Login




oder neu registrieren?



Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:







Top-15

meist-diskutiert

  1. Will der Erzbischof von Berlin eine neue ‚Gay-Kirche‘?
  2. „Die Kirche schafft sich ab – für 11 Milliarden“
  3. 11,2 Milliarden Euro als Ablösesumme für die Kirchen in Deutschland
  4. LGBT-Veranstaltung ‚Christopher-Street-Day’ in Limburg von BDKJ mitorganisiert
  5. Wenn Jesus gar kein Thema mehr ist
  6. USA: Demokratin Nancy Pelosi von der Heiligen Eucharistie ausgeschlossen
  7. „Zeit“: Bischof Bätzing hat Priester trotz Belästigungsvorwürfen befördert
  8. Wirbt das Kölner Domradio für den Kirchenaustritt?
  9. INSA-Umfrage: Mehrheit der Deutschen kennt das Apostolische Glaubensbekenntnis nicht auswendig
  10. Warum sollte man in der Kirche bleiben?
  11. Modehaus Gucci für ‚Recht auf Abtreibung’
  12. Überraschung für eine "kleine Zeitung" – ein Pfarrer ist katholisch!
  13. Putin überlässt ukrainische 'Marienstadt' Mariupol den Islamisten
  14. Vatikan: Territoriale Integrität der Ukraine muss gewahrt bleiben
  15. US-Innenministerium untersucht Morddrohungen gegen Höchstrichter

Die Frucht des Geistes

27. Oktober 2021 in Aktuelles, keine Lesermeinung
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


Franziskus: das Leben aus dem Geist ist unvergänglich, ewig. Halten wir in der Anbetung vor der Eucharistie inne, wo Jesus das für uns gebrochene Brot ist, der gekreuzigte Auferstandene, die Kraft Gottes. Von Armin Schwibach


Rom (kath.net/as) „Die Frucht des Geistes aber ist Liebe, Freude, Friede, Langmut, Freundlichkeit, Güte, Treue, 23 Sanftmut und Enthaltsamkeit; gegen all das ist das Gesetz nicht. Die zu Christus Jesus gehören, haben das Fleisch und damit ihre Leidenschaften und Begierden gekreuzigt“ (Gal 5, 22-24).

Generalaudienz mit Pilgern und Besuchern in der Aula „Paolo VI“. Papst Franziskus setzte seine Katechesenreihe zum Brief des Apostels Paulus an die Galater fort. Der dreizehnte Teil stand unter dem Thema „Die Frucht des Geistes“.

Paulus gehe es in all seiner Verkündigung letztlich immer um das Ostergeheimnis, den Tod und die Auferstehung des Herrn. Den Galatern, die versucht gewesen seien, ihre Religiosität auf die Einhaltung von Vorschriften und Traditionen zu gründen, erinnere er an das Zentrum des Heils und des Glaubens: den Tod und die Auferstehung des Herrn. Er tue dies, indem er ihnen den Realismus des Kreuzes Jesu vor Augen führe: „ wer hat euch verblendet? Ist euch Jesus Christus nicht deutlich als der Gekreuzigte vor Augen gestellt worden?“ (Gal 3,1).

Heute noch suchten viele nach religiöser Gewissheit und nicht nach dem lebendigen und wahren Gott. Sie konzentrierten sich auf Rituale und Vorschriften, anstatt den Gott der Liebe mit ihrem ganzen Wesen zu umarmen. Deshalb fordere Paulus die Galater auf, sich auf das Wesentliche zu besinnen, auf Gott, der uns das Leben in Christus, dem Gekreuzigten, schenke. Er bezeuge dies in der ersten Person: „nicht mehr ich lebe, sondern Christus lebt in mir. Was ich nun im Fleische lebe, lebe ich im Glauben an den Sohn Gottes, der mich geliebt und sich für mich hingegeben hat“ (Gal 2,20). Und gegen Ende des Briefes sage er: „Ich aber will mich allein des Kreuzes Jesu Christi, unseres Herrn, rühmen, durch das mir die Welt gekreuzigt ist und ich der Welt“ (6,14).


Wenn wir den Faden unseres geistlichen Lebens verlören, „wenn tausend Probleme und Gedanken uns bedrängen, machen wir uns den Rat des Paulus zu eigen: stellen wir uns vor den gekreuzigten Christus, beginnen wir von ihm aus neu. Lasst uns das Kruzifix in die Hand nehmen, lasst es uns an unser Herz drücken. Oder halten wir in der Anbetung vor der Eucharistie inne, wo Jesus das für uns gebrochene Brot ist, der gekreuzigte Auferstandene, die Kraft Gottes, der seine Liebe in unsere Herzen gießt“.

Der Geist, den Jesus uns mit seinem Tod und seiner Auferstehung hinterlassen habe, möchte unsere Herzen verwandeln. Der Heilige Geist weise der Kirche ihren Weg, und an uns sei es, uns seinem Wirken zu fügen und entsprechend mitzutun. Dies bedeute bisweilen einen geistlichen Kampf.

Auf der einen Seite stünden die „Werke des Fleisches“, also all das in uns, was dem Geist Gottes widerspreche, wie etwa der selbstbezogene Gebrauch der Sexualität, Zauberei, Götzendienst und alles, was die zwischenmenschlichen Beziehungen untergrabe, wie Streit, Eifersucht, Jähzorn, Eigennutz, Spaltungen und Neid (vgl. Gal 5,19-21). Derartiges sei vergänglich und führe zum Verfall.

Auf der anderen Seite stehe die „Frucht des Geistes“. Der Geist schenke Leben, er erhebe uns über uns selbst und unsere Horizontalität, er öffne uns für Gott und unsere Mitmenschen. Seine Frucht sei „Liebe, Freude, Friede, Langmut, Freundlichkeit, Güte, Treue, Sanftmut und Enthaltsamkeit“ (Gal 5,22). Dieses Leben aus dem Geist „ist unvergänglich, ewig“.

Die Christen, die in der Taufe „Christus angezogen“ hätten (vgl. Gal 3,27), seien aufgerufen, so zu leben. Es sei eine gute geistliche Übung, die Liste des Paulus zu lesen und das eigene Verhalten daraufhin zu überprüfen, ob es dem entspreche, ob unser Leben wirklich dem Heiligen Geist entspreche, ob es diese Früchte trage.

Diese Lehre des Apostels stelle auch für unsere Gemeinschaften eine große Herausforderung dar. Manchmal hätten diejenigen, die sich der Kirche näherten, den Eindruck, dass sie mit einer dichten Masse von Geboten und Vorschriften konfrontiert seien. In Wirklichkeit „lässt sich die Schönheit des Glaubens an Jesus Christus jedoch nicht auf der Grundlage zu vieler Gebote und einer moralischen Vision erfassen, die sich in vielen Strömungen entwickelt und uns die ursprüngliche Fruchtbarkeit der Liebe vergessen lässt, die sich aus dem friedensstiftenden Gebet und dem freudigen Zeugnis speist“.

Ebenso könne das Leben des Geistes, das in den Sakramenten zum Ausdruck komme, nicht durch eine Bürokratie erstickt werden, die den Zugang zur Gnade des Geistes, dem Urheber der Bekehrung des Herzens, verhindere: „wir haben also eine große Verantwortung, den gekreuzigten und auferstandenen Christus zu verkünden, beseelt vom Atem des Geistes der Liebe. Denn nur diese Liebe hat die Macht, das Herz des Menschen anzuziehen und zu verändern“.

Die Pilger und Besucher sowie die Zuschauer und Zuhörer aus dem deutschen Sprachraum grüßte der Heilige Vater mit den folgenden Worten:

Ich grüße die Gläubigen deutscher Sprache, insbesondere die Pilger aus dem Burgenland, die aus Anlass des 60-jährigen Bestehens der Diözese Eisenstadt mit ihrem Bischof Ägidius nach Rom gekommen sind. Von Herzen erbitte ich allen die reiche Frucht des Geistes, die uns hinführt zur österlichen Fülle des Lebens.

 


Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu

Generalaudienz

  1. Kohelet: die ungewisse Nacht des Sinns und der Dinge des Lebens
  2. Judit. Eine bewundernswerte Jugend, ein großzügiger Lebensabend.
  3. Noomi, das Bündnis zwischen den Generationen, das die Zukunft eröffnet
  4. Ehre deinen Vater und deine Mutter: Liebe zum gelebten Leben
  5. Der Osterfriede und Dostojewskis Legende vom Großinquisitor
  6. Treue gegenüber der Heimsuchung durch Gott für die kommende Generation
  7. Das Abschiednehmen und das Erbe: Erinnerung und Zeugnis
  8. Das Alter, eine Ressource für die unbeschwerte Jugend
  9. Die Langlebigkeit: Symbol und Chance
  10. Sinn und Wert des Alters







Top-15

meist-gelesen

  1. Kommen Sie mit! kath.net-Leserreise nach Fatima und auf die Azoren - Oktober 22
  2. Will der Erzbischof von Berlin eine neue ‚Gay-Kirche‘?
  3. Wenn Jesus gar kein Thema mehr ist
  4. Warum sollte man in der Kirche bleiben?
  5. 11,2 Milliarden Euro als Ablösesumme für die Kirchen in Deutschland
  6. Überraschung für eine "kleine Zeitung" – ein Pfarrer ist katholisch!
  7. „Zeit“: Bischof Bätzing hat Priester trotz Belästigungsvorwürfen befördert
  8. „Die Kirche schafft sich ab – für 11 Milliarden“
  9. USA: Demokratin Nancy Pelosi von der Heiligen Eucharistie ausgeschlossen
  10. Wirbt das Kölner Domradio für den Kirchenaustritt?
  11. Freispruch für deutschen Pastor Latzel: Kritik an Schwulenparade ist keine Volksverhetzung
  12. LGBT-Veranstaltung ‚Christopher-Street-Day’ in Limburg von BDKJ mitorganisiert
  13. Das faszinierende Wunder, das zur Seligsprechung von Pauline Jaricot führt
  14. Putin überlässt ukrainische 'Marienstadt' Mariupol den Islamisten
  15. Warum Christen nicht zu Starbucks gehen sollten

© 2022 kath.net | Impressum | Datenschutz