Login




oder neu registrieren?


Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:







Top-15

meist-diskutiert

  1. Endgültiger Bruch mit Rom droht: Priesterbruderschaft St. Pius X. kündigt Bischofsweihen an
  2. Der Vatikan ist in Kontakt mit der Bruderschaft St. Pius X., um eine Spaltung zu vermeiden
  3. Bischof Oster legt nach: Grundsatzkritik am (deutsch-)Synodalen Weg
  4. Weihen ohne päpstliche Erlaubnis geplant: Papst Leo XIV. berät mit Vatikanbehörde
  5. Für alle, die bis jetzt zweifelten: Nun gehen sie wieder ins Schisma!
  6. Die synodale Sackgasse der Anderskatholischen
  7. Bischof Oster: „In der Sache selbst war ich ja in mehrfacher Hinsicht kritisch“
  8. Bischöfe und Funktionäre im Paralleluniversum
  9. Papst Leo XIV. empfing Katholiken, die mit gleichgeschlechtlicher Neigung keusch leben möchten
  10. Die große Täuschung
  11. Wohltuende Überraschung: Papst beruft norwegischen Bischof Erik Varden OCSO zu seinem Fastenprediger
  12. Medienkrise verschärft sich: Dramatische Auflagenverluste für Tageszeitungen in Deutschland
  13. Fatales Gerichtsurteil in Deutschland: Chefarzt siegt gegen katholisches Klinik-Verbot
  14. Kard. Müller nach Gespräch mit Papst Leo: „Atmosphäre ist von wechselseitigem Vertrauen bestimmt“
  15. Hunderte Einsprüche gegen Pfarrauflösung in der Diözese Linz - Keine Antworten aus Rom

Das Domkirchenkollegium sollte sich schämen!

23. September 2013 in Deutschland, 5 Lesermeinungen
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


Der "Marsch für das Leben" fand in diesem Jahr besonders große Resonanz. Den Abschlussgottesdienst feierten die Teilnehmer allerdings vor dem Berliner Dom. Von Matthias Pankau


Berlin (kath.net/idea) So viele Teilnehmer hatte der „Marsch für das Leben“ noch nie – mehr als 4.500 waren es laut Polizeiangaben am 21. September – also 1.500 mehr als im vergangenen Jahr und mehr als doppelt so viele wie noch vor zwei Jahren. Aber auch die Zahl der Gegendemonstranten hat zugenommen. Rund 200 waren laut Polizeiangaben dem Aufruf des „Bündnisses für sexuelle Selbstbestimmung“ gefolgt und störten den Demonstrationszug. Was auch langjährige „Teilnehmer des Marsches für das Leben“ überrascht hat, war die Aggressivität, mit der die Protestler auftraten. So rissen sie Lebensrechtlern die weißen Kreuze aus der Hand und zerbrachen diese vor deren Augen. Und sie brüllten bis zur Heiserkeit – Parolen wie „Hätt Maria abgetrieben, wärt Ihr uns erspart geblieben“ oder „Kein Gott, kein Staat, kein Patriarchat“. Dass es dieser demokratische Staat zulässt, dass sie so auftreten und er auch ihre Meinung schützt – geschenkt.


Ein Lob für die Polizei

Aber nicht nur gegen die Lebensschützer richtete sich die Aggression der Protestler – auch gegen die Polizei. „Scheiß-Bullenstaat, wir haben dich zum Kotzen satt“, brüllten sie die Beamten an. Dabei gingen die Polizisten äußerst professionell und umsichtig vor. Sie ließen sich nicht provozieren, griffen nur in solchen Situationen konsequent durch, in denen es keine andere Möglichkeit gab – etwa bei Straßenblockaden. Allein neun Beamte eines Anti-Konflikt-Teams waren im Einsatz – zu erkennen an ihren gelben Westen. Sie suchten das Gespräch mit den überwiegend linken Gegendemonstranten. Die schauten ihnen oft nicht einmal in die Augen. Der Vorsitzende des Bundesverbandes Lebensrecht, Martin Lohmann, sprach den Teilnehmern des Marsches für das Leben offenbar aus dem Herzen, als er den Polizeibeamten im Abschlussgottesdienst seinen Dank aussprach; es gab tosenden Applaus.

Warum findet der Gottesdienst vor der Kirche statt?

Mehr noch als die linken Gegendemonstranten sollte sich aber das Domkirchenkollegium schämen, das die Bitte der Veranstalter des Marsches, den Abschlussgottesdienst im Dom feiern zu dürfen, abgelehnt hatte. Und zwar mit der Begründung, man sehe es als problematisch an „die ausgesprochen sensiblen und komplexen Themen menschlicher Existenz – wie zum Beispiel einen Schwangerschaftsabbruch oder die Präimplantationsdiagnostik – zum Gegenstand einer Aktion mit dem Namen ‚Marsch für das Leben’ zu machen“.

Was werden die Verantwortlichen wohl gedacht haben, als der Abschlussgottesdienst nun vor dem Dom stattfand und mehr als 4.000 Gläubige dort sangen „Großer Gott, wir loben Dich“? Was hätten sie dem vorbeikommenden Touristenpaar geantwortet, das einen Polizisten fragte, warum diese Christen den Gottesdienst denn nicht in der Kirche feiern, sondern davor? Die Entscheidung des Domkirchenkollegiums war ein Armutszeugnis! Denn die Teilnehmer des Marsches traten hier öffentlich für den Schutz allen menschlichen Lebens ein – und damit für eine urbiblische Position, wonach jeder Mensch nach dem Ebenbild Gottes geschaffen ist.

Vielleicht hat das Domkirchenkollegium dem „Marsch für das Leben“ mit seiner Entscheidung ungewollt aber sogar einen Dienst erwiesen. Denn einige Touristen blieben aufgrund des Gesangs stehen und lauschten dann auch der Predigt. Und wer weiß: Vielleicht hat der eine oder andere dadurch einen Gedanken mitgenommen, der nie in eine Kirche gegangen wäre.

Video über die Kundgebung


Video vom eigentlichen Marsch


Foto vom Marsch für das Leben 2012



Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu

Pro-Life

  1. Trump: Jeder Mensch vom „allmächtigen Gott“ mit einem unveräußerlichen Recht auf Leben ausgestattet!
  2. "Wir müssen jedes Leben schützen"
  3. Trump begnadigt 23 Lebensschützer – „Es ist eine große Ehre, dies zu unterzeichnen“
  4. Mit allen Mitteln gegen das Recht auf Leben
  5. ALfA: Ohne Recht auf Leben gibt es überhaupt keine Rechte
  6. Studie zweifelt an Sicherheit und Datengrundlage von Abtreibung
  7. Polen bleibt Pro-Life
  8. Pro-Life-Song unter Top 5 bei iTunes
  9. „Für die Grundrechte von Frauen und vorgeburtlichen Kindern ist es ein schwarzer Tag“
  10. ,Du kannst dein Baby behalten!‘






Top-15

meist-gelesen

  1. ISLAND-REISE - KOMMEN SIE MIT! - Eine Reise, die Sie nie vergessen werden!
  2. Endgültiger Bruch mit Rom droht: Priesterbruderschaft St. Pius X. kündigt Bischofsweihen an
  3. Oktober 2026 - Kommen Sie mit nach SIZILIEN mit Kaplan Johannes Maria Schwarz!
  4. Bischof Oster legt nach: Grundsatzkritik am (deutsch-)Synodalen Weg
  5. Große kath.net-Leserreise nach Rom - Ostern 2027 - Mit P. Johannes Maria Schwarz
  6. Kard. Müller nach Gespräch mit Papst Leo: „Atmosphäre ist von wechselseitigem Vertrauen bestimmt“
  7. Nach „Wort zum Sonntag“: Staatsanwaltschaft ermittelt weiter gegen Pastorin Behnken
  8. Der Vatikan ist in Kontakt mit der Bruderschaft St. Pius X., um eine Spaltung zu vermeiden
  9. Weihen ohne päpstliche Erlaubnis geplant: Papst Leo XIV. berät mit Vatikanbehörde
  10. Bischöfe und Funktionäre im Paralleluniversum
  11. Massive Medienvorwürfe gegen den Priester Wolfgang Rothe als Mitglied des Betroffenenbeirats
  12. Schwere Zensur-Vorwürfe aus den USA: EU unterdrückt die Meinungsfreiheit
  13. Wohltuende Überraschung: Papst beruft norwegischen Bischof Erik Varden OCSO zu seinem Fastenprediger
  14. Bischof Oster: „In der Sache selbst war ich ja in mehrfacher Hinsicht kritisch“
  15. Die synodale Sackgasse der Anderskatholischen

© 2026 kath.net | Impressum | Datenschutz