Login




oder neu registrieren?


Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:







Top-15

meist-diskutiert

  1. Wie die Piusbrüder - Linker belgischer Bischof plant weiterhin verbotene Weihen
  2. Gefeuert wegen AfD-Kandidatur: Deutsche Caritas-Erzieherin zieht vor Gericht
  3. Ist der Islam ‚eine alternative Form des byzantinischen Christentums‘?
  4. Papst Leo singt mit 80.000 Jugendlichen das „Salve Regina“ auf Latein
  5. Asymmetrisch blinder Blick auf die deutsche Landschaft
  6. Sechs Messdiener mit Down-Syndrom ministrierten bei der historischen Papstmesse in Paris
  7. Es gibt drei Erzengel, die vor Gottes Thron für uns eintreten
  8. Wort-Gottes-Feier in katholischer Kirche mit Liedern von Taylor Swift
  9. „Wenn wir den wahren missionarischen Geist, den richtigen Weg finden, gibt es in Deutschland noch…“
  10. Die Deutsche Bischofskonferenz will keine 'Demontage' des deutschen Staatsfunks
  11. Ein Erzbischof auf Staatsbesuch
  12. „Das Ende von Maria 2.0“
  13. 'Amoris Laetitia' oder das Lehramt, das sich selbst abschafft
  14. US-Bischof Robert Barron: „Der Kommunismus erlebt in unserem Land gerade ein Comeback“
  15. Einbürgerung als Wahlstrategie? Linke profitiert massiv von muslimischen Wählern in Berlin

Die Eucharistie – Quelle des neuen Lebens in Christus

16. August 2015 in Aktuelles, keine Lesermeinung
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


Franziskus: die Eucharistie ist kein privates Gebet oder eine schöne spirituelle Erfahrung, sondern die Wirklichkeit des Todes und der Auferstehung Christi. Von Armin Schwibach


Rom (kath.net/as) Angelus am 20. Sonntag im Jahreskreis. In seiner Ansprache vor dem Mittagsgebet kommentierte Papst Franziskus auf das Tagesevangelium (Joh 6, 51-58). Das Evangelium dieses Sonntags ist der abschließende Höhepunkt der Rede Jesu in der Synagoge von Kafarnaum, nachdem er am vorhergehenden Tag Tausenden von Menschen mit nur fünf Broten und zwei Fischen zu essen gegeben hatte.

Jesus erkläre: „Wer mein Fleisch isst und mein Blut trinkt, hat das ewige Leben, und ich werde ihn auferwecken am Letzten Tag“ (V. 54). Das Staunen der Zuhörer sei verständlich. Jesus nämlich benutzte den typischen Stil der Propheten, um in den Leuten und auch in uns Fragen und am Ende eine Entscheidung zu provozieren.

Vor allem eine Frage: „Was bedeutet es „das Fleisch essen, das Blut trinken“? Diese Worte seien nicht allein symbolisch oder bildlich, sondern verwiesen auf etwas Wirkliches. Um eine Antwort zu finden, müsse man begreifen, was im Herzen Jesu vorgehe, während er das Brot für die hungrige Menge breche.


Jesus wisse um seinen Tod am Kreuz für uns und identifiziere sich so mit jenem Brot. Es werde so zum „Zeichen“ des Opfers, das ihn erwarte. Dieser Prozess finde seinen Höhepunkt im Letzen Abendmahl, als Brot und Wein wirklich zu seinem Leib und Blut würden. Jesus hinterlasse die Eucharistie zu einem präzisen Zweck: „damit wir mit ihm eins sein können“. Die Gemeinschaft mit Jesus bedeute, ihn aufzunehmen. „Wer mein Fleisch isst und mein Blut trinkt, der bleibt in mir, und ich bleibe in ihm“ (V.56): „Indem wir ihn essen, werden wir wie er“. Das aber erfordere unser Ja: den Glauben.

Der Papst ging auf einen Einwand gegen die Messe ein: „Wozu dient sie? Ich gehe in die Kirche, wenn mir danach ist, und ich bete besser allein“. Doch die Eucharistie „ist kein privates Gebet oder eine schöne spirituelle Erfahrung, sie ist kein einfaches Andenken an das, was Jesus beim Letzten Abendmahl getan hat. Sie ist ‚Gedächtnis’, das heißt eine Geste, die das Ereignis des Todes und der Auferstehung Jesu wirklich macht und vergegenwärtigt“.

In der Eucharistie schenke sich Jesus uns vollständig. Die Nahrung der eucharistischen Kommunion im Glauben verwandle unser Leben in ein Geschenk an Gott und an die Brüder. Sich vom lebendigen Brot zu nähren bedeute, in Harmonie mit dem Herzen Christi einzutreten, seine Entscheidungen anzunehmen, seine Gedanken, sein Verhalten. Es bedeute, in eine Dynamik der Liebe einzutreten und Menschen des Friedens, der Vergebung, der Versöhnung und des solidarischen Teilens zu werden.

Jesus beschließe seine Rede mit den Worten: „Dies ist das Brot, das vom Himmel herabgekommen ist. Mit ihm ist es nicht wie mit dem Brot, das die Väter gegessen haben; sie sind gestorben. Wer aber dieses Brot isst, wird leben in Ewigkeit“ (V. 58). Die konkrete Gemeinschaft mit Christus auf Erden leben lasse uns bereits vom Tod zum Leben übergehen. Der Himmel beginne in der Gemeinschaft mit Jesus.

Video des Angelus



Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu

Angelus

  1. Die Gnade der Eucharistie: essen und gesättigt werden
  2. Der Sinn von Christi Himmelfahrt. Zwei Handlungen: Ankündigung der Gabe des Geistes und Segen
  3. Frieden hinterlasse ich euch, meinen Frieden gebe ich euch!
  4. Hören, kennen, folgen
  5. Die Zeit, mit Jesus neu anzufangen, mit ihm hinauszufahren
  6. Auch wir sind wie Thomas
  7. Die Wahrheit, die uns frei macht
  8. Bekehren wir uns vom Bösen, entsagen wir der Sünde!
  9. Die Verklärung und die Gnade der Wachsamkeit
  10. Die Versuchungen und der Kampf gegen das Böse







Top-15

meist-gelesen

  1. Ostern 2027 in Rom - Große kath.net-Leserreise!
  2. Den Willen Gottes für den Menschen bedenken und tun
  3. Buße, Hoffnung, ewiges Leben: Lourdes ruft zur Umkehr
  4. Papst Leo zu den Bischöfen: „Die Kirche in Frankreich liegt dem Papst sehr am Herzen!“
  5. Französische Bischöfe: Papst Leo hat das Herz der Franzosen berührt
  6. Er ist der dritte amtierende Papst in der Grotte von Massabielle/Lourdes: Leo XIV.
  7. ‚Trinkt auch ihr aus dieser Quelle!’ Der Durst, den nur Christus stillt
  8. Papst Leo singt mit 80.000 Jugendlichen das „Salve Regina“ auf Latein
  9. Papst Leo erstaunt über hohe Zahl von Erwachsenentaufen in Frankreich
  10. Wo Begegnung zur Zivilisation der Liebe wurde. Die Armen als Fleisch Christi
  11. US-Bischof Robert Barron: „Der Kommunismus erlebt in unserem Land gerade ein Comeback“
  12. Junge Französin bekennt vor Papst: „Wie der heilige Paulus sagt: ‚Für uns ist Christus das Leben‘“
  13. Papst Leo an 80.000 Jugendliche im Stade de France: "Wer mit Gott lebt, ist frei"
  14. „Wenn wir Eucharistie feiern, dürfen wir mit allem zu ihm kommen, was in uns unvollendet ist“
  15. Wenn das Nein nicht mehr zählt

© 2026 kath.net | Impressum | Datenschutz