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Nina Hagen meint jetzt: Gott liebt Homosexualität

5. August 2010 in Deutschland, 46 Lesermeinungen
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Nein zur gleichgeschlechtlichen Liebe ist "faschistisches Gedankengut", Abtreibung soll der Entscheidung der Frau überlassen sein, sagt die evangelisch getaufte Sängerin.


Berlin (kath.net/idea)
"Gott liebt Homosexualität." Diese Ansicht vertritt die Sängerin Nina Hagen (Berlin) in einem Interview, das in mehreren schwul-lesbischen Magazinen erschienen ist. Homosexualität sei "genauso heilig wie Heterosexualität". Doch leider gebe es auch Christen, die etwas dagegen hätten. Hagen: "Das sind für mich keine Christen, das ist wieder faschistisches Gedankengut." Diese Personen befänden sich auf einem unchristlichen Weg. Die Sängerin hatte sich im vergangenen Jahr in Schüttorf (Grafschaft Bentheim/Niedersachsen) taufen lassen. Auf die Frage, warum sie sich evangelisch und nicht katholisch habe taufen lassen, sagte die 55-jährige: "Die evangelische Religion ist liberaler."


Auch zum Thema Abtreibung nahm die Mutter von zwei Kindern Stellung: Sie sei immer noch der Meinung, dass junge Frauen selbst entscheiden sollen dürfen, ob sie ein Kind austragen wollen oder nicht. Sie stehe nach wie vor zum Text ihres Liedes "Unbeschreiblich weiblich". Darin heißt es: "Ich war schwanger, mir ging's zum Kotzen. Ich wollt's nicht haben, musste gar nicht erst nach fragen. Ich fress' Tabletten und überhaupt, Mann, ich schaff' mir keine kleinen Kinder an."

Hagen hatte im Alter von 15 und 16 Jahren zwei Kinder abgetrieben. Wie sie in ihrem Buch "Bekenntnisse" schrieb, sei sie von Erwachsenen aus ihrem Umfeld dazu überredet worden. Ende Juli erschien ihr neues Album "Personal Jesus", das ausschließlich christliche Lieder enthält und prompt auf Platz 16 der deutschen Albumcharts landete - der höchste Neueinsteiger der Woche.


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