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| ![]() Himmlische Heere oder: Raffaels Engel auf Keksdosen17. November 2008 in Chronik, keine Lesermeinung Was Engel wirklich mit Advent und Weihnachten verbindet Augsburg (kath.net/IBA) In dieser Weise wie die Raffel-Engel als eigenständiges Motiv verwendet werden, entnommen aus dem unteren Rand des Bildes von der Sixtinischen Madonna des Malers Raffel Santi, sind sie oft ebenfalls losgelöst von dem, was uns in der Bibel über Engel gerade in der Vorweihnachtszeit überliefert ist. Denn wer denkt bei ihrem inflationären Anblick an die Geburt Jesu Christi als Retter der Welt und an den Engel Gabriel? Der Engel Gabriel war von Gott nach Nazareth gesandt worden, wo die Jungfrau Maria lebte, um ihr die Empfängnis des Jesuskindes anzukündigen, dessen Geburt wir an Weihnachten feiern: Sei gegrüßt Du Begnadete Du wirst ein Kind empfangen. Der Heilige Geist wird über Dich kommen, und die Kraft des Höchsten wird Dich überschatten. Deshalb wird auch das Kind heilig und Sohn Gottes genannt werden, so die Worte des Engels an Maria (Lk 1, 26-27.35). Der Engel Gabriel war also Überbringer dieser Gottesbotschaft, gleichzeitig geben seine Worte Aufschluss über die Jungfräulichkeit Mariens trotz ihrer Mutterschaft. Im zweiten Kapitel des Lukasevangeliums, dem Weihnachtsevangelium, verkündet der Engel des Herrn zusammen mit einer großen himmlischen Schar weiterer Engel den Hirten auf dem Feld die Geburt Jesu Christi und seine Bestimmung auf der Erde als Heiland der Welt, als verheißener Messias, als König der Könige und Herr der Herrscher (1 Tim 6,15; Offb 17,14). Die Engel sind also die himmlischen Vorboten des Weihnachtsfestes, dem Fest der Geburt Jesu Christi. Die Engel Raffel Santis befinden sich zwar auf einem Gemälde aus der Renaissance in der Gemäldegalerie Alte Meister in Dresden, allerdings bilden sie erste Ansätze des Barocks. Deckengemälde barocker Kirchen wie die der Wieskirche in Steingaden in der Diözese Augsburg eröffnen zumeist optisch einen Blick in den Himmel, wo Engel sich wie schwebend bewegen. In der Wies, die zum UNESCO-Weltkulturerbe zählt, befinden sich 342 Engelsdarstellungen, die nicht nur zu Weihnachten die Frohe Botschaft Gottes zu verkünden scheinen. Eingeweihte Besucher wissen, dass einer von ihnen, der kleine Himmelsbote unterhalb der Kanzel, in den letzten Sonnenstrahlen des Tages aussieht, als ob er tanzen würde. Besonders sehenswert sind auch die Engel an den Seitenaltären der Kirche und ein kleiner Putto am großen Deckenbild, an dessen linken Fuß in einzigartiger Weise Gemälde und Stuck in einander übergehen. Über Öffnungszeiten, Gottesdienste, Führungen und Konzerte in der Wieskirche, bei denen man auch die Engel betrachten kann, informiert die Internetseite der Wallfahrtskirche: wieskirche.de Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal! ![]() LesermeinungenUm selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen. Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder. | ![]() Mehr zuBistum Augsburg
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