Login




oder neu registrieren?


Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:







Top-15

meist-diskutiert

  1. Fernández: „Miterlöserin“ in offiziellen Vatikandokumenten tabu, in der privaten Andacht erlaubt
  2. Vatikan macht sich für Monogamie in der Ehe stark
  3. Karmeliten-Pater Joshy Pottackal wird neuer Weihbischof im Bistum Mainz
  4. „Als katholischer Christ und als Hochschullehrer macht mich dieser Vorgang tief traurig“
  5. Papst Leo XIV. empfängt deutsche Theologin und Bätzing-Marx-Kritikerin Katharina Westerhorstmann
  6. Papst will für 2033 Treffen aller Kirchen in Jerusalem
  7. Latein nicht mehr erste Amtssprache im Vatikan
  8. 'Für mich gilt: Mein Leben liegt in der Hand Gottes'
  9. Mutig: Fürst Albert II. verweigert für Monaco die Ausweitung der legalisierten Abtreibung
  10. "Hassprediger und Hofnarr"
  11. R.I.P. Martin Lohmann
  12. Salzburg: Die drei Goldensteiner Ordensfrauen dürfen im Kloster bleiben, ABER...
  13. „Wir bestreiten das Recht einiger Bischöfe, für alle Bischöfe zu sprechen und handeln“
  14. Die (w)irren Begründungen der Diözese Linz bei dutzenden Pfarrauflösungen
  15. Drei Brücken zum Licht. Vom Zion zum Bosporus: Erneuerung der Einheit

Ein Heiliger für unsere Zeiten

20. Mai 2020 in Jugend, 2 Lesermeinungen
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


Papst Johannes Paul II. ruft uns sozusagen dazu auf, in Gottes Namen zu „kämpfen“, nicht nachzulassen, für unsere Werte einzustehen und uns nicht einschüchtern zu lassen. - Die Jugendkolumne von Viktoria Samp


Krakau (kath.net)

Zuletzt haben wir den 100. Geburtstag eines wunderbaren Papstes gefeiert, den viele von uns noch selbst erlebt haben. Er war ein großartiger Mensch, konnte zuhören, ermunternde Worte sprechen, war einfühlsam und hat viele Menschen um sich versammelt, vor allem junge Menschen. Heute feiern wir ihn schon als Heiligen. Während wir die meisten Heiligen nur von Bildern kennen, die in der Kirche oder Kunstgalerien hoch über unseren Köpfen angebracht sind oder von Figuren, zu denen wir aufschauen müssen, sehen wir hier auf einmal einen Menschen, dem wir vielleicht selber noch zu seinen Lebzeiten begegnet sind. Und wenn uns dieses Geschenk nicht zuteil geworden ist, so haben wir mit Sicherheit Videos von Johannes Paul II. gesehen, in denen er nach der Flugzeuglandung den Boden küsst, sich zu den Kindern bückt oder einfach freudig in die Kamera blickt. Er war einfach ein Mensch, so wie Du und ich, er war mitten unter uns und einer von uns. Heute ist er ein Heiliger.


 

Dieser Zusammenhang kann uns große Hoffnung machen: Heiligkeit ist nicht etwas, was nur Menschen aus ferner Vergangenheit passieren kann. Heiligkeit ist das Ziel unseres Lebens und der Wille Gottes für uns. Wir alle sind zur Heiligkeit berufen. Und wer kann uns das besser vormachen als ein Mensch, der noch vor nicht allzu langer Zeit mitten unter uns war?

 

Ich denke, Johannes Paul II. hat uns in vielen seiner Ansprachen und Schreiben den Weg dazu aufgezeigt. Wunderbare Worte fielen zum Beispiel an dem Gedenkort des Beginns des Zweiten Weltkrieges, Westerplatte. Hier kämpften polnische Soldaten eine Woche lang in einer eigentlich hoffnungslosen Lage um die besagte Westerplatte. Papst Johannes Paul II sagte an dem Gedenkort zu den versammelten jungen Menschen: „Jeder von Euch, junge Freunde, findet in seinem Leben sein „Westerplatte“. Ein Maß an Aufgaben, die man annehmen und erfüllen soll. Eine gerechte Sache, für die man kämpfen muss. […] Endlich – irgendeine Ordnung von Wahrheiten und Werten, die man erhalten und verteidigen muss, so wie Westerplatte, in sich und um sich herum. Ja, verteidigen, für sich und für die Anderen”.

 

Diese Worte geben Mut. Papst Johannes Paul II. ruft uns sozusagen dazu auf, in Gottes Namen zu „kämpfen“, nicht nachzulassen, für unsere Werte einzustehen und uns nicht einschüchtern zu lassen. Er hat diese Stellung selber vorgemacht, indem er jahrelang mit dem Kommunismus kämpfte, sich trotz des antikirchlichen Regimes auf sein Priestertum vorbereitete und auch in seinem alltäglichen Leben dem Gebet und Gott treu blieb. Wenn nicht wir, wer dann? Johannes Paul II. ist physisch nicht mehr unter uns, aber er kann es sein, indem wir uns seine Worte zu Herzen nehmen.

 

Wir bewundern diesen Papst und danken ihm für sein großartiges Pontifikat, aber wie oft bleiben wir an dieser Stelle stecken? Ich kann mir auch selber den Vorwurf machen, mich noch viel zu wenig mit seinen Worten auseinandergesetzt zu haben. Dabei ist er aber doch einer der jüngsten Heiligen, ein Mensch, der unsere Zeiten kannte und uns Botschaften hinterließ, die für unsere Zeiten noch aktuell sind. Die Medien haben es möglich gemacht, dass wir so ein reiches Erbe von ihm erhalten, so viele hinterlassene Schriften und Aufnahmen eines Heiligen haben. Nutzen wir dieses großartige Geschenk!


Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu

Johannes Paul II.

  1. Polnische Bischofskonferenz: „Wir appellieren um Respekt vor dem hl. Johannes Paul II.“
  2. „Genossen, wir haben ein Problem“ – So reagierten die Kommunisten auf die Wahl Karol Wojtyłas
  3. „Johannes Paul II. – Prophet der Hoffnung“
  4. Kann uns eine möglicherweise erfundene Anekdote über Johannes Paul II. Wahres lehren?
  5. Karol Wojtyła 1976: „Wir stehen vor der finalen Konfrontation zwischen Kirche und Antikirche“
  6. Als Papst Johannes Paul II. gegen die „gay pride“ Parade in Rom protestierte
  7. Studie entdeckt ‚Johannes Paul II. – Effekt‘ auf Geburtenrate in Lateinamerika
  8. Die geheimnisvolle Nonne, die half, die Ermordung von Papst Johannes Paul II. zu verhindern
  9. ‚Veritatis splendor – der 30. Jahrestag einer vergessenen Enzyklika’
  10. IRRE! - Theologe der 'Päpstlichen Akadamie für das Leben' für Abtreibung bis Schmerzempfinden






Top-15

meist-gelesen

  1. R.I.P. Martin Lohmann
  2. ISLAND-REISE - SOMMER 2026 - Eine Reise, die Sie nie vergessen werden!
  3. Papst Leo XIV. empfängt deutsche Theologin und Bätzing-Marx-Kritikerin Katharina Westerhorstmann
  4. Fairer Streiter für die Wahrheit – Ein Nachruf auf Dr. h.c. Martin Lohmann (14.3.1957-24.11.2025)
  5. „Als katholischer Christ und als Hochschullehrer macht mich dieser Vorgang tief traurig“
  6. Die (w)irren Begründungen der Diözese Linz bei dutzenden Pfarrauflösungen
  7. Karmeliten-Pater Joshy Pottackal wird neuer Weihbischof im Bistum Mainz
  8. Vatikan macht sich für Monogamie in der Ehe stark
  9. „Ich wünsche mir gebildete Laien!“ – Newman hätte Martin Lohmann als Beispiel genommen
  10. Fernández: „Miterlöserin“ in offiziellen Vatikandokumenten tabu, in der privaten Andacht erlaubt
  11. "Hassprediger und Hofnarr"
  12. Mutig: Fürst Albert II. verweigert für Monaco die Ausweitung der legalisierten Abtreibung
  13. „Wir bestreiten das Recht einiger Bischöfe, für alle Bischöfe zu sprechen und handeln“
  14. Papst will für 2033 Treffen aller Kirchen in Jerusalem
  15. "Was kümmert es den Mond, wenn ihn der Hund anbellt"

© 2025 kath.net | Impressum | Datenschutz