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Bischofsappell anlässlich 45 Jahre türkischer Invasion auf Zypern

24. Juli 2019 in Weltkirche, 2 Lesermeinungen
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Neuer griechisch-orthodoxer Erzbischof von Amerika, Elpidophoros, plädiert für "rasche und gerechte Lösung" des Problems der geteilten Insel und betet um "nationale Einheit"


Washington (kath.net/KAP/red) Zum 45. Jahrestag der türkischen Invasion auf Zypern (20. Juli 1974) hat der neue griechisch-orthodoxe Erzbischof von Amerika an die Gläubigen seiner Eparchie appelliert, sich für eine "gerechte Lösung des Zypern-Problems" einzusetzen. "Tun wir mehr als zu beten, um das Andenken der Opfer zu ehren, die in Frieden ruhen. Engagieren wir uns mit den Menschen, die helfen können, ermutigen wir vertrauenswürdige Partner, damit sie Lösungen finden. Als Amerikaner können wir durch unsere Regierung viel tun", schrieb Elpidophoros (Lambriniadis) in seinem kurzen Schreiben. Zypern sei eine "moralische Frage" für alle, aber noch mehr für die orthodoxen Gläubigen in Amerika, die durch den "gemeinsamen Glauben und das gemeinsame Blut" mit den Brüdern und Schwestern auf Zypern geeint seien.


Die Invasion der türkischen Armee vor 45 Jahren habe durch die Vertreibung so vieler Einwohner, die zu "Flüchtlingen in der eigenen Heimat" geworden seien, durch die gewaltsame Teilung der Insel, die bis heute andauert, ein "schreckliches Unrecht" verschuldet. Man dürfe niemals vergessen, dass die orthodoxe Kirche von Zypern von den Aposteln Paulus, Barnabas und dem Evangelisten Markus begründet worden sei und dass diese Kirche durch das Ökumenische Konzil von Ephesos im Jahr 431 das Statut der Autokephalie erhalten habe.

Das Inselvolk der Zyprioten habe in seiner mehrtausendjährigen Geschichte viel gelitten, aber es habe alle Arten von Prüfungen und Heimsuchungen überstanden. Die Gewalt löse nur neuerliche Gewalt aus, erinnerte Erzbischof Elpidophoros, niemals bedeute sie eine Lösung für die menschliche Familie. Die Großmächte und die Nachbarländer müssten mit Zypern verhandeln und sich nicht einmischen, denn: "Es sind die Zyprioten allein, die den Frieden herbeiführen können".

Abschließend appellierte Erzbischof Elpidophoros. "Wir sollen nicht nur als orthodoxe Brüder und Schwestern, sondern auch schlicht und einfach als Menschen für Gerechtigkeit und eine unmittelbare Lösung für Zypern beten." Er bete um eine "rasche und gerechte Lösung für alle Zyprioten" sowie um Hoffnung und "nationale Einheit, die zum Frieden und zum Wohlstand für alle führt".

Der Bischof mit dem bürgerlichen Namen Ioannis Lambriniadis wurde 1967 in Istanbul/Türkei geboren und war dort aufgewachsen. Sein Theologiestudium absolvierte er im griechischen Thessaloniki, danach studierte er noch einige Zeit Philosophie in Bonn/Deutschland. Am 22. Juni 2019 wurde er als Erzbischof der griechisch-orthodoxen Kirche von Amerika installiert, er ist der erste türkische Staatsbürger, der dieses Amt innehat.

Inthronisierung von Elpidophoros Lambriniadis als griechisch-orthodoxer Erzbischof von Amerika am 22.6.2019 (engl.)


Copyright 2019 Katholische Presseagentur KATHPRESS, Wien, Österreich
Alle Rechte vorbehalten


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Lesermeinungen

 Smaragdos 24. Juli 2019 
 

Elpidophoros muss es heissen im fettgedruckten Text (nicht Elipdophoros), was "Hoffnungsträger" heisst.


0
 
  24. Juli 2019 
 

Eine schöne Insel mit drängenden Problemen

Die türkische Staatsmacht hält den Norden Zyperns militärisch besetzt und hat dort ein Marionettenregime installiert. In der Tat sind viele Zyprioten Flüchtlinge im eigenen Land bzw. auf ihrer eigenen Insel; auch türkische Zyprioten, die vom Süden in den Nordteil der Insel gegangen sind. Aber die weitaus meisten sind Christen, die vom Norden in den Südteil wechseln mußten. Von der Türkei sind seit 1974 viele "Festlandstürken" in den Norden umgesiedelt worden, was eine Lösung weiter kompliziert.
Zypern, der südliche Teil, ist seit langem Mitglied der EU, aber Brüssel kümmert sich wenig um eine gute und gerechte Lösung dieses Problems. Die türkischen Präsidenten wie z.B. Erdogan sind damit meines Wissens noch nie offen konfrontiert worden.

Zypern ist ein sehr gutes Reiseziel auch wegen seiner langen christlichen Geschichte wie der Erzbischof sagt. In der gleichnamigen Kirche St. Lazarus in der Stadt Lanarca befinden sich die Gebeine des hl. Lazarus, den Jesus auferweckt hatte.


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