Login




oder neu registrieren?


Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:







Top-15

meist-diskutiert

  1. Nach Berliner Stromausfall: „Herr Erzbischof Koch, wir warten auf Ihre Stellungnahme“
  2. „Sehr brüderliche Atmosphäre, die meisten waren von Dringlichkeit der Neuevangelisierung überzeugt“
  3. Rechtsanwalt Steinhöfel: Maduro war ohne legales Amt, hatte keine völkerrechtliche Immunität mehr
  4. Katholik kritisiert „Schleimjesus“-Fernsehgottesdient mit direktem Brief an verantwortlichen Pfarrer
  5. Unter den kroatischen Katholiken wächst Grundsatzkritik
  6. These: Die Wahrheit steht über der nachdrücklichen Forderung nach Einheit
  7. Menschenrecht auf Abtreibung?
  8. So fühlt sich Nachhausekommen an
  9. Der Stern stört Jerusalem. Epiphanie und die Ruhe der Gewöhnten
  10. Kardinäle votieren für Themen in der Linie von Papst Franziskus
  11. Der Weihnachtsglaube - Sand oder Fels
  12. Regensburger Bischof Voderholzer beim Papst
  13. „Die Ursache der Kirchenkrise und ihre Überwindung“
  14. Gegen Agenden und Aktivismus: das Kardinalskollegium hält inne
  15. Venezuela schließt sein Foltergefängnis, viele politische Gefangene sind auf dem freien Fuß!

Worauf kommt es an, wenn man betet?

2. Dezember 2017 in Spirituelles, 1 Lesermeinung
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


„Manchmal scheint es so, als falle Beten nicht leicht.“ Gastbeitrag von Martin Lohmann


Bonn (kath.net) Worauf kommt es eigentlich an, wenn man betet? Was ist überhaupt Beten? Geht es da um viele Wörter, geht es um viele Worte? Oder kann es bisweilen sogar sein, dass man wortlos und dennoch sprach- und herzensreich „im Gespräch“ ist, ohne etwas Konkretes zu formulieren?

Ja, manchmal scheint es so, als falle Beten nicht leicht. Etwa, wenn man sich in der Grabeskirche in Jerusalem über Nacht einschließen lässt – und auf einmal merkt: Ich kann ja gar nicht mehr „richtig“ beten. Wenn man, wie mir das passierte, einfach den Kopf auf die Grabplatte Jesu legt, also an dem Ort kniet, an dem der Herr auferstanden ist. Und wenn dann plötzlich eine vermeintliche Leere Geist und Herz ergreift, man keine Formulierungen mehr findet, sondern ganz tief still wird. Irgendwann spürt man dann, dass diese Stille, diese Leere letztlich keine Leere ist, sondern gefüllter Reichtum. Die Zwiesprache, in die die eigene Seele dann eintaucht, lässt erkennen: Du betest. Besonders intensiv.


Das fiel mir wieder ein, als ich neulich einen Filmbeitrag über Papst Franziskus und vor allem über seine Zeit als Jorge Mario Bergoglio sah. Dabei ist mir eine beeindruckende Szene in Erinnerung geblieben, die ich nun gerne gleichsam mitnehmen möchte in die bald beginnende Adventszeit.

Der damalige Kardinal berichtet von einem Gespräch, in dem er jemanden fragt, wie dieser denn eigentlich bete. Dessen Antwort schien ihn nicht ganz zufriedenzustellen, denn der Befragte sagte, er bitte Gott und danke Ihm auch immer wieder. Bergoglio fragte zurück, ob das alles sei, denn zwei wichtige Formen des Gebetes habe er vergessen, obwohl sie doch besonders wichtig seien: Gott loben und preisen – und Gott anbeten.

Ich kann nur sagen: Wunderbar! Denn das vergessen wir (ich gestehe dieses Versäumnis) wohl immer wieder, und wir sollten es häufiger tun: Gott einfach loben und preisen und Ihn anbeten. Besonders gut geht das – meines Erachtens – vor dem Allerheiligsten, also im Angesicht des real anwesenden eucharistischen Herrn, etwa eine Viertelstunde täglich. Dasein, den Herrn und Gott loben, Ihn preisen, Ihn anbeten. Einfach so.

Das Einfache ist vielleicht das besonders Anspruchsvolle. Einfach so ist eben nicht immer ein „Einfach so!“. In einer Welt, die so inflationär mit dem Wort umgeht und sich einlullen lässt von zu vielem Gerede, braucht es aber – gerade deshalb – der Räume der Stille und des anspruchsvollen Einfachen. Vielleicht ist der Hinweis auf die Gebetsweise des Lobens und Anbetens so kostbar. So überlebenswichtig. So befriedend. So Reichtum erschließend. So heilsam.

Auch wenn Gott als Großer und Allmächtiger unseres Lobes nicht bedarf: Es ist gut (für uns), Ihm immer wieder einfach nur die Ehre zu erweisen. Es tut gut, Ihn zu preisen und Ihn anzubeten. Das am Ersten Advent beginnende neue Kirchenjahr verträgt so einen Vorsatz ganz gut. In diesem Sinne: ein gesegnetes Neues (Kirchen)Jahr!

Pressefoto Martin Lohmann




Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu

Gebet

  1. Papst an Jugendliche: „Bete. Das ist die konkreteste Handlung“
  2. Die US-Bischofskonferenz lädt zur 14. Pro-Life-Novene ein
  3. Papst Leo: „Wer sagt, dass ich nicht gebetet habe? ... Vielleicht bete ich sogar jetzt“
  4. „I do a little prayer time and drink my coffee”
  5. ‚Gott hat uns nicht verlassen’
  6. Mexiko: 10 Millionen Pilger zum Guadalupe-Fest erwartet
  7. Ukrainische Soldaten: ‚Wir spüren Eure Gebetsunterstützung’
  8. Betet, betet für Österreich! Jeden Tag einen Rosenkranz!!!
  9. Gebet bleibt wichtigstes Kommunikationsmittel
  10. Augsburg: Bischof Bertram gemeinsam mit Papst Franziskus






Top-15

meist-gelesen

  1. Weihnachtsspende für kath.net - Wir brauchen JETZT Ihre HILFE!
  2. ISLAND-REISE - SOMMER 2026 - Eine Reise, die Sie nie vergessen werden!
  3. „Die Ursache der Kirchenkrise und ihre Überwindung“
  4. "Beten wir gemeinsam für die kommende Welle!"
  5. Unter den kroatischen Katholiken wächst Grundsatzkritik
  6. Überlebende der Brandkatastrophe in Crans-Montana: „Möchte Gott danken, dass er mich gerettet hat“
  7. Nach Berliner Stromausfall: „Herr Erzbischof Koch, wir warten auf Ihre Stellungnahme“
  8. Oktober 2026 - Kommen Sie mit nach SIZILIEN mit Kaplan Johannes Maria Schwarz!
  9. Katholik kritisiert „Schleimjesus“-Fernsehgottesdient mit direktem Brief an verantwortlichen Pfarrer
  10. Kardinäle votieren für Themen in der Linie von Papst Franziskus
  11. „Sehr brüderliche Atmosphäre, die meisten waren von Dringlichkeit der Neuevangelisierung überzeugt“
  12. "Der Herr ist wirklich in diesen Gestalten von Brot und Wein gegenwärtig"
  13. Regensburger Bischof Voderholzer beim Papst
  14. Rechtsanwalt Steinhöfel: Maduro war ohne legales Amt, hatte keine völkerrechtliche Immunität mehr
  15. Ich bin Staatsanwältin – und ich bete

© 2026 kath.net | Impressum | Datenschutz