Login




oder neu registrieren?


Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:







Top-15

meist-diskutiert

  1. Die Mitwirkung der seligen Jungfrau Maria an der Erlösung
  2. IRRE! – „LifeSiteNews“ postet Papst-Bild mit Henkerstrick auf X
  3. Tschechischer Bischof Holub meint: Neuer Ritus ist 'wesentlich' für Synodalität
  4. 'Wenn du deinen Apparat kulturell gegen dich hast, bist du der ärmste Hund als Bischof.'
  5. Zehn Jahre Amoris laetitia: die Schule des Zuhörens
  6. Schwester Helen und angebliche Flirt-Fantasien der Dominikaner
  7. Papst verkündet neuen Friedensappell der Weltreligionen in Assisi
  8. NZZ: 'Die Kirchen arbeiten an der Ächtung der AfD mit'
  9. 25 Jahre KATH.NET: Kardinal Müller wird Schirmherr, Peter Seewald journalistischer Berater!
  10. Forscher sprechen von neuen Beweisen für möglichen Fundort der Arche Noah
  11. Wir können NICHT schweigen!
  12. Was auch immer Synodalität sein soll
  13. Papst Leo wird operiert - Knoten in der Lunge!
  14. Halbierung der Pfarren und Schließung Dutzender Kirchen
  15. Papst Leo: 'Ehe offenbart etwas von Gottes Geheimnis'

Nigeria: ‚Christen werden getötet wie Hühner’

8. Mai 2019 in Weltkirche, 4 Lesermeinungen
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


Erzbischof Ndagoso: Der Konflikt zwischen Moslems und Christen im Nordwesten des afrikanischen Landes hat nicht nur religiöse Ursachen. Die internationale Gemeinschaft soll der Regierung helfen, Frieden und Sicherheit im Land zu ermöglichen.


Kaduna (kath.net/LSN/jg)
„Die Christen werden getötet wie Hühner.“ Mit diesen dramatischen Worten beschrieb Matthew Man-Oso Ndagoso, der Erzbischof von Kaduna, die Lage der Christen im Nordwesten von Nigeria. Er rief die internationale Gemeinschaft, die bis jetzt wenig Engagement gezeigt hat, dazu auf die nigerianische Regierung zu unterstützen.

In den letzten Monaten seien hunderte Christen getötet und ganze christliche Dörfer zerstört worden, sagte Erzbischof Ndagoso in einem Telefoninterview mit LifeSiteNews am 26. April. Darüber hinaus seien Tausende geflohen. Die Regenzeit habe begonnen. Die christlichen Dorfbewohner würden aus Angst vor Entführungen und Mordanschlägen nicht zu ihren Höfen zurück kehren um mit der Aussaat zu beginnen.


Der Konflikt zwischen den christlichen Dorfbewohnern und den radikal-muslimischen Fulani sei nicht nur religiös begründet, erläuterte Ndagoso. Die Fulani seien Hirten, die oft nomadisch leben würden. Die Konflikte zwischen ihnen und den sesshaften Christen und Anhängern der traditionellen Naturreligion würden bis in die Kolonialzeit zurück reichen und seien nie gelöst worden.

Die Führung der Provinzen im Nordwesten des Landes, in welchen sich die Diözesen seiner Kirchenprovinz befinden, sei seit der Unabhängigkeit Nigerias stets in der Hand von Moslems gewesen, die wenig oder nichts gegen die Angriffe auf die Christen unternommen hätten. Die Situation sei von „Ungerechtigkeit und Straflosigkeit“ geprägt. Durch die bevorzugte Behandlung der Moslems werde der ursprünglich ethnische und kulturelle Konflikt zu einem religiösen geworden, sagte der Erzbischof.

Die Verfassung Nigerias schütze die Religionsfreiheit und bevorzuge keine Glaubensgemeinschaft. Im Nordwesten Nigerias, wo 98 Prozent der Bevölkerung Moslems sind, habe die Scharia das staatliche Recht verdrängt. Im Westen des Landes sei die Situation wesentlich besser. Hier würden Moslems und Christen zahlenmäßig etwa gleich stark sein. Die Alphabetisierung sei hier sehr hoch. In diesem Landesteil würden Moslems und Christen friedlich miteinander leben, betonte Ndagoso.

Die erste Pflicht jedes Staates sei der Schutz des Lebens und des Eigentums seiner Bürger. Dies sei im Nordwesten Nigerias derzeit nicht gewährleistet. Erzbischof Ndagoso rief die internationale Gemeinschaft dazu auf, seiner Regierung dabei zu helfen, Frieden und Sicherheit im ganzen Land sicher zu stellen.



Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu

Nigeria

  1. UN-Experten: Christliche Frauen und Mädchen in Nigeria besonders von Gewalt bedroht
  2. Informationen über Freud und Leid in Afrikas Kirche
  3. "Wenn die Demokraten die Macht haben, schauen sie bei der Ermordung der Christen in Nigeria weg"
  4. Nigeria. Mehr als 60 Christen in zwei Monaten im Bundesstaat Benue getötet
  5. Nigeria: Bischof bestürzt über die Ermordung von Priestern: „Niemand ist mehr sicher“
  6. Nigeria: Kirche beklagt „schleichenden Genozid“ an Christen
  7. Kirchen in Nigeria beklagen zunehmende Gewalt gegen Christen
  8. Nigeria: Sophia hat wieder eine Stimme
  9. Nigeria: Entführter 75-jähriger Priester ist wieder frei
  10. Nigeria: 17-Jährige seit drei Jahren verschleppt







Top-15

meist-gelesen

  1. Ostern 2027 in Rom - Große kath.net-Leserreise!
  2. BREAKING NEWS - Der Papst hat Lungen-Krebs!
  3. Das 'Schwert des Heiligen Michael': Eine mysteriöse Linie, die sieben Heiligtümer verbindet
  4. Schwester Helen und angebliche Flirt-Fantasien der Dominikaner
  5. Papst Leo XIV. entgeht knapp einer Geldstrafe in Peru
  6. Kardinal Müller ruft zum Marsch fürs Leben 2026 in Wien auf: Über 3.000 Teilnehmer erwartet
  7. Australien: 400 Prozent Anstieg von Euthanasiefällen in fünf Jahren
  8. Frankreich: Über 23 Millionen Zuschauer verfolgten die Reise von Papst am Bildschirm
  9. NZZ: 'Die Kirchen arbeiten an der Ächtung der AfD mit'
  10. Zehn Jahre Amoris laetitia: die Schule des Zuhörens
  11. ‚Mundus reconciliatus Ecclesia‘ – Die Sendung der Kirche in der Welt
  12. Tschechischer Bischof Holub meint: Neuer Ritus ist 'wesentlich' für Synodalität
  13. Papst Leo: 'Ehe offenbart etwas von Gottes Geheimnis'
  14. Satire aus den USA: Ungeborene tarnen sich als Todestrakt-Häftlinge, um Schutz zu erhalten
  15. Verwandtenheirat: Darwin vs. Heilige Schrift - Die Bibel hat Recht!

© 2026 kath.net | Impressum | Datenschutz