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Advent – die universale Pilgerschaft hin zum gemeinsamen Ziel

1. Dezember 2013 in Aktuelles, keine Lesermeinung
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Die Erfüllung der Offenbarung Gottes in Jesus Christus. Papst gedenkt Welt-Aids-Tag. Von Armin Schwibach


Rom (kath.net/as) Erster Adventssonntag, Beginn des neuen Kirchenjahres, „ein neuer Weg des Gottesvolkes mit Jesus Christus, unserem Hirten, der uns in der Geschichte hin zur Erfüllung des Reiches Gottes führt“. Mit diesen Worten wandte sich Papst Franziskus in seiner Ansprache zum traditionellen Gebet des Angelus an die auf dem Petersplatz bei kaltem und windigem Wetter versammelten Gläubigen. Dieser Tag lasse uns ein tiefes Gefühl für den Sinn der Geschichte empfinden und die Schönheit des Unterwegsseins neu entdecken: „die Kirche mit ihrer Berufung und Sendung, und die ganze Menschheit, die Völker, die Zivilisationen, die Kulturen, alle unterwegs auf den Pfaden der Zeit“.

„Was ist das gemeinsame Ziel?“, fragte sich der Papst, der den Propheten Jesaja zitierte: „Am Ende der Tage wird es geschehen: Der Berg mit dem Haus des Herrn steht fest gegründet als höchster der Berge; er überragt alle Hügel. Zu ihm strömen alle Völker. Viele Nationen machen sich auf den Weg. Sie sagen: Kommt, wir ziehen hinauf zum Berg des Herrn und zum Haus des Gottes Jakobs. Er zeige uns seine Wege, auf seinen Pfaden wollen wir gehen. Denn von Zion kommt die Weisung des Herrn, aus Jerusalem sein Wort“ (2,2-3)


Es handle sich im eine universale Pilgerschaft hin zum gemeinsamen Ziel, das im Alten Testament Jerusalem als Ort des Tempels des Herrn sei, „da von dort die Offenbarung des Antlitzes Gottes und seines Gesetzes gekommen ist“. Diese Offenbarung habe in Jesus Christus seine Erfüllung erfahren: „Der Tempel des Herrn ist er selbst geworden, das menschgewordene Wort: er ist der Anführer und gleichzeitig des Ziel der Pilgerschaft des Gottesvolkes“. In seinem Licht „können die anderen Völker zum Reich der Gerechtigkeit und des Friedens gehen“: „Er spricht Recht im Streit der Völker, er weist viele Nationen zurecht. Dann schmieden sie Pflugscharen aus ihren Schwertern und Winzermesser aus ihren Lanzen. Man zieht nicht mehr das Schwert, Volk gegen Volk, und übt nicht mehr für den Krieg“ (2,4).

Dieser Weg sei nie abgeschlossen, so Franziskus. Wie im Leben eines jeden einzelnen bedürfe es eines steten Aufbrechens, des Findens des Sinnes des Ziels des eigenen Daseins. So sei es für die Menscheitsfamilie notwendig, immer den gemeinsamen Horizont zu erneuern, zu dem sie unterwegs sei: den Horizont der Hoffnung. Der Advent erstatte uns den Horizont der Hoffnung neu, „einer Hoffnung, die nicht enttäuscht, da sie auf dem Wort Gottes gründet. Der Herr enttäuscht nie. Er ist treu!“.

Das Vorbild dieser geistlichen Haltung sei Maria. In ihrem Schoß habe die Hoffnung Gottes Fleisch angenommen und sei Geschichte geworden: Jesus Christus. Ihr Magnificat „ist der Gesang des Gottesvolkes, das unterwegs ist, und aller Männer und Frauen, die auf Gott hoffen, auf die Macht seiner Barmherzigkeit. Lassen wir uns von ihr, die Mutter und Mama ist, in dieser Zeit der Erwartung und der tätigen Wachsamkeit leiten!“.

Nach dem Angelus erinnerte der Papst an den heutigen Welt-AIDS-Tag und brachte seine Nähe allen Menschen zum Ausdruck, die unter dieser Krankheit leiden, besonders den Kindern. Diese Nähe sei sehr konkret im stillen Engagement vieler Missionare: „Jeder Kranke – ohne Ausnahmen – möge zu der ihm notwendigen Versorgung Zugang haben!“





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