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| ![]() Gesundheitsreligion schafft Menschen zweiter Klasse18. Februar 2005 in Aktuelles, keine Lesermeinung Der deutsche Psychiater Manfred Lütz sprach im Vatikan: "Wenn Gesundheit den höchsten Wert darstellt, dann ist der gesunde Mensch auch der wahre Mensch." Vatikan (www.kath.net) Vor den Auswirkungen einer zeitgenössischen Gesundheitsreligion warnte der deutsche Psychiater und Theologe Manfred Lütz bei einer Pressekonferenz anlässlich der Generalversammlung der Päpstlichen Akademie für das Leben, die vom 21. bis 23. Februar im Vatikan stattfindet. Gesundheit und Wohlbefinden würden heute als Produkt gesehen, das man einfach machen könnte, kritisierte Lütz. Wenn Gesundheit den höchsten Wert darstellt, dann ist der gesunde Mensch auch der wahre Mensch, erklärte Lütz die philosophische Problematik hinter dieser Einstellung. Und wer nicht gesund ist, vor allem, wer nie wieder gesund werden kann, wird somit stillschweigend zu einem Menschen zweiter oder dritter Klasse. Das Heil könne nicht zuerst in einer guten Gesundheit gefunden werden, sondern in extremen Situationen des menschlichen Lebens, Situationen, die von der Gesundheitsreligion als Realitäten dargestellt werden, die man vermeiden müsse oder Defizite, die es zu eliminieren gilt, sagte Lütz. Aber genau in der Unfähigkeit, in Krankheit, Schmerz, im Sterben im Alter und im Tod können wir die Wahrheit über das Lebens viel tiefer und deutlicher erkennen als wenn die Zeit vergeht, ohne dass besondere Probleme auftreten. Foto: DAK Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal! ![]() LesermeinungenUm selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen. Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder. | ![]() Mehr zuGesundheit
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