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Vatikan fordert strengere Ahndung von Vandalismus in Kirchen

7. Dezember 2013 in Weltkirche, 2 Lesermeinungen
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Oberster Vatikan-Diplomat Erzbischof Mamberti zeigt sich besorgt über wachsende Zahl von Übergriffen auf Christen und christliche Einrichtungen – Religionsfreiheit wird auch in traditionellen Demokratien verletzt


Vatikanstadt-Kiew (kath.net/KAP) Der Vatikan hat eine strengere strafrechtliche Ahndung von Vandalismus in Kirchen und auf christlichen Friedhöfen gefordert. Solche Vorfälle müssten mit der gleichen Konsequenz verfolgt werden, wie dies im Fall von Kultorten anderer Religionen geschehe, heißt es in einem am Freitag veröffentlichten Rede des vatikanischen Außenministers Erzbischof Dominique Mamberti.

Der oberste Diplomat des Heiligen Stuhls zeigte sich in der Ansprache vor dem Ministerrat der Organisation für Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa (OSZE) in Kiew zudem besorgt über eine wachsende Zahl von Übergriffen auf Christen und christliche Einrichtungen in den OSZE-Staaten. Das zweitägige Treffen der Außenminister der 57 OSZE-Staaten endete am Freitag.


Im Jahr 2012 registrierte das Büro für Demokratische Institutionen und Menschenrechte der OSZE insgesamt 414 Übergriffe auf Christen und christliche Einrichtungen in Deutschland. Dazu zählten auch vier Fälle von Friedhofs- und 19 Fälle von Kirchenschändung. Ein Übergriff richtete sich gegen eine orthodoxe Kirche, drei gegen evangelische Gotteshäuser, zehn gegen katholische Kirchen. In 16 weiteren Fällen wurden christliche Kirchen und Einrichtungen bestohlen oder mit Graffiti beschmiert.

Zugleich kritisierte Mamberti eine fortwährende Diskriminierung von Christen in einigen OSZE-Staaten. Wenn es um Intoleranz gegen Christen gehe, dächten viele zuerst an Staaten, die nicht Mitglieder der OSZE seien. Dabei werde die Religionsfreiheit auch in traditionellen Demokratien verletzt, so Mamberti.

Bereits vor zwei Wochen hatte sich eine OSZE-Tagung in Rom mit der Lage der Christen in Europa befasst. Die Initiative zu der Konferenz an der Päpstlichen Angelicum-Universität geht von der ukrainischen OSZE-Präsidentschaft aus. Bei der Enquete wurde länderweise das Ausmaß der Religionsfreiheit, Intoleranz oder Diskriminierung unter die Lupe genommen. Seitens des Vatikan hatten an der Tagung Msgr. Florian Kolfhaus vom Staatssekretariat und Flaminia Giovanellli vom Päpstlichen Rat "Iustitia et Pax" teilgenommen. Referenten waren u.a. auch der Wiener Historiker und Monitoringstelle-Mitarbeiter Martin Kugler, die OSZE-Menschenrechtsexpertin Floriane Hohenberg, die britischen und lettischen Vatikanbotschafter Nigel Baker und Irena Vaisvilaite sowie der New Yorker Rabbiner Jack Bemporad.

Laut Monitoringstelle "Observatory on Intolerance and Discrimination against Christians" steigt die Zahl der Hassdelikte gegen kirchliche Einrichtungen oder einzelne engagierte Christen in den EU-Ländern. An der Spitze steht laut der römischen Nachrichtenagentur "Zenit" das Vereinigte Königreich (1.543 Vorfälle), gefolgt von Deutschland (414) und Schweden (258).

Copyright 2013 Katholische Presseagentur, Wien, Österreich
Alle Rechte vorbehalten.


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Lesermeinungen

 Marienzweig 7. Dezember 2013 

zwei Seiten

Was die große Stärke der christlichen Religion ist -die Friedfertigkeit, die Jesus predigte und der wir uns verpflichtet fühlen sollten- kann ihr auch zum Nachteil werden.
Weil ihr dies natürlich umgekehrt auch als Schwäche ausgelegt werden könnte.
Der Mob beobachtet, dass sich Christen als Opfer im allgemeinen viel weniger wehren als beispielsweise Muslime.
Ausserdem nimmt auch die christliche Öffentlichkeit viel weniger Notiz von aggressiven Vorfällen, zumindest hier im Westen.


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 HX7 7. Dezember 2013 
 

Verfolgung

Gut, dass das angesprochen wird. Im Vergleich zu anderen Religionen werden Christen stark verfolgt. Und so wie ich es mitbekomme sagt die katholische Kirche noch am meisten dahingehend. Aber kann es sein, dass die Verfolgung von muslimischer Seite zu wenig angesprochen wird? Die Nummern 252 und 253 von Evangelii Gaudium sind für mich schwer zu verstehen-wobei ich mir auch nicht vorstellen kann, dass der Papst sich damit "einschleimen" möchte oder irgendwie aus Angst vor der Gewalt "kuscht" und nicht Klartext spricht. Aber wieso spricht er, dass der wahre Islam friedlich ist? Dann müssten die letzen 1400 Jahre ja vom falschen Islam geprägt sein??


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