Login




oder neu registrieren?


Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:







Top-15

meist-diskutiert

  1. Endgültiger Bruch mit Rom droht: Priesterbruderschaft St. Pius X. kündigt Bischofsweihen an
  2. Der Vatikan ist in Kontakt mit der Bruderschaft St. Pius X., um eine Spaltung zu vermeiden
  3. Bischof Oster legt nach: Grundsatzkritik am (deutsch-)Synodalen Weg
  4. Bischof Oster: „In der Sache selbst war ich ja in mehrfacher Hinsicht kritisch“
  5. Bischöfe und Funktionäre im Paralleluniversum
  6. Kardinal Müller: „Von der ‚Kirche des Franziskus‘ zu sprechen“, „das ist für mich eine Häresie“
  7. Kard. Müller nach Gespräch mit Papst Leo: „Atmosphäre ist von wechselseitigem Vertrauen bestimmt“
  8. Weihen ohne päpstliche Erlaubnis geplant: Papst Leo XIV. berät mit Vatikanbehörde
  9. Öffentlich-rechtlicher Sender SWR konfrontiert Ordensfrau mit obszöner Frage
  10. Hunderte Einsprüche gegen Pfarrauflösung in der Diözese Linz - Keine Antworten aus Rom
  11. Medienkrise verschärft sich: Dramatische Auflagenverluste für Tageszeitungen in Deutschland
  12. Schwere Zensur-Vorwürfe aus den USA: EU unterdrückt die Meinungsfreiheit
  13. „Weitergabe des Glaubens von Generation zu Generation scheiterte, Neuevangelisierung ist notwendig“
  14. Massive Medienvorwürfe gegen den Priester Wolfgang Rothe als Mitglied des Betroffenenbeirats
  15. Papst Leo XIV.: 'Abtreibung ist der größte Zerstörer des Friedens'

Einheit der Christen: ‚Sie haben uns mit Freundlichkeit behandelt’

22. Jänner 2020 in Aktuelles, 4 Lesermeinungen
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


Franziskus: ökumenische Gastfreundschaft und Menschenfreundlichkeit gegenüber den Migranten. Von Armin Schwibach


Rom (kath.net/as) „Als wir gerettet waren, erfuhren wir, dass die Insel Malta heißt. Die Einheimischen erwiesen uns ungewöhnliche Menschenfreundlichkeit; sie zündeten ein Feuer an und holten uns alle zu sich, weil es zu regnen begann und kalt war. Sie erwiesen uns viele Ehren und bei der Abfahrt gaben sie uns alles mit, was wir brauchten“ (Apg 28,1-2.10)

In der heutigen Katechese zur dritten Generalaudienz des Jahres 2020 ging Papst Franziskus auf die aktuelle Gebetswoche für die Einheit der Christen ein und unterstrich die Bedeutung der Menschenfreundichkeit und Gastfreundschaft.

Der Papst ging von dem im Abschnitt aus der Apostelgeschichte berichteten Schiffbruch aus. Der Glaube sage Paulus, dass sein Leben in Gottes Hand liege, dass er Jesus von den Toten auferweckt habe und dass er ihn, Paulus, dazu berufen habe, das Evangelium bis an die Enden der Erde zu tragen. Sein Glaube sage ihm auch, dass Gott nach dem, was Jesus offenbart habe, ein liebender Vater sei.

Die Gastfreundschaft sei eine wichtige ökumenische Tugend. Zuallererst bedeute sie die Anerkennung, dass andere Christen wirklich unsere Brüder und Schwestern in Christus seien. Es handle sich um keinen einseitigen Akt der Großzügigkeit, denn wenn wir andere Christen aufnähmen, begrüßten wir sie als ein Geschenk, das uns gemacht worden sei.


Wie die Malteser „werden wir dafür belohnt, denn wir erhalten das, was der Heilige Geist in unsere Brüder und Schwestern gesät hat, und das wird auch für uns zum Geschenk. Christen einer anderen Tradition willkommen zu heißen bedeutet in erster Linie, Gottes Liebe zu ihnen zu zeigen, weil sie Kinder Gottes sind, und auch das zu begrüßen, was Gott in ihrem Leben erreicht hat“.

Ökumenische Gastfreundschaft „erfordert die Bereitschaft, anderen Christen zuzuhören und dabei ihre persönliche Glaubensgeschichte und die Geschichte ihrer Gemeinschaft zu berücksichtigen. Zur ökumenischen Gastfreundschaft gehört der Wunsch, die Erfahrung, die andere Christen mit Gott machen, kennen zu lernen und die Erwartung, die damit verbundenen geistlichen Gaben zu empfangen“.

Heute sei das Meer, auf dem Paulus und seine Gefährten Schiffbruch erlitten hätten, wieder ein gefährlicher Ort für das Leben anderer Seeleute. Überall auf der Welt „sind Migranten und mit riskanten Reisen konfrontiert, um Gewalt, Krieg und Armut zu entkommen. So wie Paulus und seine Gefährten Gleichgültigkeit erfahren, so erleben sie auch die Feindseligkeit der Wüste, der Flüsse, der Meere“.

Aber leider begegneten sie manchmal auch Feindseligkeiten, „die viel schlimmer sind als die der Menschen. Sie werden von kriminellen Menschenhändlern ausgebeutet. Siie werden von einigen Regierenden als Zahl und als Bedrohung behandelt. Manchmal werden sie von der mangelnden Gastfreundschaft als eine Welle der Armut oder der Gefahren, vor denen sie geflohen sind, zurückgewiesen“.

Als Christen müssten wir gemeinsam daran arbeiten, so Franziskus abschließend, den Migranten die Liebe Gottes zu zeigen, die von Jesus Christus offenbart worden sei. Wir könnten und müssten bezeugen, dass es nicht nur Feindseligkeit und Gleichgültigkeit gebe, „sondern dass jeder Mensch für Gott wertvoll ist und von ihm geliebt wird“.

Die noch immer zwischen uns bestehenden Trennungen verhinderten, dass wir voll und ganz das Zeichen der Liebe Gottes zur Welt seien, was unsere Berufung und Mission sei. Wenn wir gemeinsam daran arbeiteten, Gastfreundschaft zu leben, insbesondere gegenüber denjenigen, deren Leben am verwundbarsten sei, „werden wir bessere Menschen, bessere Jünger und ein geeinteres christliches Volk sein. Sie wird uns der Einheit näher bringen, die Gottes Wille für uns ist“.


Die Pilger und Besucher aus dem deutschen Sprachraum begrüßte der Heilige Vater mit den folgenden Worten:

Einen herzlichen Gruß richte ich an die Pilger und Besucher deutscher Sprache. Die Gastfreundschaft, die wir vor allem den Migranten gewähren, ist ein Zeugnis für Christus. Wir machen unseren Mitbürgern deutlich, dass Gott alle Menschen liebt und jeder Einzelne für ihn kostbar ist. Der Heilige Geist geleite euch auf allen euren Wegen!


Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

 SalvatoreMio 23. Jänner 2020 
 

Den eigenen Glauben nicht kennen -

@hape: das ist das Problem, das immer weiter um sich greift! Mittlerweile hat sich schon herumgesprochen: "Wir haben doch alle nur den einen Gott!" - aber viel mehr interessiert auch nicht. Und so mancher Priester ebnet auch schon dies und das an der Eucharistiefeier ein. Es ist überaus fatal, dass der SYNODALE WEG SICH NICHT BESCHÄFTIGEN WILL MIT UNSERER MISSIONIERUNG! Das wäre das dringlichste Thema!


3
 
 Winrod 23. Jänner 2020 
 

Und wer behandelt die Christen

mit Menschenfreundlichkeit?
In diese offene Wunde müsste unser Papst auch mal deutlicher die Finger legen.


8
 
 ottokar 22. Jänner 2020 
 

Ich werde nicht klug aus unserem Pontifex

Der Papst hat die vordringlichste Aufgabe unseren katholischen Glauben zu verteidigen und diesen als einzig wahren Glauben zu lehren . Bei allem Respekt vor anderen Religionen habe ich von unserem Papst noch nie vernommen, dass der katholische Glaube für ihn der einzig richtige , der einzig heilige Glaube (una sancta catholica) ist (vgl.AbuDhabi Erklärung). Natürlich sind wir als Katholiken einer Meinung, dass alle Menschen Brüder und Schwestern und vom gleichen Gott geschaffen sind. Das bedeutet aber nicht, dass wir den Glauben unserer Brüder und Schwestern, die eine andere Religion bekennen, gleichwertig mit unserem katholischen Glauben gelten lassen.Vielmehr sollten wir uns bemühen, diese von unserem Glauben zu überzeugen,dass nämlich Gott Schöpfer dieser unserer Welt ist, Jesus Christus Mensch gewordener Sohn Gottes und seine Realpräsenz im Sakrament des Altares Tatsache ist,dass Maria jungfräulich den Gottessohn geboren hat, dass es Sündenvergebung sowie Himmel und Hölle gibt.


8
 
 Mehlwurm 22. Jänner 2020 

Migranten Gastfreunschaft gewähren

Bei der Gastfreundschaft erwartet der Gastgeber, dass der Gast sein Haus auch wieder verlässt. Der Gast darf die Gastfreundschaft nicht überstrapazieren.
"Bei der Abfahrt gaben sie uns alles mit, was wir brauchten." Diesen Aspekt hat unser Kirchenoberhaupt unter den Tisch fallen lassen. Die Perspektive, dass die Migranten wieder in ihre Heimat zurückkehren, fehlt mir.


13
 

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu

Generalaudienz

  1. Liebst du mich? – Das Gespräch zwischen Jesus und Petrus
  2. Kohelet: die ungewisse Nacht des Sinns und der Dinge des Lebens
  3. Judit. Eine bewundernswerte Jugend, ein großzügiger Lebensabend.
  4. Noomi, das Bündnis zwischen den Generationen, das die Zukunft eröffnet
  5. Ehre deinen Vater und deine Mutter: Liebe zum gelebten Leben
  6. Der Osterfriede und Dostojewskis Legende vom Großinquisitor
  7. Treue gegenüber der Heimsuchung durch Gott für die kommende Generation
  8. Das Abschiednehmen und das Erbe: Erinnerung und Zeugnis
  9. Das Alter, eine Ressource für die unbeschwerte Jugend
  10. Die Langlebigkeit: Symbol und Chance






Top-15

meist-gelesen

  1. ISLAND-REISE - KOMMEN SIE MIT! - Eine Reise, die Sie nie vergessen werden!
  2. Endgültiger Bruch mit Rom droht: Priesterbruderschaft St. Pius X. kündigt Bischofsweihen an
  3. Oktober 2026 - Kommen Sie mit nach SIZILIEN mit Kaplan Johannes Maria Schwarz!
  4. Große kath.net-Leserreise nach Rom - Ostern 2027 - Mit P. Johannes Maria Schwarz
  5. Kard. Müller nach Gespräch mit Papst Leo: „Atmosphäre ist von wechselseitigem Vertrauen bestimmt“
  6. Nach „Wort zum Sonntag“: Staatsanwaltschaft ermittelt weiter gegen Pastorin Behnken
  7. Kardinal Müller: „Von der ‚Kirche des Franziskus‘ zu sprechen“, „das ist für mich eine Häresie“
  8. Öffentlich-rechtlicher Sender SWR konfrontiert Ordensfrau mit obszöner Frage
  9. Papst Leo XIV.: 'Abtreibung ist der größte Zerstörer des Friedens'
  10. Der Vatikan ist in Kontakt mit der Bruderschaft St. Pius X., um eine Spaltung zu vermeiden
  11. Bischöfe und Funktionäre im Paralleluniversum
  12. Massive Medienvorwürfe gegen den Priester Wolfgang Rothe als Mitglied des Betroffenenbeirats
  13. Ist Jesus der Herr?
  14. Schwere Zensur-Vorwürfe aus den USA: EU unterdrückt die Meinungsfreiheit
  15. Bischof Oster: „In der Sache selbst war ich ja in mehrfacher Hinsicht kritisch“

© 2026 kath.net | Impressum | Datenschutz