Login




oder neu registrieren?


Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:







Top-15

meist-diskutiert

  1. Endgültiger Bruch mit Rom droht: Priesterbruderschaft St. Pius X. kündigt Bischofsweihen an
  2. Der Vatikan ist in Kontakt mit der Bruderschaft St. Pius X., um eine Spaltung zu vermeiden
  3. Bischof Oster legt nach: Grundsatzkritik am (deutsch-)Synodalen Weg
  4. Weihen ohne päpstliche Erlaubnis geplant: Papst Leo XIV. berät mit Vatikanbehörde
  5. Für alle, die bis jetzt zweifelten: Nun gehen sie wieder ins Schisma!
  6. Die synodale Sackgasse der Anderskatholischen
  7. Bischof Oster: „In der Sache selbst war ich ja in mehrfacher Hinsicht kritisch“
  8. Bischöfe und Funktionäre im Paralleluniversum
  9. Papst Leo XIV. empfing Katholiken, die mit gleichgeschlechtlicher Neigung keusch leben möchten
  10. Die große Täuschung
  11. Wohltuende Überraschung: Papst beruft norwegischen Bischof Erik Varden OCSO zu seinem Fastenprediger
  12. Medienkrise verschärft sich: Dramatische Auflagenverluste für Tageszeitungen in Deutschland
  13. Fatales Gerichtsurteil in Deutschland: Chefarzt siegt gegen katholisches Klinik-Verbot
  14. Kard. Müller nach Gespräch mit Papst Leo: „Atmosphäre ist von wechselseitigem Vertrauen bestimmt“
  15. Hunderte Einsprüche gegen Pfarrauflösung in der Diözese Linz - Keine Antworten aus Rom

Regierungsparteien brechen Lanze für Religionsunterricht

17. Juni 2018 in Österreich, 3 Lesermeinungen
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


Parlamentskorrespondenz berichtet über Debatte nach Neos-Vorschlag zur Einführung eines neuen Unterrichtsfachs "Ethik und Religionen" - ÖVP-Taschner für "Ethik als Kompensationsfach".


Wien (kath.net/ KAP)
Ethikunterricht ja, aber nicht auf Kosten des konfessionellen Religionsunterrichts: Das war der Tenor unter den Regierungsparteien ÖVP und FPÖ, als am Donnerstag im Parlament über einen Vorschlag der Neos debattiert wurde. Diese treten dafür ein, an allen Schultypen das Pflichtfach "Ethik und Religionen" zusätzlich zum konfessionellen Religionsunterricht einzuführen. ÖVP und FPÖ warnten demgegenüber davor, "dass ein solches Fach letztlich auf Kosten des konfessionellen Religionsunterrichts in den Schulen gehen würde", berichtete die Parlamentskorrespondenz am Donnerstagabend. Es bestehe auch die Gefahr, dass der Staat dann keinen Einblick mehr in die vermittelten Inhalte hätte, würde Religionsunterricht vermehrt außerschulisch erteilt.

In dieses Horn stieß ÖVP-Bildungssprecher Rudolf Taschner: Er verwies auf die schlechten Erfahrungen gerade laizistischer Staaten damit, wenn Religionsunterricht nicht mehr in den Schulen, sondern "in den Hinterhöfen" erfolgte. Ein allgemeiner Ethikunterricht dürfte den bisherigen Religionsunterricht nicht verdrängen. Das wäre aus seiner Sicht aber über kurz oder lang eine unvermeidliche Folge des Neos-Modells, warnte Taschner. Er trat dafür ein, dass Religion von Menschen vermittelt wird, welche diese auch glaubhaft vertreten. Dieser Religionsunterricht dürfe jedoch nicht missionierend geführt werden, sondern müsse der Aufklärung verpflichtet sein. Ab 14 Jahren könnten die Schüler dann ja selbst entscheiden, ob sie ihn weiter besuchen wollen, erinnerte der Bildungssprecher. Falls sie sich dagegen entscheiden, sollte es für sie "das Kompensationsfach Ethik" geben.


Für die FPÖ-Abgeordneten Hannes Amesbauer und Christian Schandor hat sich die derzeitige Regelung seit langem bewährt. Religion und auch die Kirchen hätten eine identitätsstiftende Funktion, die nicht gefährdet werden solle. Laut Amesbauer plante die Bundesregierung, einen verpflichtenden Ethikunterricht für alle Schüler, die sich vom Religionsunterricht abmelden, einzuführen.

Strolz: Religionsgemeinschaften offen

Die Schulen sollen auf den Alltag vorbereiten, zu dem auch der religiöse und weltanschauliche Pluralismus der Gesellschaft gehöre, sagte der Anstoßgeber der Debatte, NEOS-Klubobmann Matthias Strolz. Nicht zuletzt deshalb, weil die Religion wieder mehr Bedeutung in der Gesellschaft erhält, trete er dafür ein, dass Kinder und Jugendliche ab der ersten Schulstufe die Grundsätze einer pluralistischen, offenen und demokratischen Gesellschaft vermittelt bekommen und ihr Wissen über verschiedene Religionen erweitern können. Strolz ortet bei Vertretern der Religionsgemeinschaften mehr Bereitschaft dafür als bei den Koalitionsparteien. Der konfessionelle Unterricht solle nicht aus den Schulen verbannt werden, unterstrich Strolz, die Argumente von Taschner seien hier sicherlich zu bedenken.

Elisabeth Feichtinger (SPÖ) trat für eine Lösung ein, die dem Rechnung trägt, dass die große Mehrheit der Schüler sowohl einen Ethikunterricht als auch den Religionsunterricht als wichtig ansehe. Es seien mehrere Modelle denkbar, beides zu verbinden. Laut Wolfgang Zinggl (PILZ) hat sich der Schulversuch Ethikunterricht bewährt, es sei an der Zeit, ihn allen Schülern anzubieten.

Copyright 2018 Katholische Presseagentur KATHPRESS, Wien, Österreich (www.kathpress.at) Alle Rechte vorbehalten


Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu

Religionsunterricht

  1. Lehrermangel – Ende des römisch-katholischen Religionsunterrichts in Österreich?
  2. Australien: Maßregelung für Kritik an LGBT-freundlichem Lehrplan
  3. Faßmann: Ab 2020 Ethikunterricht ab der 9. Schulstufe
  4. Plädoyer für Paradigmenwechsel im schulischen Religionsunterricht
  5. Ein Plädoyer für den Religionsunterricht
  6. Grüner Vorstoß: Religionsunterricht Christen, Juden, Muslime
  7. „Symbol“ Auferstehung: Religionslehrerin kritisiert Religionsschulbuch
  8. Faßmann: Religionsunterricht hat fixen Platz an Schulen
  9. Religionsunterricht vernebelt den Glauben
  10. Faßmann: Religiöse Bildung ist ‘wichtige Grundlage der Erziehung’






Top-15

meist-gelesen

  1. ISLAND-REISE - KOMMEN SIE MIT! - Eine Reise, die Sie nie vergessen werden!
  2. Endgültiger Bruch mit Rom droht: Priesterbruderschaft St. Pius X. kündigt Bischofsweihen an
  3. Oktober 2026 - Kommen Sie mit nach SIZILIEN mit Kaplan Johannes Maria Schwarz!
  4. Bischof Oster legt nach: Grundsatzkritik am (deutsch-)Synodalen Weg
  5. Große kath.net-Leserreise nach Rom - Ostern 2027 - Mit P. Johannes Maria Schwarz
  6. Kard. Müller nach Gespräch mit Papst Leo: „Atmosphäre ist von wechselseitigem Vertrauen bestimmt“
  7. Nach „Wort zum Sonntag“: Staatsanwaltschaft ermittelt weiter gegen Pastorin Behnken
  8. Der Vatikan ist in Kontakt mit der Bruderschaft St. Pius X., um eine Spaltung zu vermeiden
  9. Weihen ohne päpstliche Erlaubnis geplant: Papst Leo XIV. berät mit Vatikanbehörde
  10. Bischöfe und Funktionäre im Paralleluniversum
  11. Massive Medienvorwürfe gegen den Priester Wolfgang Rothe als Mitglied des Betroffenenbeirats
  12. Schwere Zensur-Vorwürfe aus den USA: EU unterdrückt die Meinungsfreiheit
  13. Wohltuende Überraschung: Papst beruft norwegischen Bischof Erik Varden OCSO zu seinem Fastenprediger
  14. Bischof Oster: „In der Sache selbst war ich ja in mehrfacher Hinsicht kritisch“
  15. Die synodale Sackgasse der Anderskatholischen

© 2026 kath.net | Impressum | Datenschutz