner eine gigantische Anleitung zum Unglücklichsein. Um den Tod zu vermeiden hetzten Menschen von Arzt zu Arzt, quälten sich bei Stadtmarathons oder äßen unschmackhafte Sättigungsbeilagen kurzum, Menschen nähmen sich das Leben, nämlich unwiederholbare Lebenszeit. Es gebe Menschen, die von morgens bis abends nur noch vorbeugend leben würden, um dann gesund zu sterben. Doch auch wer gesund sterbe, sei definitiv tot. Nur dadurch dass wir sterben wird jeder Moment unseres Lebens unwiederholbar wichtig und kostbar, betonte Lütz. Die unvermeidlichen Grenzsituationen annehmen, das ist wahre Lebenskunst. Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal! ![]() LesermeinungenUm selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen. Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder. | ![]() Mehr zuGesundheit
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