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„Warum tobt Felix Neumann so gegen katholische Selbstverständlichkeiten?“

22. Juli 2020 in Kommentar, 18 Lesermeinungen
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Generalvikar Michael Fuchs kritisiert Kommentar des „offiziell inoffiziellen“ DBK-Internetportals zu Vatikaninstruktion – Zuvor „ignoriert man Papstbrief, beginnt Synodalen Weg ohne Themen Evangelisierung und Ökologie“. Kommentar von Petra Lorleberg


Bonn-Regensburg-Vatikan (kath.net/pl) „Warum tobt Felix Neumann so gegen katholische Selbstverständlichkeiten?“ Das fragt der Generalvikar des Bistums Regensburg, Michael Fuchs, auf Facebook und verlinkt dazu den Artikel von Neumann auf katholisch.de mit dem Titel: „Nur der Pfarrer soll leiten: Rom zementiert den Klerikalismus. Kommentar zur neuen Vatikan-Instruktion“. Neumann ist Redakteur des „offiziell inoffiziellen“ Nachrichtenportals der Deutschen Bischofskonferenz, die Unterstützung dieses Portals ist der DBK jedes Jahr zwei Millionen Euro wert. Außerdem ist Neumann im Vorstand der (keineswegs konservativ-katholischen) „Gesellschaft Katholischer Publizisten“ (GKP). Fuchs erläutert weiter: „Da hat sich über die Jahre etwas von der Weltkirche wegbewegt, zunächst in der alltäglichen Praxis, dann nach und nach in Verkündigung und angeordneten Seelsorgestrukturen. Bald ignoriert man einen Papstbrief, beginnt einen ‚Synodalen Weg‘ ohne die zeitgemäßen Schwerpunkte Evangelisierung und Ökologie, stellt alles Sakramentale unter ‚Machtverdacht‘, scheitert in einer Diözese mit einer Radikalreform und wundert sich jetzt, dass Rom ‚pastorale Umkehr‘ und altbewährte katholische Strukturen nicht als Widerspruch, sondern als Innen und Außen eines notwendigen missionarischen Aufbruchs sieht. Umkehr und Besinnung tun jetzt not. Sonst bricht etwas weg, was schon arg an den Rand gerutscht ist.“


 

Hintergrund: Neumann hatte sich in seinem bissig-enttäuschten Kommentar zur vor zwei Tagen veröffentlichten "Instruktion: Die pastorale Umkehr der Pfarrgemeinde im Dienst an der missionarischen Sendung der Kirche" zu bemerkenswerten Formulierungen verstiegen: „Die Kleruskongregation zündet viele pastorale Nebelkerzen in ihrer neuen Instruktion zur ‚pastoralen Umkehr der Pfarrgemeinde im Dienst der missionarischen Sendung der Kirche‘, bevor sie jeden Versuch einer partizipativen Pfarreileitung so deutlich wie nie ausschließt.“ Die „Zeitdiagnose“ der Instruktion wirke, so Neumann, regelrecht „kurios“, wenn etwa „ein pfarrliches Leben aus ‚der Evangelisierung innewohnenden spirituellen Dynamik‘ angemahnt“ werde, „der Kongregation strukturell dann doch nur einfällt, eine möglichst scharfe Trennung zwischen dem Leitungsamt des Priesters und der Weltverantwortung der Laien einzuziehen“. Eine „maximal konservative Auslegung des Kirchenrechts“ wirke „geradezu komisch“, behauptete Neumann.

 

Dann vertrat der Redakteur des „offiziell inoffiziellen“ Internetportals der DBK weiter: „Die Einrahmung der engen Auslegung bestehender Normen durch eine angebliche Sorge um eine missionarische Kirche ist eine Farce. … Warum eine Zementierung der klerikalen Überhöhung des Priesters als alleiniger Letztverantwortlicher in allen Dingen der Evangelisierung dienen soll, bleibt ein Geheimnis der Autoren.“

 

Apropos Stichwort „Evangelisierung“: um den christlichen Glauben geht es Neumann in seinem Beitrag keineswegs. Die Stichworte „Jesus, Christus, Gott, Glaube“ kann man in seinem Kommentar mit der Lupe suchen, sie tauchen nicht als Zielwunsch Neumanns selbst auf.

 

Eigens darauf hingewiesen wird von Neumann darauf, dass „selbst bescheidenere Möglichkeiten wie der Verzicht des Pfarrers auf den Stiftungsratsvorsitz, der in der Nachbardiözese Freiburg möglich ist“, vor den Augen der Kleruskongregation „keinen Gefallen“ finde, vielmehr der Pfarrer „der ‚verantwortliche Verwalter des pfarrlichen Vermögens‘“ ist. Man wird bei Lesen erneut daran erinnert, dass der ideologische Grabenkampf in unserer Kirche den Wert und die gekonnte selbstreferentielle Ausbeutung der kirchlich-kirchensteuerlichen Pfründe sehr zu schätzen weiß .

 

Neumann kritisiert auch die angebliche „Römische Selbstbezüglichkeit“ und dass die bereits veränderten Pfarreistrukturen in einen deutschen Diözesen von Rom nicht wohlwollend von „Rom“ überprüft und wahrgenommen worden seien. Doch wer mit einem Finger auf andere deutet, bei dem deuten vier weitere Finger auf ihn selbst zurück: Spuren einer auch nur von ferne wohlwollenden Lektüre der Instruktion sind im Neumann-Kommentar nicht zu finden.

 

Der Kommentar von Neumann scheint nur die Spitze des Eisbergs zu sein: Die Instruktion erschien am Montag, es war dem Vatikan gelungen, dass vorher tatsächlich keine Gerüchtebugwelle an die Öffentlichkeit kam. Soll heißen: alle waren von der Veröffentlichung einer neuen Instruktion überrascht. Die Deutsche Bischofskonferenz hat die Instruktion auf ihrer Homepage veröffentlicht, hüllt sich darüber aber seit zwei Tagen in Schweigen. In den Sozialen Netzwerken finden sich dazu bereits Bemerkungen wie: „In einer ersten Stellungnahme wird die DBK schreiben, man werde die Instruktion ausführlich prüfen…“

Petra Lorleberg auf Twitter und auf Facebook.


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Lesermeinungen

 Alchemyst 22. Juli 2020 
 

Keine Diener der Wahrheit

Wer das Wort "Klerikalismus" gebraucht, offenbart damit, dass er Schwierigkeiten hat sich unterzuordnen, zu dienen, zu empfangen. Alle wollen sie gleich "wichtig" sein, wollen Macht ohne Vollmacht, wollen Herr sein, aber nie Knechtoder Magd. - Wir sind aber alle nur Diener, jede(r) an seinem Platz. Wie im Himmel so auf Erden.


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 wedlerg 22. Juli 2020 
 

@SCHLEGL: der Pfarrer von Ars

Als Naturwissenschaftler kann ich Ihnen schon zustimmen, dass Kenntnisse in Naturwissenschaft und Philosophie durchaus für einen Pfarrer hilfreich sein können.

Ich denke aber, dass kein Pfarrer so aktuell und nötig ist, wie der Typ des Pfarrers von Ars.

Das Problem der Kirche ist nicht, dass sie gegen naturwissenschaftliche Erenntnisse nichts zu sagen hätte, sondern, dass sie in in einer irrationalen Umgebung voller Hedonisten und Egoisten nicht mehr die beharrliche Gläubigkeit hochhalten will.

Das wäre dem Pfarrer von Ars, der sich in vielem, was mit Unterricht und Bildung zu tun hatte, schwer tat, nie passiert.

Heute werden zwar gerne pseudo-naturwissenschaftliche Gründe instrumentalisiert, aber die Kirche leidet v.a. unter Ideologien der Irrationalität: Gender, Klima, Mirgation und Antirassismus. All diese Disziplinen lehnen rationale und fundiert naturwissenscaftliche Argumente ab. Durchschauen und Entlarven ist das eine. Aber auch für die Wharheit eintreten/leiden das andere


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 SCHLEGL 22. Juli 2020 
 

Veritatis splendor

Zuerst Danke für die Blumen! Aber Sie haben wirklich manchmal einen Hang etwas misszuverstehen!
Natürlich war mein Hinweis auf die Beichte nicht so gemeint, als könne der Priester das dort erworbene Wissen gegenüber seinen Pfarrangehörigen ausnützen! Jeder Priester bekommt vor der Weihe einen eigenen Kurs zur Jurisdiktion der Beichte. Sowohl da, als auch beim Studium des Kirchenrechtes, wird auf diesen Umstand hingewiesen, dass nämlich das Wissen aus dem"Forum internum" niemals im "Forum externum" verwendet werden darf.
Da ich auch 25 Jahre am Dom Beichte hörte, meinte ich das pastorale Wissen um menschliche Situationen in Beruf, Familie, Schule und Studium, natürlich auch in schwerer und tödlicher Krankheit, oder als Ausländer/Flüchtling in fremdem Land.Diese pastoralen Erfahrungen kann der Laie nicht haben!


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 Winrod 22. Juli 2020 
 

Warum....?

weil er nicht mehr katholisch ist.


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 M.Schn-Fl 22. Juli 2020 
 

Was hat un-katholisch.de mit der Kirche zu tun.

Nichts! Weniger als die Kuh mit dem Sonntag. Aber gerade der von Petra Lorleberg richtig eingeordnete Artikel beweist einmal mehr, dass die Mehrheit unserer Bischöfe unfähig ist, sich gegen die Macht der Kirchenapparate und der eigenen Presse zu wehren.
"Am Gold hängt's, zum Golde drängt's."
Nur der totale Wegfall der Kirchensteuer, so meinen manche Gläubigen, würde hier Abhilfe schaffen. Irrtum! Solange noch ein paar Cent da sind, werden diese Leute sie an sich reißen, und die "mutigen" deutschen Bischöfe werden das abnicken. Trier hat es vor Jahren schon einmal vorgemacht. Als die Mittel für die Pastoral brutal zusammengestrichen wurden, erfolgte kein Abstrich bei der Verwaltung. Begründung: Diese müsse ja die Pastoral verwalten.
Aber: der Mensch denkt und Gott lenkt.


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 Veritatis Splendor 22. Juli 2020 

Schön, dass Sie endlich wieder richtig da sind,

@Msgr Schlegl!!! Es war schon ein bisschen langweilig ohne Sie :-)

Eine wichtige Anmerkung: Die Beichte darf unter keinen Umständen als Informationsquelle angesehen werden!! Was der Priester in der Beichte erfährt ist absolut tabu: wenn jemand bspw. einen Diebstahl/Raubmord beichtet, darf der Priester anschließend nichtmal vorsichtiger gegenüber dem Pönitenten sein. Er muss sich außerhalb so verhalten, als wüsste er absolut nix (solange er es nicht anderswoher auch erfährt)!

Die Haltung des Hl. Franziskus gegenüber mittelmäßigen, einfältigen Priestern halte ich für normativ :-)


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 SCHLEGL 22. Juli 2020 
 

@Veritatis Splendor

Ich muss Ihnen trotzdem ein bisschen widersprechen, was die Theologie betrifft. Vielleicht deshalb, weil ich mein ganzes Priesterleben in der Großstadt Wien und ebenso in einem naturwissenschaftlichen Realgymnasium gewirkt habe.
Der Priester muss, um in einer Stadtgesellschaft ernst genommen zu werden, durchaus ein solides theologisches und historisches Wissen haben. Kenntnisse in Naturwissenschaften und Philosophie sind auch wünschenswert. Schon der heilige Hieronymus († 420) schreibt: "Die heilige Einfalt nützt nur sich selber, aber sie schadet der Kirche Gottes umso mehr, Denn sie destruktiven Kräften nicht Widerstand leisten kann."
Ich hoffe im Gegensatz zu Ihnen nicht, dass es bei uns "einfältige" Priester gibt.
Der Priester kann nicht durch einen Laien ersetzt werden, weil diesem das Weihesakrament fehlt.
Der Laie kann auch deshalb nicht den Durchblick haben, weil er keine Beichten abnehmen kann.


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 Eisenherz 22. Juli 2020 
 

Wie Recht Generalvikar Fuchs nur hat!

Die katholische Praxis, von der sich Leute wie Herr Neumann entfernt haben, ist grob gesagt: Entfall des Sonntagsgottesdienstes und der Beichte, Annahme einer Verhütungsmentalität und Praktizieren von Verhütung. Durch diese sich aufstauenden Sünden Verlust der heiligmachenden Gnade und damit das Zunehmen von Hochmut und Stolz, der sich immer weiter und tiefer in die Seele eingräbt. Enden wird das in einer totalen Gegnerschaft zur Kirche verbunden mit Austritt und einem Hinterlassen verbrannter Erde, da sich die Kirchenführung ja nicht dorthin bewegen will, wo man seine Lebensführung mit der Lehre vereinbaren könnte. Es wäre wesentlich einfacher, würde viel Zeit und Geld ersparen, wenn diese Leute all diese Stadien nicht durchmachen, sondern gleich das Weite suchen und nach einer Bekehrung dann auch wieder früher in den Schoß der Kirche zurückkehren würden - wie heißt es doch so schön: Viele Schmerzen leidet, wer fremden Göttern folgt...
Bleiben sie bei Christus und nicht bei Baal!


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 nazareth 22. Juli 2020 
 

Jetzt brauchen wir nur noch erneuerte Priester die sich der Sünden der Vergangenheit bewusst sind,die oft wirklich ein falsches Verständnis von Leitung und Führung waren.Autorität nicht nur durch die Weihe und das ihnen übertragene Amt,Autorität durch heiliges Vorangehen,dienen,wertschätzen und dankbar Hilfe annehmen.Frauen sind oft genug der Motor,die Erzieher und der Hauptanteil der Gläubigen.Das Pendel konnte nur soweit ausschlagen,weil tatsächlich viel Reinigung nottut.Es gibt Menschen, die sich einbremsen sollen vor lauter Dienst(und Kommando-)Bereitschaft,vor allem auch Frauen,die sich in den Vordergrund drängen,nicht nur Männer aus Pfarrgemeinderäten und andere wohlmeinende Tonangeber der Pfarreien,damit Priester ihr Amt leben können.Aber es gibt auch viele Priester die das Leben der Kirche ersticken weil sie alles selber machen wollen oder sich nicht auf die Vielfalt der Spiritualitäten einlassen.Gemeinschaft statt Einsames und somit isoliertes Christsein wirkt anziehend heute


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 hape 22. Juli 2020 

@Veritatis Splendor

Herzlichen Dank für den Link zu dem offenen Brief von Pfarrer Michael Theuerl. Allein, dass dieser Brief schon aus 2014 stammt, macht mich nachdenklich. Die darin angesprochenen Probleme konnte also tatsächlich jeder wissen, der es wissen wollte. Trotzdem gingen die synodalen Vandalen mit einer Sturheit ihren Weg, die ihresgleichen sucht. Es war dringend nötig, das Rom hier die Bremse reinhaut. Ich gestehe, dass ich damit nicht mehr gerechnet hatte. Umso besser, dass Rom nun Entschlossenheit zeigt.


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 Rita1937 22. Juli 2020 
 

Solches Schreiben, bzw. Instruktion sollte schon vor 40 Jahren erscheinen, bevor die Experimente begonnen haben. Jetzt sind aus den Experimenten schon etablierte Gewohnheiten geworden, die nur schwer zu ändern sind. So ist wieder Pp Franziskus nicht schuld an der Misere. Gerade in der Schweiz, wo die Zahl der Priester auf der Hand zu zählen ist, ruft dieses Dokument der Glaubenskongregation nur Kopfschütteln auf. Junge Priester werden aus verschiedenen Gründen von Laien blockiert und die Bischöfe wie Bf. Felix in Basel halten nicht zu den Priestern. Selbst die ehrlichen Laien fürchten vor der Zukunft des Bistums. Und die gut bezahlte Laien, die die Leitung einer Pfarrei schon seit Jahrzehnten innehaben, kooperieren nur mit den alten Priestern oder den aus der Ausland stammenden(Afrika), die der deutschen Sprache nicht ganz mächtig sind, damit sie mit ihren Predigten "captatio benevolentie" bei den einfachen Gemeindemitgliedern oft nicht einschleichende Ruinierung der Gemeinde tarnen.


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 wedlerg 22. Juli 2020 
 

Wenn in den Gremien

nur noch Leute aus dem linksgrünen und roten Spektrum sitzen, dann ist natürlich klar, dass die vatikanischen Stopschilder als "reaktionär" kritisiert werden müssen.

Letztlich müssten all diese gremien einfach aufgelöst werden - nur so hätten Katholiken (also solche, die sich auch so sehen und nicht nur das Label missbruachen) wieder eine Chance auf Mitsprache.


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 Veritatis Splendor 22. Juli 2020 

Verdrängung der Priester

Die Instruktion schlägt ein wie eine Bombe ins Hornissen-Nest ;-)

Ein mir persönlich gut bekannter Berliner Priester hat 2014 diese schleichende Unterwanderung der hierarchischen (also auf das Heilige/Göttliche begründeten) Ordnung klar aufgedeckt:

https://www.freiewelt.net/reportage/katholischer-pfarrer-prangert-weg-zu-einer-anderen-kirche-an-10035147/

Die römische Instruktion kommt spät, hoffentlich nicht zu spät!

(@Schlegl: viele Laien haben durchaus Theologie studiert, das ist gerade nicht der Punkt. Die Sukzession und hierarchische Ordnung stehen auf dem Spiel. Kurzum: ein einfältiger, aber geweihter Priester kann nicht durch einen hochgebildeten Laien im Leitungsamt ersetzt werden. Das ist die innere Logik des kath. Glaubens in der apost. Tradition.)


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 SCHLEGL 22. Juli 2020 
 

@ottokar

Es ist sehr nett von Ihnen mich unter die Ordenspriester (Pater) einzureihen.
Aber ich bin nur Weltpriester (das schon 45 Jahre) des lateinischen und des byzantinischen Ritus und darüber hinaus war ich noch 40 Jahre Gymnasiallehrer. Aber es ist richtig und das ist besonders auch bei den Byzantinern Usus, den letzten Lebensabschnitt der geistlichen Vertiefung zu widmen, wozu auch durchaus eine solide theologische Weiterbildung zählt.Msgr.Erzpr. Franz Schlegl


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 ottokar 22. Juli 2020 
 

Alle Macht der Räten!

Pater Schlegl hat natürlich Recht. Nur kam in Bolschewismuszeiten der Befehl der Kirchenauflösung von oben, jetzt aber geschieht die Destruktion aus den eigenen Reihen.Diese wollen bestimmen, was zu glauben ist, denn sie meinen ja die Erkenntnis von oben erhalten zu haben. Gott bewahre uns vor dieser Destruktion. Wahrscheinlich bedeutet das Schreiben aus dem Vatikan einen letzten Versuch das Amt des Pfarrers zu retten. Denn sonst ist es gänzlich aus mit dem priesterlichen Nachwuchs.


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 SCHLEGL 22. Juli 2020 
 

Selbstverständlichkeiten

Papst Johannes Paul II hat eine Enzyklika unter dem Titel "ecclesia de eucharistia = die Kirche ist aus der Eucharistie" geschrieben. Deshalb ist der geweihte Priester als Vorsteher der Eucharistie auch Leiter der Gemeinde. Der Pfarrgemeinderat hat nur BERATENDE Funktion. Jeder Pfarrer wird sich doch Fachleute (besonders in Finanzangelegenheiten) als Mitarbeiter suchen! Als man den Pfarrgemeinderat eingeführt hat, äußerten ältere Priester die Befürchtung, es könne ähnlich wie in der Sowjetunion sein, wo der KGB Sympathisanten in den Starost= Kirchenvorstand eingeschleust hat. Diese haben dann mehrheitlich nicht selten die Schließung der Kirche durchgesetzt, was erst nach Ende der Sowjetunion bekannt geworden ist.
Es ist doch auch selbstverständlich, dass der Primar eines Spitals ein qualifizierter Facharzt ist, ebenso ein Schuldirektor ein ausgewiesener Pädagoge. Wie soll ein Laie geistliche Funktionen ausüben, wenn ihm sowohl die Theologie, als auch die sakramentale Vollmacht fehlt?


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 SalvatoreMio 22. Juli 2020 
 

Da hat sich über Jahre etwas von der Weltkirche wegbewegt -

schreibt Herr Generalvikar Fuchs, "zunächst in der alltäglichen Praxis, dann in der Verkündigung ...". Das stimmt teilweise, Ursache ist aber unser Denken: wenn Gott nur noch verständnisvoller Bruder ist, nicht mehr aber Herr und Richter, kann man getrost die 10 Gebote verändern, braucht sich nicht demütig vor ihm neigen. Dementsprechend wurden auch Kirchen umgestaltet. Korrektur von Seiten der Priester blieb meist aus, denn wir sind längst "mündige Bürger"; die Praxis, auch Kirchengebote nicht mehr zu beachten oder sie persönlich zu verändern, wurde dann durch Theologie und Verkündigung untermauert. - Nun herrscht Empörung, weil Rom uns aus der selbstgebauten Sackgasse herausholen will.


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 Stefan Fleischer 22. Juli 2020 

Meines Erachtens

lieg das Problem noch viel tiefer. Auf meienr HP habe ich versucht, dieses auszuformulieren unter dem Titel: "Eine andere Kirche - ein anderer Gott"

www.stefanfleischer.ch/EINZELTEXTE/anderekirche.html


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