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Die Berufung des Arbeiters für das Reich Gottes

3. Juli 2016 in Aktuelles, 1 Lesermeinung
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Franziskus: die Kunst des Freudigseins erlernen aufgrund der Gewissheit, ‚dass unsere Namen im Himmel verzeichnet sind’. Sich nur der Macht des Kreuzes Christi anvertrauen. Erinnerung an die Attentat in Dhaka und Bagdad. Von Armin Schwibach


Rom (kath.net/as) Das Evangelium vom vierzehnten Sonntag im Jahreskreis (Lk 10,1-12.17-20) bildete den Ausgangspunkt für die Betrachtungen von Papst Franziskus in seiner Ansprache vor dem traditionellen Mittagsgebet am Sonntag. Das Evangelium lasse begreifen, wie notwendig es sei, zu Gott zu beten: „Die Ernte ist groß, aber es gibt nur wenig Arbeiter. Bittet also den Herrn der Ernte, Arbeiter für seine Ernte auszusenden“.

Diese „Arbeiter“, von denen Jesus spreche, seien die Missionare des Reiches Gottes, die er selbst berufe und zu zweit voraus in alle Städte und Ortschaften aussende (vgl. V.1). Ihre Aufgabe sei es, eine Botschaft des Heils für alle zu bringen, was für alle Christen gelte: „Das Reich Gottes ist euch nahe“ (V. 9).


Gott herrsche mitten unter uns in Jesus, seine barmherzige Liebe besiege die Sünde und das menschliche Elend. Das sei die frohe Botschaft der Hoffnung, der Tröstung, des Friedens und der Liebe. Es werde deutlich, dass das Reich Gottes Tag für Tag aufgebaut werde und bereits auf Erden seine Früchte der Umkehr, der Reinigung, der Liebe und des Trostes unter die Menschen bringe.

Der Jünger Jesu müsse sich der schwierigen und bisweilen feindseligen Realität bewusst sein: „Geht! Ich sende euch wie Schafe mitten unter die Wölfe“ (V. 3), da er wisse, dass der Teufel der Sendung Hindernisse in den Weg legen werde. Daher strenge sich der Arbeiter für das Evangelium an, frei von menschlichen Bedingtheiten aller Art zu sein, ohne etwas mitzunehmen, um sich nur der Macht des Kreuzes Christi anzuvertrauen. Das bedeute, jedes Streben nach Karriere und persönlichen Interessen aufzugeben.

Die Sendung des Christen in der Welt gelte allen, eine Sendung des Dienstes, keinen ausgeschlossen. Sie erfordere viel Großherzigkeit und vor allem den Blick und das Herz, die nach oben gewandt seien, um um die Hilfe des Herrn zu bitten. Es bedürfe sehr der Christen, die die Freude des Evangeliums im Leben aller Tage bezeugten. Alle, die Hirten und die Gläubigen, seien dazu berufen, immer besser die Kunst des Freudigseins zu lernen, dies nicht aus menschlichen Gründen, sondern aufgrund der Gewissheit, „dass unsere Namen im Himmel verzeichnet sind“ (V. 20). Der Papst rief vor allem die jungen Menschen dazu auf, keine Angst zu haben und er Berufung durch den Herrn zu folgen.

Nach dem Angelus brachte Franziskus seine Nähe zu den Familienangehörigen der Opfer sowie den Verletzten des Attentats in Dhaka (Bangladesh) sowie heute in Bagdad zum Ausdruck. Der Herr solle die Herzen der Gewalttätigen voller Hass bekehren.



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