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Erzbischof verbietet traditioneller Gemeinschaft vorläufig die Mundkommunion

6. August 2020 in Chronik, 45 Lesermeinungen
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Birmingham: Verbot "für jetzt" - Die Patres des Oratoriums des Hl. Philipp Neri „beten und hoffen, dass diese Anweisung so schnell wie möglich aufgehoben wird“.


Birmingham (kath.net/LifeSiteNews) Das Oratorium des hl. Philipp Neri im englischen Birmingham, wo unter anderem auch die lateinische Tridentinische Messe gefeiert wird, wurde vom örtlichen Erzbischof Bernard Longley angewiesen, "gegenwärtig" (for the present) die heilige Kommunion nicht mehr als Mundkommunion zu spenden. „Den Patres tut es sehr leid, Ihnen das sagen zu müssen“, schrieb die Kongregation auf Ihrer Webseite. „Die Patres werden diese Anweisung gegenwärtig befolgen“, fuhr die kurze Erklärung fort. „Die Patres beten und hoffen, dass diese Anweisung so schnell wie möglich aufgehoben wird.“


 

„In der außerordentlichen Form [der Messe] müssen Laien, die zur Kommunion gehen, sie als Mundkommunion empfangen; kein anderer Weg ist gesetzlich vorgesehen oder erlaubt“, weist der Theologe Prof. Peter Kwasniewski auf die Vorschriften des Messbuches hin. Kwasniewski hat auch bedauert, dass gerade in dieser Zeit viele Bischöfe ihre Autorität missbrauchen, wenn sie die Mundkommunion verbieten. In dem vatikanischen Dokument „Memoriale Domini“ 1969 wurde den Bischofskonferenzen gestattet, unter bestimmten Bedingungen die Handkommunion zu erlauben, allgemeines Gesetz der Kirche blieb aber die Mundkommunion. Die katholische Kirche stellt in Redemptionis Sacramentum fest, dass ein Katholik immer das Recht hat, die heilige Kommunion als Mundkommunion zu empfangen. Auch das Kirchenrecht sei hier sehr deutlich.

 

Der franziskanische Theologe P. Serafino Lanzetta wies darauf hin, dass die Handkommunion eine Erlaubnis ist, die den Gläubigen aber niemals auferlegt werden kann. Die Kirche könne also nicht sagen, dass die heilige Kommunion in der Hand empfangen werden muss, nur, dass dies erlaubt ist.

 

Erst kürzlich haben zudem zahlreiche Ärzte auf den höheren Hygienestandard bei der Mundkommunion hingewiesen.

 

Weihbischof Athanasius Schneider forderte kürzlich den Papst auf, die Handkommunion zu verbieten. „Die Kirche kann nicht ungestraft weiterhin das Allerheiligste in der kleinen konsekrierten Hostie auf solch minimalistische und unsichere Weise behandeln“, sagte er.

Foto: Archivbild

 

 


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