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„Wer Menschen und Vereinigungen als ‚Krebsgeschwür‘ bezeichnet…“

13. Februar 2020 in Kommentar, 20 Lesermeinungen
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„Die politische Kultur und die Demokratie wurden durch die Eskalationen rund um den denkwürdigen Wahlvorgang von FDP-Ministerpräsident Thomas Kemmerich nachhaltig beschädigt.“ Gastkommentar von Mechthild Löhr/Christdemokraten für das Leben


Berlin (kath.net/CDL) CDU und FDP gehen aus dem politischen Desaster im Thüringer Landtag als Verlierer, der ehemalige und wahrscheinlich in absehbarer Zeit dann wieder neu ins Amt gewählte Ministerpräsident Bodo Ramelow von der Linken als Gewinner hervor. Ob die AfD sich wieder erholt und in Thüringen erneut zulegt, ist noch ungewiss. Die politische Kultur und die Demokratie aber wurden durch die Eskalationen rund um den denkwürdigen Wahlvorgang von FDP-Ministerpräsident Thomas Kemmerich nachhaltig beschädigt.

Der überraschend angekündigte Rücktritt von Annegret Kramp-Karrenbauer, kurz AKK genannt, als CDU-Vorsitzende und ihr Verzicht auf die Kanzlerkandidatur offenbart schlagartig die Tiefe der inhaltlichen und personellen Krise und die weiter wuchernde Zerrissenheit in der CDU. Die Situation in Thüringen ist wohl, so ließ es auch AKK anklingen, nur der finale Schlusspunkt eines Prozesses der Entfremdung zwischen der Parteivorsitzenden und ihrer Partei, wie dies aus anderen Gründen zuvor auch schon die ehemalige Parteivorsitzende und immer noch amtierende Bundeskanzlerin Angela Merkel erfahren hatte.

Als dramatisch wird in diesen Tagen auch der weiter zunehmende Verfall der innerparteilichen Diskussionskultur angesehen. Nicht nur Mitglieder von CDU/CSU sehen diese Entwicklung und die Schwächung und kontinuierlichen Wahlverluste der Union mit wachsender Sorge. “Der Kompass der Partei liegt in Trümmern, zentrale Fragen sind ungeklärt…” so beschreibt Ulf Poschardt, Chefredakteur der WELT, zu Recht die Situation. Wie die öffentliche Debatte gegenwärtig zeigt, soll nun offensichtlich ausgerechnet in der erst 2017 innerhalb der Unionsmitgliederschaft gegründeten kleinen, aber aktiven WerteUnion ein “Sündenbock” für zahlreiche Wahlverluste und inhaltliche Spannungen gefunden werden, was geradezu absurd erscheint. Sichtbar wird dies, wenn die sich ehrenamtlich für eine werteorientierte, konservative Politik engagierenden Mitgliederschaft der WerteUnion seit der Thüringen-Wahl öffentlich wie innerparteilich in teilweise so diffamierender Weise scharf angegriffen wird, als verschuldete ausgerechnet sie den krachenden Misserfolg in Thüringen.

Vielmehr offenbart die katastrophale Lage dort grundlegende innerparteiliche Konflikte und Neujustierungen von Machtverhältnissen, die größter Aufmerksamkeit bedürfen.

Mit dem CDU-Parteitagsbeschluss vom Dezember 2018 wurden eine Zusammenarbeit und Absprachen mit der Linken ebenso wie mit der AfD ausgeschlossen und damit ein klarer Kurs gefunden. Daher durfte es eindeutig weder eine Unterstützung von CDU-Mandatsträgern für einen linken Ministerpräsidenten Ramelow noch Stimmen für die Wahl eines möglichen AfD-Kandidaten geben. Wenn überraschend der Kandidat der FDP von Abgeordneten der AfD als Ministerpräsident mitgewählt wurde, hätte er diese Wahl nicht annehmen müssen. Das war ein gravierender Fehler. Ganz besonders besorgniserregend für unsere politische Kultur ist das, was sich nach dieser Wahl im Lande abgespielt hat.

Der nur kurzzeitig amtierende, bereits wieder zurückgetretene und nach der Landesverfassung nur noch geschäftsführende FDP-Ministerpräsident Kemmerich und dessen Familie mit sechs Kindern werden offensichtlich von sogenannten antifaschistischen linken Kräften persönlich bedroht. Ebenso wird die gesamte FDP bundesweit mit tätlichen Angriffen und verbalen Attacken überzogen, wie dies bisher nur die AfD erlebt hat. Dies zeigt eine neue Eskalationsstufe von Gewalt und Demokratiefeindlichkeit seitens der Linken, die sich weiter anschickt, Thüringen mit einer Minderheitsregierung regieren zu wollen.


Die Kanzlerin und ihr CDU-Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier haben auf diese schwerwiegenden Vorgänge aber nur mit beiläufiger Empörung, dafür aber mit der sofortigen Absetzung des bislang geschätzten Ostbeauftragten der Bundesregierung Christian Hirte (CDU) und dessen Entlassung als parlamentarischem Staatssekretär im Bundeswirtschaftsministerium reagiert. Mit dieser öffentlichen Degradierung sollte bewusst auch die Thüringer CDU abgestraft werden, deren stellvertretender Landesvorsitzender der sich seinem bisherigen Amt intensiv für die Anliegen der neuen Bundesländer einsetzende Christian Hirte ist.

Dieses rigorose Durchgreifen an falscher Stelle mutet wie reine und vor allem um wohlfeilen öffentlichen Beifall heischende Ersatzhandlung und Willkür an. Hirte ist für die Fehlentwicklung in Thüringen weder erstzuständig noch persönlich verantwortlich. Über die bedrohliche Lawine von Anschlägen auf und Drohungen gegenüber FDP-Funktionsträgern und -Einrichtungen aber verlieren Merkel u. a. leider kaum ein Wort und analysieren diese demokratiegefährdende Situation auch nicht. Vielleicht erscheint dies nicht opportun. Denn die immer gewalttätigeren Attacken kommen hier nicht von rechts, sondern aus dem linksextremistischen Lager, mit dem die Linkspartei seit langem ganz offen paktiert und sogar gemeinsam zu gewaltbereiten Aktionen einlädt. Und dies nicht nur beschränkt auf Thüringen und die neuen Bundesländer, sondern bundesweit. Dabei baut Die Linke weiterhin fest auf die Unterstützung der Kommunistischen Plattform, die innerhalb der Partei offiziell integriert ist und ihre Büros und Mitarbeiter auch in der Bundesgeschäftsstelle der Linken angesiedelt hat. Davon haben sich weder die Führungsspitzen der Linkspartei, noch Bodo Ramelow jemals distanziert; vielmehr ist die Kommunistische Plattform sogar mit eigenen Delegierten auf den Parteitagen der Linken vertreten. Ebenso kann und darf mit dem Plazet der Führung der Linkspartei die systemkritische Parteigruppierung “Antikapitalistische Linke” agieren. Ferner gehört zur Linkspartei als parteiinterne “Arbeitsgemeinschaft” die anerkannt extremistische Gruppe “Cuba Sí”, ebenfalls mit Sitz und drei hauptamtlichen Mitarbeitern in der Bundesgeschäftsstelle angesiedelt, die vor allem die Menschenrechtsverletzungen in kommunistischen und sozialistischen Diktaturen verharmlost und bis heute Fidel Castros totalitäre Diktatur lobt. Soll etwa diese Linke anschlussfähig sein?

Erfreulicherweise hat sich die noch amtierende CDU-Vorsitzende Annegret Kramp-Karrenbauer abermals deutlich zur Unvereinbarkeit von politischen Bündnissen mit Rechts und Links geäußert und auch das CDU-Präsidium hat diese Position nochmals bekräftigt. Doch die Parteiführung der Union quälten in ihrer letzten Sitzung wohl noch andere Sorgen, als das weiterhin extremistische Profil der Linken offen zu kritisieren und dies als Teil des Problems der Entwicklung in Thüringen und anderswo zu thematisieren.

Ein kleiner Teil von ehemals führenden und heute um Beachtung ringenden Repräsentanten der Union verlegt sich seit Tagen vor allem darauf, gezielt die an Mitgliedern zahlenmäßig kleine, aber viel Zuspruch erfahrende und diskussionsfreudige WerteUnion zu attackieren. Diese Vereinigung sei eine „Beleidigung für alle CDU-Mitglieder“ formulierte es z. B. Tobias Hans, Ministerpräsident in Saarbrücken. Die von zumeist konservativ-liberalen und wertebewusst gestimmten, bürgerlichen CDU-Mitgliedern als parteinahes Dialogforum gegründete WerteUnion wird als zentrales und überaus gewichtiges Problem der CDU und als “Krebsgeschwür” und sogar angebliche “AfD-Hilfstruppe” bezeichnet, das nun mit einem ultimativen Unvereinbarkeitsbeschluss aus den Unionsparteien auszugrenzen sei.

Auch Annegret Kramp-Karrenbauer äußerte in einer Pressekonferenz, man müsse sich schon entscheiden, ob man als CDU-Mitglied noch Mitglied der WerteUnion sein solle. Tatsächlich wurde bei der Präsidiumssitzung am vergangenen Montag und der Bundesvorstandssitzung bereits intensiv ein Unvereinbarkeitsbeschluss erwogen, wenn auch noch nicht erlassen. Ein parteiliches “Verbot” gleichzeitiger Mitgliedschaft in der CDU und der WerteUnion steht damit weiterhin als Option und Drohung an die Mitgliedschaft im Raum. Jede inhaltliche Auseinandersetzung wird offensichtliche als überflüssig erachtet.

Wer die Gründung der WerteUnion, ursprünglich als konservativ-liberaler Arbeitskreis in der CDU/CSU konzipiert, durch Alexander Mitsch und zahlreiche weitere frühere Stipendiaten der Konrad Adenauer Stiftung miterlebt hat, kann diese Formulierungen und Vorschläge nur als absurd und partei- und demokratieschädigend empfinden. Die WerteUnion besteht zum größten Teil aus engagierten jüngeren Mitgliedern der CDU/CSU, die es sich angesichts gravierender inhaltlicher Kurswechsel der Union in zentralen politischen Themen zur Aufgabe gemacht haben, die konservativen Wurzeln der Partei wieder sichtbarer zu machen. Auf diese konservativen Fundamente hat sich die CDU neben weiteren liberalen und sozialen Aspekten in ihrer Programmatik aber seit ihrer Gründung stets berufen. In der WerteUnion als einer innerhalb der Union weiter wachsenden Basisbewegung haben sich politisch interessierte und engagierte Bürgerinnen und Bürger zu einem Verein zusammengeschlossen, um in persönlichen Begegnungen und offenen Diskussionen zentrale und kontroverse politische Fragen miteinander zu erörtern und zu vertiefen. Es werden Gespräche mit Mandatsträgern gesucht, Foren organisiert und Anträge für Bundesparteitage formuliert. Die Arbeit der WerteUnion ist transparent und zeigt eine innerhalb der CDU mittlerweile leider ungewohnt lebendige Kommunikationskultur, für die die Partei zwecks Belebung der innerparteilichen Diskussion offen und dankbar sein sollte. Denn hier reden und diskutieren bürgerlich Konservative aus der Mitte der Gesellschaft und nicht etwa rechte “Extremisten” miteinander. Viele Mitglieder der WerteUnion sind nicht nur in der Union, sondern auch außerhalb der Politik vielfältig engagiert und wollen sich hochmotiviert in die Basisarbeit der CDU vor Ort und auf Landes- und Bundesebene mit wichtigen Mitgliederanliegen einbringen. Viele von ihnen beobachten besorgt, dass konservative Positionen aus der Programmatik der Union im derzeitigen Regierungshandeln der GroKo keinerlei Platz oder Niederschlag mehr finden. Ein nun öffentlich angedrohter Unvereinbarkeitsbeschluss würde nicht nur diese hoch motivierten Parteimitglieder, sondern ebenso große Teile der Unionswählerschaft verprellen und irritieren. Damit würde unmissverständlich das Signal gesendet: “Überzeugte Konservative raus aus der Union!” Ausgrenzung, Diffamierung, Unvereinbarkeit, Ausschluss aber sind keine Kennzeichen einer pluralen und offenen Parteien- und Demokratiekultur; vielmehr offenbaren sie das Gegenteil von Vielfalt, Toleranz und Pluralismus.

Wenn nun ein ehemaliger Generalsekretär der CDU, Ruprecht Polenz, der CDU-Vorstand in NRW und Mitglieder des CDU-Präsidiums vehement einen “Unvereinbarkeitsbeschluss” fordern und sogar eine ansonsten auf Ausgleich bedachte, erfahrene Politikerin wie Kanzleramtsministerin Annette Widmann-Mauz und Elmar Brok (Ex-MdEP) entgleisend von einem “Krebsgeschwür” in der Partei sprechen, muss dies bei jedem Parteimitglied wie Demokraten Bestürzung auslösen. Ein erheblicher Teil der CDU/CSU-Mitglieder und -Wählerschaft verortet sich in Umfragen als konservativ-bürgerlich. Dies macht sich in vielen Politikfeldern fest, in denen eine konservative Handschrift im Sinne der Unionsparteien unter Kanzlerin Merkel dramatisch verloren gegangen ist. Es ist auch ein Verdienst der WerteUnion durch aktive Mitwirkung und Unterstützung der CDU/CSU gerade den vielen Wählern, die in den letzten Jahren von der Union enttäuscht wurden oder sich auch bereits von ihr abgewandt haben, deutlich zu machen, dass es auch weiter aktive konservative Kräfte in der Partei gibt, die die interne und öffentliche Debatte mitgestalten. Diese wichtige Wurzel des innerparteilichen Spektrums der CDU bewusst auszuschalten, könnte für die Partei sehr negative Konsequenzen haben. Die mageren und enttäuschenden Wahlergebnisse der CDU in den letzten Jahren zeigen deutlich, dass sie viele Wähler gerade im konservativen Spektrum bereits verloren hat. Es war und ist aber gerade in einer Volkspartei unerlässlich, mit allen Mitgliedern und Bürgern in einem offenen Gespräch zu bleiben. Sonst setzt man sich dem berechtigten Vorwurf der Diskriminierung Andersdenkender, der pauschalen Verunglimpfung und der Verurteilung und Diffamierung von Kritikern aus, die es wagen, den Führungsgremien und der Parteispitze zu widersprechen. Genau diese respektlose und dialogfeindliche kategorische Form der politischen und persönlichen Ausgrenzung erlebt jetzt die WerteUnion nun aber leider durch einzelne Unionsvertreter und auch im CDU-Präsidium. Werbung für die aktive Mitarbeit in einer Partei sieht anders aus.

Angesichts der schwierigen Lage, in der sich die Partei nach der fatalen Wahl in Thüringen und dem angekündigten Rückzug von Annegret Kramp-Karrenbauer befindet, ist ein frontaler Angriff auf das konservative Spektrum der Mitglieder und Wähler der Union, die sich mit ihrem Plädoyer für ihre Partei ganz klar gegenüber der AfD abgrenzen, weder sinnvoll und zulässig noch angebracht. Will die Union ihren Erfolg im bürgerlichen und konservativen Zentrum der Gesellschaft wieder vergrößern und verstärken oder will sie sich weiter Richtung links der Mitte bewegen? Was Kritiker in der WerteUnion zur Sprache bringen, sollte von der Partei aufmerksam zur Kenntnis genommen und nicht innerparteilich verboten werden. Sprech- und Denkverbote passen nicht in eine offene, demokratische Parteienkultur. Wer nur noch mit denen sprechen will, die links der gesellschaftlichen Mitte verortet sind, wird wohl die Mehrheit dieser Gesellschaft nur schwerlich noch erreichen und repräsentieren können. Wer in Zeiten des generellen Diskriminierungsverbots zudem mit verbalen Entgleisungen eigene Parteimitglieder diffamiert, sollte erst einmal das eigene, parteischädigende Demokratieverständnis kritisch überprüfen, bevor er anderen politischen Radikalismus vorwirft. Wer Menschen und menschliche Vereinigungen als “Krebsgeschwür” bezeichnet, vermittelt Hassgefühle und verrät das christliche Menschenbild und zeigt mit derart bösen und unmenschlichen Vergleichen, dass er um des bloßen Machterhaltes willen offenbar bereit ist, die politische Kultur in diesem Land nachhaltig zu schädigen.

Mechthild Löhr (Foto) ist die Vorsitzende der Christdemokraten für das Leben e. V. (CDL)

Archivfoto Löhr (c) CDL


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Lesermeinungen

 Konrad Georg 17. Februar 2020 
 

Ich mache auf Klimawandel

in der Diskussion hier.

Wir brauchen kein Dutzend Splittergruppen.
Die Werteunion soll geschlossen der AfD beitreten.
Das wäre zuerst ein gewaltiger Schlag gegen das Bashing der AfD, das unbeschreiblich verlogen ist. Dann könnten sogar die D.....in der CDU aufwachen, die sich nie um die fatale Wirkung des Religionsersatzes Ideologie gekümmert haben.
Der Beweis ist kinderleicht. Die SPD ist eine extremistische Partei, die gegen das Grundwohlbefinden der Bevölkerung kämpft: Ehe und Familie, Kindeswohl in der Krippe? (20 % im 4. LJ verhaltensauffällig), Dezimierung eines Drittels unseres Nachwuchses; fragen Sie Fiala. Ausplünderung der Bevölkerung. Die Armut an Kindern führt unweigerlich zur Altersarmut der Frauen, weil zu viele Frauen Arbeit nachfragen, haben die Hälfte dann nur Teilzeitjobs.
In unserem Land wird gelogen, daß sich die Balken biegen und die Masse der Leute befindet sich geistig im Delirium.
Man braucht nur die Reaktion auf die demokratische Wahl in Erfurt schauen.


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 Diadochus 14. Februar 2020 
 

Lamento

Frau Löhr sollte die Partei schleunigst verlassen. Da ist nichts mehr zu retten. Hat Sie die Umstände denn nicht früher bemerkt? Sie kann lamentieren und ihr Klagelied anstimmen. Das wars dann auch schon. Das Heft haben die Linken längst an sich gerissen, das heißt, die Katholiken haben schleunigst das Weite zu suchen. Die Religion ist für sie wie Opium für das Volk. Aber so offen wollen es Herr Brok und Frau Widmann-Mauz noch nicht bekennen, deshalb die beschönigende Rede von "Krebsgeschwür".


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 Steve Acker 14. Februar 2020 
 

und es geht weiter

der neue ostbeauftragte Wanderwitz
hat die AFD: "giftigen Abschaum" genannt.
Zitate von mitglieder einer Partei die sich christlich nennt !!

Werte-Union Sprecher Ralf Höcker hat sich grad vollständig aus der polititk zurückgezogen, nachdem er massiven Bedrohungen ausgesetzt war.


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 Ad Verbum Tuum 13. Februar 2020 

Ich sag's wieder: die Würfel sind gefallen.

So sehr ich Frau Löhr schätze, so wenig kann ich das Verbleiben der Werteunion bei der cDU nachvollziehen. Spätestens nach dem Koalitionsvertrag 2013 war glasklar, dass es mit der cDU nichts mehr wird. Die nzz hatte damals geschrieben: die cDU trat der SPD bei. Es ist doch völlig unwahrscheinlich, dass plötzlich 2/3 der jetzigen Führungsleute die bis dato blindgläubig Merkel unterstützen Macht und Mandat aufgeben.
In Thüringen hat die cDU leichtfertig die goldene Chance zur Ablösung der Kommunisten verstreichen lassen - nur keine böse Presse - und dafür jetzt eine Situation in der sie nur noch mehr verlieren kann.
Die AfD schließlich hat ein Programm das die Werteunion unterschreiben könnte - und der Schaden der D durch die CDU zugefügt wurde (Schuldenvergemeinschaftung, Messertote etc.) ist weitaus größer als das, was man der AfD als zukünftiges Handeln Böses zutraut. Und wie es Broder so schön sagte: den Regierenden sind die toten Juden des 3.R. wichtiger als die heute Lebenden.


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 girsberg74 13. Februar 2020 
 

In einem wichtigen Punkt in der Schule nicht aufgepasst, wie so viele andere auch.

Frau Löhr ist in ihrer Beschreibung des Zustandes der CDU nicht zu widersprechen, ganz im Gegenteil.
Sie liegt aber falsch, Zitat:
„Die politische Kultur und die Demokratie aber wurden durch die Eskalationen rund um den denkwürdigen Wahlvorgang von FDP-Ministerpräsident Thomas Kemmerich nachhaltig beschädigt.“

Die Wahl folgte strikt den Gesetzen der demokratischen Ordnung, denn Demokratie ist lediglich ein Entscheidungsverfahren, keine Werthaltung.
In einer noch nicht so alten Unterscheidung von „Demokratie“ versus „Volksdemokratie“ (Jacke vs. Zwangsjacke) war die Wahl lediglich aus „volksdemokratischer“ Betrachtung schiefgegangen.

Gelitten hat die Demokratie durch die Einmischung von Frau Merkel - zu Rom (?) weilend – sowie durch den FDP-Vorsitzenden und durch ein Heer von gedankenschwachen Hühnerinnen und Hühnern.


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 ottokar 13. Februar 2020 
 

Glasklare Analyse

Nach all dem Gesagten kann eigentlich nur Friedrich Merz die Union aus diesem Tief führen. Ich fürchte allerdings, dass Merkel das mit aller Kraft und List verhindern wird, da sonst ihre sozialistischen Endziele nicht erreicht werden können.Der drohende Untergang der CDU stärkt die Grünen, die mit ihren esotherischen, sozialistischen und gottlosen Vorstellungen ohnehin längst die Jugend begeistern und der SPD alle Säfte entzogen haben.Deshalb braucht es jetzt einen charakter-und wortstarken Politiker mit Überzeugungskraft und klar formuliertem Ziel, der auch-im Gegesatz zu Merkel, deren politische Leitlinie immer Kompromiss war- klug streiten kann. Dazu ist m.E. derzeit nur F.Merz in der Lage.Warum denn haben heute andernorts Politiker wie Trump oder Johnson (die ich keinesfalls mag)so grossen Erfolg? Weil sie auf den Tisch hauen und sich den Erfolg lautstark erkämpfen. Die NZZ schrieb kürzlich (abgekürzt): Der Wähler sehnt sich nach starken Männern mit Kontouren.


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 Authentisch 13. Februar 2020 

...2)
Mein persönlicher Eindruck ist, dass es aber leider dort auch Uneinigkeit gibt, was ist noch rechtens i. s. v. richtig oder doch radikal-...
In unseren Tagen besteht die Gefahr (von erneuter, wieder erstarkender) Radikalbereitschaft. Diese ist falsch und gehört nicht zur Demokratie.
Ich zähle mich politisch zur Mitte. Das (war?) ist für mich die Partei, die sich auf die christliche Werteordnung, zum Rechtsstaat bekennt, zur Gewaltenteilung: Legislative, Exekutive und Judikative. Und die die nach der Verfassung vorgegebenen Wege einhält.
Ich bete für Deutschland.


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 Quirinusdecem 13. Februar 2020 
 

@mphc

ich halte die Union nicht mehr für das kleiner Übel, (siehe Äußerungen wie Krebsgeschwür etc.). Zudem ist sie Mitglied der Blockparteien Deutschlands geworden, wie Thüringen zeigt. Damit wären auch "Die Linke" das kleinere Übel, oder eine der anderen Mitglieder dieser Blockparteien......Nein, nein, die Zeit von einem kleineren Übel zu sprechen ist sicherlich zu Ende


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 Winrod 13. Februar 2020 
 

Die CDU

sollte sich auf ihre demokratische Tradition besinnen und nicht zu totalitären Maßnahmen greifen. eigentlich sollte sie die Werteunion als ihren Markenkern und nicht als ihr "Krebsgeschwür" begreifen. ZU einer demokratischen Partei gehört eine gewisse Meinungsbreite und nicht eine Meinungsenge, die von einer tonangebenden Meinungsclique bestimmt wird.


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 Critilo 13. Februar 2020 
 

Was war ein gravierender Fehler?

Die Wahl anzunehmen? Wieso?


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 mphc 13. Februar 2020 

@Quirinusdecem

Mit warten allein ist nichts getan, da wird nichts besser. Aber reden, fragen, fragen, nicht aufgeben.
Bei der Dankesansprache in Würzburg hat Mechthild Löhr gesagt, das Wort vom hl. Johannes Paul II. bei seiner Amtsübernahme "Habt keine Angst" beflügelt sie. Und was hat er zuwege gebracht. Der Ostblock ist unblutig implodiert!
So sollen wir nicht resignieren, sondern an unserem Platz das tun, was möglich ist. Sie könnten ja Kontakt aufnehmen mit Mechthild Löhr .....
und bei der Wahl situationsgebunden das kleinste Übel wählen


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 nada te turbe 13. Februar 2020 
 

Das selbstverschuldete "Schicksal" der Deomocratia Christiana lässt grüßen

WENN diese Kanzlerette nicht SOFORT gegangen wird, wird sie ihr Zerstörungswerk fortsetzen!
Allerdings wartet ein männlicher "Mutti"-Ersatz in Person von Herrn Laschet (nomen est omen) auf ein gehorsames Fortführen der Abrissarbeiten.
Auch Herr Spahn, täte brav, was ihm gesagt wird...

Warum funktioniert das Macht-System Merkel so gut?

Weil SEHR VIELE, SEHR FEIGE und OPPORTUNISTISCH sind!
(Frau Lohr ausdrücklich ausgenommen!)

Die WERTEUNION ist ein LICHTBLICK
und wird nun gerade deshalb mit übelster Wortwahl angegriffen.

WER nicht KONFORM ist, wird ausgemustert.

Das erinnert schon SEHR an dunkle, sozialistische Zeiten vor und nach 1945.

Frau Merkel ist ja SED-sozialisiert und
nachweislich in sozialistischen Kadern geschult worden.

Wird sie und Ihre feige, opportunistische Clique nicht in die unverdiente Pension geschickt, wird
es die ehemals stolze Union endgültig pulversisieren !

Ist das sogar die Agenda!?

Ohne Alternativen:

nur noch "Konsens"-Einheitsbrei-
äh - Partei!


20

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 Quirinusdecem 13. Februar 2020 
 

mphc

...also weiter die Blockparteien wählen?


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 Authentisch 13. Februar 2020 

Vielen Dank, Frau Löhr und kath.net!

(2/2) Es ist NOT-wendend wichtig, dass eine „CDU“, wie sie die Gründerväter und –mütter sie angedacht haben, sich darauf besinnt und (wieder) hin-„reformiert“, UND mit „in de Blick nehmen der Anliegen der Menschen in der heutigen Zeit“ aufstellt.
Ungeachtet bleibt es deswegen schwierig, weil die „Menschen unserer Zeit“ gleichwohl ihre Werte-Basis verloren haben – oder zu verlieren Gefahr laufen.
Beten wir!


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 Dottrina 13. Februar 2020 
 

Danke, Frau Löhr!

Das ist eine sehr guten Analyse des Ist-Zustands der "C"DU. Konrad Adenauer würde im Grab rotieren, wenn er sähe, was aus der ehemals konservativ-christlichen CDU unter der linken Parteisoldatin Merkel ("Erika") geworden ist. Deutschland steuert immer mehr auf DDR 2.0 zu. Es wird Zeit, dem ein Ende zu setzen. Ginge es nach mir, würden die Mehrzahl der Antifa-Schergen im Gefängnis sitzen.


16

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 Salvian 13. Februar 2020 

Respekt und Anerkennung ...

... für diese vernünftige und glasklare Analyse, Frau Löhr! Auf Stimmen wie die Ihre zu hören, wäre aktuell die allerletzte Chance für die CDU. Wenn man aber die Phalanx der Merkel-Anhänger in Politik und Medien sieht, hat man den Eindruck, dass das Erbe Konrad Adenauers in Deutschland nicht mehr zu retten ist. Schon seit Jahrzehnten hat die CDU Schritt für Schritt ihre früheren christlichen Grundsätze verraten, um das Wohlwollen von eitlen linksliberalen Ideologen wie Heribert Prantl zu gewinnen.


13

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 Veritatis Splendor 13. Februar 2020 

Guten Morgen!

1. Warum löst sich die SPD auf? Weil die CDU per Linksruck an ihre Stelle getreten ist.

2. Warum aber gibt es das Koalitionsverbot mit der AfD? Das weiß ich auch nicht...


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 garmiscj 13. Februar 2020 

Politik der verbrannten Erde

Der Artikel von Mechthild Löhr zeigt - nur konkret und detailliert - was man als Außenstehende/r mit normalem Hausverstand längst begriffen hat. Merkel hat mit ihren ParteisoldatInnen ein linkes totalitäres Regime aufgebaut. Neu für mich ist, dass Konservative (man würde meinen die Kernschicht der CDU) nicht nur anderer Parteien, sondern auch in den eigenen Reihen denunziert und abgewatscht werden. Bessere Wahlhelfer als die Diktatorin und ihre Vasallen kann sich die AfD gar nicht wünschen. Am Ende dieses Regimes ist für die CDU und das ganze Land einmal Wunden lecken und schwierigste Aufbauarbeit notwendig.


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 mphc 13. Februar 2020 

Liebe Mechthild Löhr, geben Sie nicht auf.

Ihr Einsatz und der Einsatz der Werteunion ist unverzichtbar für die Zukunft Deutschlands.
Ich verstehe die Politikerinnen und Politiker in der CDU nicht, welche den Kern ihrer Partei amputieren wollen und damit wie Lemminge die Partei in den Abgrund führen.


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 Quirinusdecem 13. Februar 2020 
 

Totalitär

...wie lange wollen Sie, werte Frau Löhr, diese Spiel noch mitmachen? Die Unionsparteien stehen schon lange nicht mehr auf der wertkonservativen Seite. Nach Tühringen sin die Masken gefallen. Es gibt noch eine große Blockvereinigung aus CDU, CSU, SPD, Grünen, FDP und Linken und einer Oppposition aus AFD. Diese Oppositionspartei wird inzwischen mit allen demokratischen und undemokratischen, also totalitären Mitteln bekämpft. Immerhin reden wir von durchschnittlich 15 % der Bevölkerung!!!
Unsere Demokratie ist nicht am Tag der Wahl des Ministerpräsidenten sondern am Tag danach endgültig untergegangen. Das wird die Geschichtsschreibung dereinst zeigen. Also, liebe Frau Löhr, wenne es denn mit der AFD nicht geht, warum verlasst ihr nicht alle diese Blockpartei und gründet eine Eigene wertkonservative Union, als z.B. die WUD. Die Wähler warten darauf endlich eine wirkliche Opposition oder sollte ich sagen Alternative zu haben....anders wird das nichts


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