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Unfassbar: Papst-'Interview' entstand ohne Notizen und Aufnahmen

4. Oktober 2013 in Aktuelles, 16 Lesermeinungen
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In den vergangenen Tagen waren im Vatikan immer wieder Zweifel an der Verbindlichkeit des Textes aufgekommen, in dem der Papst unter anderem den vatikanischen Hofstaat als «Lepra» des Papsttums bezeichnete


Paris (kath.net/KNA) Das Interview des italienischen Journalisten Eugenio Scalfari (89) mit Papst Franziskus (76), das in den vergangenen Tagen weltweit für Aufsehen sorgte, entstand offenbar ohne Aufzeichnungen. Wie die französische Zeitung «Le Figaro» am Freitag berichtete, hat Scalfari auf Nachfrage erklärt, er habe weder auf eine Tonaufzeichnung noch auf schriftliche Notizen zurückgegriffen. Allerdings habe der Papst der Veröffentlichung des Textes zugestimmt, so Scalfari im «Figaro».


In den vergangenen Tagen waren im Vatikan immer wieder Zweifel an der Verbindlichkeit des Textes aufgekommen, in dem der Papst unter anderem den vatikanischen Hofstaat als «Lepra» des Papsttums bezeichnete. Vatikansprecher Federico Lombardi wies darauf hin, dass der Text keinen lehramtlichen Charakter habe und nicht mit einer Enzyklika zu vergleichen sei. Das Ende September geführte Gespräch wurde am 1. Oktober in der Tageszeitung «La Repubblica» veröffentlicht und am 2. Oktober von der Vatikanzeitung «L'Osservatore Romano» nachgedruckt.

Cartoon: Wenn jeder meint, dass er genau verstanden hat, was Papst Franziskus gesagt hat - Ergebnisse der ´Flüsterpost´


(C) 2013 KNA Katholische Nachrichten-Agentur GmbH. Alle Rechte vorbehalten.


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Lesermeinungen

 bmuetsch 8. Oktober 2013 
 

Und wieder im Fettnapf

Pater Lombardi kann einem leid tun, was er da alles so verteidigen muss!


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 Suarez 5. Oktober 2013 

Der Papst und die Welt

Ich denke, Papst Franziskus unterschätzt die Arglist einer Welt, in der jedes Wort eines Papstes von den Medien ideologisch interpretiert wird. Unbefangenheit wird da schnell zur Bürde.

Das "Interview" macht auf mich schon vom Stil her eher den Eindruck eines zwanglosen Geplauders in einem Café, weil man z.B. auf einen Zug wartet. Man kennt sich nicht, sondern spricht aus der Distanz des Augenblicks, der aber gleichwohl eine eigentümliche Vertrautheit und Nähe schafft. Das kennt wohl jeder, der sich mal auf einer Bahnreise angeregt mit seinem Nachbarn im Abteil unterhalten hat. Man respektiert sich, nicht weil man den Blick auf das Leben teilt, sondern aus Höflichkeit und dieser unbestimmten Nähe des Augenblicks. Aus solcher Zufälligkeit ergeben sich dann manchmal interessante Aussagen.

Vielleicht will Papst Franziskus gerade das erreichen, was aber durchaus ein hekles Unterfangen ist, da er nunmal Papst und nicht mehr Kardinal ist.


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 Nummer 10 5. Oktober 2013 

Vernunft: Seltsam (2)

Doch muss man aus wissenschaftlichen Gründen wirklich die Authentizität dieses Interviewbuches hinterfragen. Und erst recht, die Instrumentalisierung von verschiedenen Gruppierungen in der katholischen Kirche (Kardinal Lehmann verbreitet in Zeitungen ein Bild von Papst Franziskus, wie wenn dieser die 10 Gebote umschreiben wolle und ganz auf dem Protestantisierungskurs Lehmanns wäre....). Die Verwirrung nimmt zu. Wundern braucht man sich darüber nicht, wenn man in das Neue Testament schaut. Doch ankämpfen muss man durch seriöse, wahrheitsbasierte Information. Deshalb ein herzliches Danke an kath.net für die Info! Bitte bleibt seriös und sachlich informierend, danke!


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 Nummer 10 5. Oktober 2013 

Vernunft: Seltsam

Papst Benedikt betonte stets, dass Vernunft und Glaube zusammen gehören. Wenn ich nun mit wissenschaftlichen Verstand und Vernunft diese Faktenlage betrachte, kommen mir mehrere Fragen: Die Veröffentlichung des Interviews erfolgte durch den Autor so, dass ich als Leser glauben musste, es handele sich um wortwörtliche Zitate. Es waren sehr, sehr viele Zitate. Welches "Superhirn" auf der Welt kann denn ohne Audiomitschnitte oder Notizen soviele wortwörtlich genaue Zitate im Hirn speichern? Sehr seltsam. Meine persönliche Schlussfolgerung: Dieses INterviewbuch darf man nicht wortwörtlich genau "ernst" nehmen. Ich glaube nicht, dass Papst Franziskus diese Zitate wortwörtlich so genau gesagt hat. Das ist also sehr problematisch mit diesem Interview. Ist das Ganze evtl. eine Art "Falle" des bösen Geistes, damit Papst Franziskus aufs "Glatteis" geführt werden soll? Ich setze bewusst ein Fragezeichen, denn niemand kann behaupten, dass es so ist. Doch muss man aus wissenschaftlichen Gründen


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 Selene 4. Oktober 2013 
 

@jacu75

Was auf der Homepage von Radio Vatikan veröffentlicht wird, ist für mich verbindlich.


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 jacu75 4. Oktober 2013 
 

Wie bitte?

Wenn dies die Lage it, warum wurde das Interview auf dem Homepage des Vatikan unter den Reden des Heiligen Vaters veroeffentlicht?
http://www.vatican.va/holy_father/francesco/speeches/2013/october/documents/papa-francesco_20131002_intervista-scalfari_it.html

Hier wurde in den letzten Tagen nur ueber eine Stelle des Interviews berichtet: es wurden aber andere viel heiklere Stellen verschwiegen.


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 Wiederkunft 4. Oktober 2013 
 

Lepra

Den Vatikanischen Hofstaat als Lepra des Papstes zu bezeichnen, ist mehr als gewagt. Klingt sehr beleidigend. Aber wir sind nur Außenstehende und wissen viel zu wenig.


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 papale 4. Oktober 2013 

Eindeutigerer Umgang mit den Medien bitte !

Daß unter Benedikt XVI. em. hinsichtlich der Medienarbeit des Papstes, bzw. des Vatikans Manches "suboptimal" gelaufen ist wird niemand bestreiten können.
Seinem Nachfolger kann man nur wünschen, daß er sich in dieser Hinsicht bewußt wird, daß er nicht mehr der Erzbischof von Buenos Aires, sondern der Bischof von Rom, also der Papst ist und daß er sich genau überlegt, welche Kanäle er wofür nutzt, wem er was, wann, wo und wie sagt.
Schon ein schlichter Räusperer in weiß kann ggf. falsche Schlagzeilen auslösen.
Diese medialen "Streufeuer", bei denen jeder hören kann, was erhören will, sind auf die Dauer nicht zuträglich - Petrus sollte mit einer Stimme sprechen.


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 sttn 4. Oktober 2013 
 

Papst Franziskus hat doch recht....

man muß nur an Vatileaks denken und was sonst da so abging.


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 Cosmas 4. Oktober 2013 
 

Gefahr des Mißbrauchs

Es könnte ähnlich wie bei Johannes XXIII passieren, dass die gutmütige und unkonventionelle Art ausgenützt wird. So wie damals die Kirche aufgebrochen wurde und nach dem Konzil in eine Richtung ging, die dieser sicher nicht goutiert hätte (J23 war zB. ein vehementer Verfechter des Latein in der Liturgie, ...man muß seine Texte lesen), bieten die Interviews von Franziskus Gelegenheit medial Positionen zu transportieren, die Franziskus so gar nicht vertritt, die aber trotz "Richtigstellungen" (Papstsprecher, katholische Medien,..-) in den Köpfen vieler Leute bleiben. Das kann außer Kontolle geraten und auch innerkirchlich so wie damals problematische Strömungen an die Macht bringen.


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 gertrud mc 4. Oktober 2013 
 

@Weltwait

Danke! Was ist denn bei Papst Franziskus NICHT zu verstehen? Er braucht keine "gescheiten" Leute, die ihn immer "auslegen" und "übersetzen" müssen, er redet klar genug, in seiner ihm eigenen Sprache. Die einfachen Menschen mit einem offenen Herzen verstehen ihn gut! Das war schon bei Jesus so.
Ich freue mich über diesen Papst! Genau so wie ich mich über Benedikt XVI. und Johannes Paul II. gefreut habe!
Alle waren und sind sie ein Geschenk des Hl.Geistes an Seine Kirche, zu der von IHM bestimmten Zeit mit dem ihnen je eigenen Charisma.
Hören wir einfach, was der Hl.Vater zu sagen hat und lassen wir uns ruhig auch ein wenig verunsichern und aufrütteln.
Aber bitte vom Papst und nicht von irgendwelchen Medien und selbsternannten Auslegern. Und es ist immer beachtenswert, was der Papst zu sagen hat, auch wenn es kein lehramtliches Schreiben ist. Gott kann auch außerhalb von Enzykliken zu uns sprechen, manchmal sogar ohne Worte!


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 goegy 4. Oktober 2013 
 

Dass der Papst einem erklärten Atheisten, Journalist eines traditionell anti-klerikalen Blattes, ( La Repubblica, Torino / etwa mit der Süddeutschen, München zu vergleichen ), der sich selbst als Cartesianer sieht, auf Anfrage hin ein Gespräch anbietet und dieses dann brillant und gleichzeitig auch liebe- und verständnisvoll, alles andere als ex-cathedra, führt,
spricht für die ausserordentliche Persönlichkeit und besonders auch die Courage des neuen Papstes.

Dieser führt den Dialog ohne Berührungsängste, offensichtlich unvorbereitet auf die gestellten Fragen, mit beeindruckender Spontanität und Authentizität.

So kann es passieren, dass die Wortwahl nicht immer perfekt ist und Missverständnisse entstehen.
Dieses Risiko geht Franziskus anscheinend bewusst ein.

Mit diesem Interview hat Franziskus auch bei Skeptikern viel Sympathie gewonnen. Die Frage bleibt, wie lange es dauert, bis "Süddeutsche" und Geistesverwandte auch bei ihm Härchen in der Suppe finden.
Man ist gespannt !


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 Waeltwait 4. Oktober 2013 
 

Ich glaube,

daß gewissen Kreisen der Kurie die klaren Worte des Papstes nicht gefallen und diese dann meinen dem "katholischen Volk" die Worte des Papstes erklären zu müssen.
Papst Benedikt haben schon gewisse Kreise als dummer Jungen hingestellt und dies versuchen sie jetzt bei Franziskus auch. Er habe es nicht so gemeint. Er wisse nicht so recht was er sagt. Kennen wir doch alles schon. Hoffentlich reinigt Franziskus die Kurie dahingehend, daß nur noch ehrliche an die Liebe Gottes glaubenden Menschen in der Kurie sind und nicht karrieregeile Menschen, die den Glauben als Werkzeug benutzen um sich wichtig vorkommen zu können.
Daß Franziskus das so gemeint hat wie es berichtet wurde passt zu seinen Stil. Alles andere wäre absurd.
Hoffentlich schafft Franziskus es die Heuchler zu entfernen. In der Kurie dürfen nur noch Gott, die Wahrheit und die Menschen liebende Menschen tätig sein.


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 Mysterium Ineffabile 4. Oktober 2013 

Der Cartoon ist Spitze!

Nur das.


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 Theodor69 4. Oktober 2013 
 

"Allerdings habe der Papst der Veröffentlichung des Textes zugestimmt"

heißt dies, dass der Papst das "rekonstruierten" Interview gelesen hat und diesen Text, so wie er dann erschienen ist, zugestimmt hat? - Dies heißt aber, dass der Papst zu 100% hinter den Inhalten steht.


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 Selene 4. Oktober 2013 
 

Zustimmung

Wenn der Papst der Veröffentlichung zugestimmt hat, dann ist er mit dem Inhalt des Interviews einverstanden.

Dass ein Interview kein Lehrschreiben wie z.B. eine Enzyklika ist, dürfte für Katholiken klar sein.


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