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Pater Richard Henkes wurde im Limburger Dom seliggesprochen

16. September 2019 in Deutschland, 2 Lesermeinungen
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Kurienkardinal Koch würdigte Henkes als „Märtyrer der Nächstenliebe aus Liebe zu Christus“ - Liebe, Opfer und Kreuz: Diese Begriffe seien untrennbar verwoben in Leben und Wirken des Pallottinerpaters, der sich selbst als „Opferpriester“ bezeichnete


Limburg-Vatikan (kath.net/pbl) „Du kannst allen sagen, dass ihre Sorgen auch meine Sorgen bleiben und dass ich noch mehr für das Wohl der Gemeinde opfere und bete. Solange nicht Friede in der Welt herrscht, wird diese meine Sorge nicht abnehmen.“ Brief Richard Henkes aus dem KZ Dachau 1943.

Richard Henkes kann jetzt als Seliger angerufen und als Märtyrer verehrt werden: Kurt Kardinal Koch hat den Pallottinerpater aus Ruppach-Goldhausen am Sonntag, 15. September, im Hohen Dom zu Limburg für sein Lebenszeugnis seliggesprochen. Der Kurienkardinal aus Rom verlas als Delegat des Papstes das entsprechende Schreiben von Franziskus, in dem Henkes als „heroischer Zeuge der christlichen Liebe“ und als „unerschrockener Verkünder des Evangeliums“ gewürdigt wird. Pater Henkes hatte unter dem Terrorregime der Nationalsozialisten im Konzentrationslager Dachau freiwillig sein Leben im Dienst an typhuskranken Mitgefangenen hingegeben. Er war wegen seiner Regimekritik inhaftiert worden. Sein Gedenktag ist auf den 21. Februar festgelegt worden.


Es war die erste Seligsprechung im Limburger Dom: Zusammen mit Diözesanbischof Georg Bätzing und dem Generalrektor der Pallottiner Pater Jacob Nampudakam feierten knapp 1500 Gläubige, darunter mehrere Bischöfe aus Deutschland und der Weltkirche, viele Pallottiner und Vertreter weiterer Gemeinschaften und Orden sowie Vertreter der Politik diese ungewöhnliche Premiere. Unter anderem waren der rheinland-pfälzische Minister für Wissenschaft, Weiterbildung und Kultur Konrad Wolf und der hessische Kultusminister Alexander Lorz anwesend. Und ein Amtsträger konnte sich auch als Privatperson über diese Feier freuen: Der Bürgermeister von Ruppach-Goldhausen Klaus Henkes ist ein Großneffe des neuen Seligen. Mit dem Schönstatt-Pater Vinzenz Henkes feierte auch ein direkter Neffe Richard Henkes‘ mit. Ebenfalls mit dabei waren der Generalpostulator Pater Adam Golec und der Vize-Postulator des Seligsprechungsverfahrens Pater Manfred Probst von den Pallottinern. Auch Vertreter des Vereins „Selige von Dachau e.V.“ und der Ackermann-Gemeinde kamen eigens nach Limburg.

Wegen des großen Interesses wurde das Ereignis zusätzlich auf die Domplatte und in die Stadtkirche übertragen. Unter den Gästen waren etwa 250 Besucher aus Tschechien, wo Pater Henkes zuletzt wirkte. Die Verständigung zwischen Deutschen und Tschechen war ihm ein Herzensanliegen. Henkes Heimatgemeinde Ruppach-Goldhausen pflegt mit dem tschechischen Strahovice eine Gemeindepartnerschaft. Entstanden ist sie im Zuge des Seligsprechungsverfahrens, das von Bischof em. Franz Kamphaus – auch unter den Mitfeiernden an diesem besonderen Tag – im Jahr 2003 eröffnet worden war. Im Dezember 2018 erkannte Papst Franziskus das Martyrium von Pater Henkes an.

Dokumentarfilm über den Pallottinerpater Richard Henkes



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Lesermeinungen

 Wäller 17. September 2019 
 

Das ist doch was

Innerhalb eines Jahres eine Heilig- und eine Seligsprechung von Menschen aus dem Bistum LIMBURG.


0
 
  16. September 2019 
 

Seliger Pater Richard Henkes - bitte für uns und für die streitende Kirche auf Erden

Lege Fürsprache für die Priester und Bischöfe ein, dass sie - deinem Beispiel folgend - zu glaubwürdigen Zeugen und Verkündern des Evangeliums werden.


4
 

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