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1 Petr 3,15 und das Geheimnis des ersten Petrusbriefes

5. April 2017 in Aktuelles, 1 Lesermeinung
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Franziskus: jedem Rede und Antwort stehen, der nach der Hoffnung fragt, die euch erfüllt. Unsere Hoffnung ist eine Person, nämlich Jesus Christus, der in uns gegenwärtig ist. Von Armin Schwibach


Rom (kath.net/as) „Seid alle eines Sinnes, voll Mitgefühl und brüderlicher Liebe, seid barmherzig und demütig! Vergeltet nicht Böses mit Bösem noch Kränkung mit Kränkung! Stattdessen segnet; denn ihr seid dazu berufen, Segen zu erlangen. Es heißt nämlich: Wer das Leben liebt / und gute Tage zu sehen wünscht, der bewahre seine Zunge vor Bösem / und seine Lippen vor falscher Rede. Er meide das Böse und tue das Gute; / er suche Frieden und jage ihm nach. Denn die Augen des Herrn blicken auf die Gerechten / und seine Ohren hören ihr Flehen; / aber das Antlitz des Herrn richtet sich gegen die Bösen. Rechtes Verhalten in der Welt. Und wer wird euch Böses zufügen, wenn ihr euch voll Eifer um das Gute bemüht? Aber auch wenn ihr um der Gerechtigkeit willen leiden müsst, seid ihr selig zu preisen. Fürchtet euch nicht vor ihnen und lasst euch nicht erschrecken, sondern haltet in eurem Herzen Christus, den Herrn, heilig! Seid stets bereit, jedem Rede und Antwort zu stehen, der nach der Hoffnung fragt, die euch erfüllt; aber antwortet bescheiden und ehrfürchtig, denn ihr habt ein reines Gewissen. Dann werden die, die euch beschimpfen, weil ihr in (der Gemeinschaft mit) Christus ein rechtschaffenes Leben führt, sich wegen ihrer Verleumdungen schämen müssen. Es ist besser, für gute Taten zu leiden, wenn es Gottes Wille ist, als für böse“ (1 Petr 3,8-17).


Generalaudienz am Mittwoch der fünften Woche der Fastenzeit. In seiner Katechese setzte Papst Franziskus seine Betrachtungen zur christlichen Hoffnung fort. Der erste Brief des Apostels Petrus trage in sich eine außerordentliche Kraft. Er vermittle großen Trost und Frieden. Er lasse wahrnehmen, wie der Herr immer an unserer Seite stehe und uns nie verlasse. So setze sich der Papst mit dem „Geheimnis“ des ersten Petrusbriefes auseinander. Franziskus rief dazu auf, den Brief und vor allem den heutigen Abschnitt aufmerksam zu lesen.

Der erste Petrusbrief, so der Papst, tauche ganz in das Ostergeheimnis ein und lasse uns auf besondere Weise spüren, dass der Herr immer an unserer Seite sei, ja in einem jeden von uns wohne.

Christus „ist wahrhaft auferstanden und lebt“. Durch die Taufe wohne der Herr in unseren Herzen und erneuere uns in seiner Liebe und seinem Geist. Daher seien wir eingeladen, stets Rechenschaft zu geben über die Hoffnung, die uns erfüllt (1Petr 3,15).

Unsere Hoffnung sei weder eine Vorstellung noch ein Gefühl. Unsere Hoffnung „ist eine Person, nämlich Jesus Christus“, der in uns gegenwärtig sei. Diese Hoffnung sollten wir nicht theoretisch oder bloß mit Worten, sondern vor allem mit unserem Leben bezeugen. Wir dürften die Hoffnung nicht verstecken. Wir müssten zulassen, dass Christus durch uns sichtbar werde und wirke. „Ja“, so Franziskus, „denn so hat Jesus getan, und so tut er weiter durch jene, die ihm in ihren Herzen und in ihrem Leben Raum geben, im Bewusstsein, dass das das Böse nicht mit dem Bösen, sondern mit der Demut, der Barmherzigkeit und der Sanftmut besiegt wird“.

Wenn wir „für das Gute leiden, sind wir in Gemeinschaft mit dem Herrn“. Es sei, als würden wir gleichsam den Samen der Auferstehung ausstreuen und sein österliches Licht in der Dunkelheit erstrahlen lassen. Wir sollten vergeben und segnen.

Es werde deutlich, warum Petrus uns „selig“ nenne, wenn wir für die Gerechtigkeit leiden müssten. Es handle sich dabei um keinen moralischen oder asketischen Grund. Jedes Mal, wenn wir uns an die Seite der Letzten und Ausgegrenzten stellten und durch das Vergeben und Segnen leuchteten wir als lebendige und helle Zeichen der Hoffnung auf: „dann sind wir leuchtende Zeichen der Hoffnung und werden zu Werkzeugen des Friedens nach dem Herzen Gottes“


Pilger und Besucher aus dem deutschen Sprachraum begrüßte der Heilige Vater mit den folgenden Worten:

Von Herzen heiße ich die Pilger aus den Ländern deutscher Sprache sowie aus den Niederlanden willkommen. Ich grüße die Jugendlichen und die vielen Schulgruppen, besonders die Kardinal-von-Galen-Schule Telgte und die Maria-Ward-Realschule Neuburg an der Donau. Die Feier der Karwoche helfe uns, unseren Osterglauben zu erneuern und die Hoffnung des auferstandenen Christus zu unseren Mitmenschen zu bringen. Gott segne euch und eure Lieben.

Video der Generalaudienz



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Lesermeinungen

 Rosenzweig 6. April 2017 

... und das Geheimnis des ersten Petrusbriefes!

DANKE– Hl.Vater für Ihren Aufruf– den heutigen Petrusbrief AUFMERKSAM zu lesen...!
Als ich das noch zu später Stunde tat– habe ich gespürt.. bei JEDEM einzelnen Satz – bzw. Abschnitt - Innezuhalten + zu wiederholen!
Ist für mich spontan– wie eine Neuentdeckung!–
Gerade für die beginnenden Kar–Tage, mich darin einzuüben..– was der hl.Petrus in diesem Brief so Wertvolles uns auf den Weg geben möchte, sehr WEISE + ZU!treffend. -
Nochmals Dank Pp.Franziskus - in der Hoffnung- ich schaffe noch "a`bissl" Innere Ordnung + so froh verbunden...


2
 

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