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Merci Bernard-Henri Levy!28. Jänner 2010 in Aktuelles, 16 Lesermeinungen Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden
Jüdischer Philosoph nimmt Benedikt XVI. und Pius XII. in Schutz: Ganze Welt schwieg über die Schoah, und da will man jetzt nahezu die gesamte Verantwortung für dieses Schweigen auf die Schultern des Souveräns legen, der weder Kanonen noch Flugzeuge h
Berlin (kath.net/KNA) Der französische jüdische Philosoph Bernard-Henri Levy hat Papst Benedikt XVI. vor Kritikern in Schutz genommen. In einem Beitrag für die «Frankfurter Allgemeine Zeitung» (Donnerstag) wandte sich Levy vor allem gegen den Vorwurf, in der Amtszeit Benedikts XVI. habe es Rückschritte in den Beziehung der Kirche zum Judentum gegeben. Der Papst habe wiederholt betont, er wolle «den 'Dialog unter Gleichen' mit den 'älteren Brüdern' der Christen, den Juden, 'vertiefen und fortentwickeln'. Man könne ihm alles Mögliche vorwerfen, "aber sicher nicht, den von Johannes XXIII. begonnen Prozess 'einzufrieren'", schrieb Levy. Sobald die Rede auf Benedikt komme, beherrschten «zumal in Frankreich, Vorurteile, Unaufrichtigkeit und sogar die glatte Desinformation jede Diskussion», beklagte der Philosoph. 
Levy erinnerte an die Besuche von Benedikt XVI. in den Synagogen in Köln und New York sowie jüngst in Rom. Zugleich betonte er, dass sich Benedikt XVI. das von Johannes Paul II. an der Jerusalemer Klagemauer gesprochene Gebet zu eigen gemacht habe. «Er hat das jüdische Volk also um Verzeihung gebeten, für einen Antisemitismus, der sich lange aus dem Katholizismus speiste», so Levy. Da er dies mit den Worten seines Vorgängers getan habe, «könnte man also aufhören, eselsgleich zu wiederholen, er würde gegenüber seinem Amtsvorgänger einen Rückschritt vollziehen». Levy ging auch auf die Kritik an Papst Pius XII. und seiner Haltung gegenüber den Nazis ein. Noch als Kardinalstaatssekretär Eugenio Pacelli habe er 1937 die Enzyklika mit «Brennender Sorge» verfasst. Dies sei bis heute eines der «entschlossensten und wortgewaltigsten Manifeste gegen die Nazis». Als Papst habe er nicht nur im Stillen dafür gesorgt, «dass den verfolgten römischen Juden die Klöster offen standen», er habe wichtige Rundfunkansprachen gehalten, die ihm später die Anerkennung Golda Meirs eingebracht hätten. Wörtlich schreibt Levy: «Die ganze Welt schwieg über die Schoah, und da will man jetzt nahezu die gesamte Verantwortung für dieses Schweigen auf die Schultern des Souveräns legen, der weder Kanonen noch Flugzeuge hatte; der sich zweitens bemühte, seine Informationen mit denen zu teilen, die solche Waffen hatten, und drittens, in Rom und anderswo eine große Zahl derer zu retten vermochte, für die er die moralische Verantwortung trug.» Merci, Monsieur Levy (C) 2010 KNA Katholische Nachrichten-Agentur GmbH. Alle Rechte vorbehalten.
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Lesermeinungen| | GvdBasis 2. Februar 2010 | |  | @ Tadeusz Zitat: \"Hast Du eigentlich meine Frage verstanden? Sie lautet: Gibt es dann Völker, die UNSERE Päpste nicht achten und schätzen?\" Zitat Ende.
Doch, die Frage habe ich sehr gut verstanden, sie erschien mir im ersten Moment absurd. Aber gut, ich will nochmals antworten.
Soweit ich es verstehe, betont die Kirche die Hochachtung gegenüber dem jüdischen Volk deshalb so stark seit dem 2. Vatikanischen Konzil, weil in den Jahrhunderten davor vieles passiert war, das man heute tief bedauert.
Meine Antwort auf Ihre Frage ist also diese: Ja, es gibt ein Volk, das nicht genügend geachtet und nicht geschätzt war: die Juden.
Ich denke, das Gebet am Karfreitag ist nur ein winziger Bruchteil von dem, was heute die Beziehung der katholischen Kirche gegenüber dem Judentum ausmacht. Ja, man betet füreinander, aber die frühere gewisse Überheblichkeit ist hoffentlich vorbei. Die Zeiten sind vorbei, wo man zum Beispiel meinte, an Domen Darstellungen der Judensau anbringen zu müssen - um mal ein deutlicheres Wort dazu zu sagen. Die Dinge sind ja ausreichend bekannt ...
Mir persönlich geht das so zu Herzen, dass ich versuche, die jüdischen Menschen zu verteidigen, und ich bitte das auch zu respektieren. |  0
| | | | | Tadeusz 31. Jänner 2010 | |  | GVd Gvd \"Als \"unsere älteren Brüder im Glauben\" bezeichnet die Kirche unter allen Völkern und Nationen nur das jüdische Volk.\"
Selbstverständlich - deswegen beten wir doch in der Karfreitagsliturgie die Fürbitten für die Juden. Schon vergessen?
\"Von keinem anderen Volk liegt uns meines Wissens ein Zeugnis darüber vor, dass Gott selbst es sich erwählt hätte.\"
Hast Du eigentlich meine Frage verstanden?
Sie lautet: Gibt es dann Völker, die UNSERE Päpste nicht achten und schätzen? |  1
| | | | | GvdBasis 30. Jänner 2010 | |  | Hochhuth und die Polemik seit 1963 Im Artikel oben steht geschrieben:
\"Noch als Kardinalstaatssekretär Eugenio Pacelli habe er 1937 die Enzyklika mit «Brennender Sorge» verfasst.\"
Im deutschsprachigen \"L\' Osservatore Romano\" vom 29. 1. dürfte das zutreffender übersetzt sein mit \"... Mitautor der Enzyklika Mit brennender Sorge von Pius XI.\"
Bemerkenswert im selben Levy-Artikel des Osservatore auch folgender Abschnitt:
\"Was die sehr komplexe Angelegenheit Pius\' XII. betrifft, werde ich darauf zurückkommen, falls es nötig ist. Ich werde zurückkommen auf den Fall Rolf Hochhuth, Autor des berühmten Dramas \'Der Stellvertreter\', der 1963 die Polemik über das \'Schweigen Pius\' XII.\' losgetreten hat. Insbesondere werde ich darauf zurückkommen, daß dieser hitzige Scharfrichter auch ein ausgemachter Negationist ist, der als solcher mehrfach verurteilt wurde. Seine letzte Provokation vor fünf Jahren war es, in einem Interview mit der rechtsextremen Wochenzeitung \'Junge Freiheit\' David Irving verteidigt zu haben, der die Existenz der Gaskammern leugnet.\"
Dem einen oder anderen jungen Leser ist diese Hochhuth-Sache ja vielleicht nicht geläufig ... |  1
| | | | | Tadeusz 29. Jänner 2010 | |  | Gandalf & Liebe Consortes 26.1.2010: \"Es sei auch unverständlich, warum der Vatikan die Seligsprechung des wegen seiner Rolle in der Zeit des Nationalsozialismus umstrittenen Papstes Pius XII. vorantreibe. Diese Vorgehensweise und die Prioritätensetzung Roms belaste das Verhältnis der Juden zum Vatikan, sagte Knobloch.\"
...und was jetzt?
Fangen wir wieder an traurig zu sein?
Kollegen scheinen zu vergessen, dass Juden keine zentrale Organisation haben, wie unsere Kirche sie hat. Sie werden auch nicht mit einer Stimme sprechen, wie das die Kirche tut. Es wird immer aus einer Ecke ein ja und aus einer anderen kurz danach ein nein geben. Beschäftige sich damit wer wolle.
Deswegen schaue ich mit friedvoller Beachtung und sogar Sorge die große Volatilität Eurer Gefühle an.
Mein Interesse, was Fr. Knobloch bzw. Hr. Levy sagen, ist eher begrenzt.
Mich interessiert was unser Papst UNS mitteilt.
Zu der Mitteilung, die unser Papst UNS gibt, brauche ich kein Persilschein von Hr. Levy und schon gar nicht von Fr. Knobloch.
Wenn es aber den Widerstand und Angriffe gegen die Kirche und den Papst gibt, dann ist es ja in der Tradition der letzten 2000 Jahre und wundert mich nicht.
Sonst noch Fragen, Wünsche, Beschwerden? ;-) |  3
| | | | | monika. 29. Jänner 2010 | |  | nie war er so wertvoll wie heute!! vielen Dank, für den wertvollen Kommentar von Bernhard-Henry Levi, der vieles zurechtrückt, was Andere gerne als Dogma ansehen.Und da er selber Jude ist, ist seine Aussage umso glaubwürdiger. Er hat ja so recht!! Alle haben über den Holocaust gewusst und darüber geschwiegen. Die USA und GB hätten die Möglichkeit gehabt die Eisenbahnlinien oder die Lager selbst zu bombardieren- sie haben es nicht getan. Warum wohl? |  3
| | | | | Gandalf 29. Jänner 2010 | |  | @Tadeusz Was Du hier anderen unterstellst, hat niemand behauptet. Wir freuen uns einfach, wenn auch (!) von jüdischer Seite und bernard-Henri Levy ist nicht Irgendwer hier freundliche Worte zu unseren Päpsten kommen. Dh. FREUDE in einem Worte. Sonst noch Fragen, Wünsche, Beschwerden? ;-) |  1
| | | | | GvdBasis 28. Jänner 2010 | |  | Verzeihung erbitten ... Zitat aus oben stehendem Artikel: \" \'Er hat das jüdische Volk also um Verzeihung gebeten, für einen Antisemitismus, der sich lange aus dem Katholizismus speiste\', so Levy.\"
Nicht nur aus dem Katholizismus! Aber natürlich: unsere Päpste können sich nicht auch noch für Luther entschuldigen ...
Ich bedanke mich für diesen wertvollen Artikel, der kommt in meine Pius XII.-Mappe! |  2
| | | | | Tadeusz 28. Jänner 2010 | |  | Frage... Ich muss mich mal etwa wundern, wie unsere Reaktionen auf unterschiedliche Meinungen zu Papst ausfallen. Man hätte gedacht, ohne den offiziellen Stempel eines jüdischen Autoren/Journalisten ist Papst Benedikt XVI bzw. der künftig heilige Papst Pius XII hoffnungslos verloren.
Darf ich mal fragen, warum wir den Wert unserer Päpste nicht selbst bestimmen können? |  1
| | | | | Waldi 28. Jänner 2010 | | | | Bernard-Henri Levy, welch großartiger Mensch Hallo Herr Alan Posener, ein Hallo auch an viele deutsche Katholiken, (auch an manche Bischöfe.) Was sagt ihr nun? Ein jüdischer Philosoph, ein Edelbürger der großen französischer Nation, ist voll des Lobes über unseren Papst Benedikt XVI., den viele auf übelste Weise des Antisemitismus bezichtigten. Auch den großartigen Papst Pius XII. hat er in Schutz genommen vor hässlichen und bösartigen Verleumdungen vieler Unbelehrbarer, die die Lüge der Wahrheit und den Hass dem Frieden und der Brüderlichkeit vorziehen.
Auch von meiner Wenigkeit ein aufrichtiges -Merci, Monsieur Levi, durch Ihr großartiges Lob für Papst Benedikt XVI. und Papst Pius XII. ist es in unserer katholischen Kirche deutlich wärmer geworden. Mögen Ihre edlen Worte wirksame Wärmeleiter für diejenigen sein, die kaum noch religiöse Wärme verspüren. |  1
| | | | | Noemi 28. Jänner 2010 | | | | Held des Tages Ja,
Bernard-Henry Levy ist der Held des Tages.
Man kann sich nur bedanken und Levy dafür bewundern, daß er hier aufsteht und gegen die vereinten Diffamierer Zeugnis ablegt und endlich die Desinformierer aller couleur in die Schranken verweist. Ich hoffe ja noch auf den Tag, wo ein ebenso mutiger Mensch aufdeckt, welche Seilschaften, Geldgeber
und ideologischen Interessengruppen hinter der Dauerdiffamierung und der Dauerrufmordkampagne gegen beide Päpste stecken, dabei treulos von abtrünnigen Katholiken ,wie Küng, unterstützt. |  2
| | | | | FranciscoL 28. Jänner 2010 | |  | Auch in Amerika sind einige der bedeutensten Verdeidiger und Bewunderer des Papstes PiusXII Juden.Gary Krupp und Rabbi Dalin. |  1
| | | | | Gandalf 28. Jänner 2010 | |  | @Bonna Du hast da aber hier was verwechselt. Bernard-Henri Levy ist Franzose ;-) P. S. nur eine kleinigkeit |  2
| | | | | 28. Jänner 2010 | | | | Die Franzosen... ...haben ein Problem mit Benedikt XVI, da er kein Franzose ist. |  1
| | | | | Cinderella01 28. Jänner 2010 | | | | Danke Monsieur Levy Beten wir für ihn, dass er jetzt nicht zu sehr von interessierten Kreisen in die Zange genommen wird. Schließlich hat er denen, die schon seit Jahren versuchen, der katholischen Kirche die Schuld an allen Übeln der Welt (und natürlich auch am Nationalsozialismus) zuzuweisen, das Konzept erheblich \"vermasselt\". |  2
| | | | | Radieserl 28. Jänner 2010 | |  | Hinter die Ohren schreiben: «Die ganze Welt schwieg über die Schoah, und da will man jetzt nahezu die gesamte Verantwortung für dieses Schweigen auf die Schultern des Souveräns legen, der weder Kanonen noch Flugzeuge hatte; der sich zweitens bemühte, seine Informationen mit denen zu teilen, die solche Waffen hatten, und drittens, in Rom und anderswo eine große Zahl derer zu retten vermochte, für die er die moralische Verantwortung trug.»
Als Pius XII. 1958 starb, schrieb die israelische Außenministerin und spätere Premierministerin Golda Meir in einem Beileidstelegramm an den Vatikan:
“Wir trauern. Wir haben einen Diener des Friedens verloren. Als in dem Jahrzehnt des nationalsozialistischen Terrors unser Volk ein schreckliches Martyrium überkam, hat sich die Stimme des Papstes klar für die Opfer erhoben.\" |  3
| | | | | Gandalf 28. Jänner 2010 | |  | Der Held des Tages Bernard-Henri Levy ist der Held des Tages! Ein weiterer Leuchtstern der franz. Philosophie neben André Glucksmann... |  2
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