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Geiselnahme Kirche - Priester wurde Kehle durchgeschnitten - UPDATES

26. Juli 2016 in Aktuelles, 50 Lesermeinungen
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Ein Priester, zwei Ordensfrauen und Gläubige waren Geiseln in Kirche in Saint-Etienne-du-Rouvray - Geiselnehmer wurden erschossen - Angreifer offenbar vom IS - AKTUELLE VIDEOS


Rouen (kath.net/KNA/red)
Eine Geiselnahme in einer katholischen Kirche im nordfranzösischen Saint-Etienne-du-Rouvray ist am Dienstagvormittag blutig zuendegegangen. Beide Täter und eine der Geiseln seien getötet worden, berichtet France TV Info. Bei der getöteten Geisel handelt es sich laut «France 24» um einen Priester. Außerdem waren zwei Ordensschwestern und weitere Gläubige in der Kirche von zwei mit Messern bewaffneten Männern als Geiseln genommen worden, ersten Angaben zufolge sei ihm die Kehle durchgeschnitten worden. Die Täter wurden den Angaben zufolge von Sicherheitskräften getötet. Laut der Zeitung „Le Point“ haben die Angreifer „Daesh“ (ISIS) beim Betreten der Kirche geschrien.

Aktualisierungen vom 26.7. bis zum 27.7. 12 Uhr

Dienstag, 26.7. 15 Uhr
Vatikan entsetzt über Geiselnahme in französischer Kirche

15.30
Der französische Staatspräsident Francois Hollande ist vor Ort eingetroffen. Hollande sprach von der Gewalttat als einem "schändlichen Terroranschlag". Weiter sagte er, dass sich die beiden Terroristen zum "Islamischen Staat" (IS) bekannt hätten. Holland sprach weiter davon, dass man sich nun in einer Situation befinde, "in der uns der IS den Krieg erklärt" habe.

16 Uhr
Inzwischen hat auch bereits Ministerpräsident Manuel Valls den "Horror" dieser "barbarischen Attacke" verurteilt. Er äußerte sich auf Twitter und stellte weiter fest: "Ganz Frankreich und alle Katholiken sind betroffen. Wir werden dagegen zusammenstehen." Eine detailliertere Stellungnahme des Ministerpräsidenten darf erwartet werden.

16.10 Uhr
Marx: 'Gläubige wurden Opfer einer schrecklichen Gewalttat'

16.30 Uhr
Dominique Lebrun, Erzbischof von Rouen, befindet sich aus aktuellem Anlass auf dem Rückweg vom Weltjugendtag in Polen. Er hatte eigentlich über 100 Jugendliche seines Bistums durch die Jugendveranstaltung begleiten wollen. In einer ersten Stellungnahme äußerte Lebrun, dass er tief betroffen sei. Mit allen Menschen guten Willens weine er zu Gott. Doch auch in dieser Zeit gelte, dass für die katholische Kirche außer dem Gebet und der Brüderlichkeit keine anderen Waffen in Betracht kämen. Der Generalvikar des Bistums eilte bereits gleich am Vormittag nach Saint-Etienne-du-Rouvray.


17 Uhr
Der "Islamische Staat" (IS) bekenne sich zu diesem Anschlag, berichten verschiedene profilierte Medien. Eine offizielle Bestätigung steht dafür noch aus.

18 Uhr
Einer der beiden Angreifer sei den Behörden offenbar schon als radikalisiert bekannt gewesen, wie ebenfalls aus noch unbestätigten Medienberichten zu erfahren war.

18.40 Uhr
Weltjugendtag wurde mit Gedenken an ermordeten Pere Hamel eröffnet!

19 Uhr
Französische Bischöfe rufen den kommenden Freitag als Tag des Fastens und des Gebetes aus.

19.30 Uhr
Papst Franziskus und Präsident Präsident Hollande führten ein Telefongespräch. Das berichtete die "Bild" unter Berufung auf Angaben des Élyséepalastes. Der französische Präsident hat Papst Franziskus zugesagt, alles für den Schutz der Kirchen im Land zu tun, wenn ein Priester attackiert werde, sei ganz Frankreich verletzt.

20 Uhr
Inzwischen wurde die Aussage der der Ordensfrauen bekannt, der die Flucht gelungen war und die die Polizei verständigt hat. Sie berichtete im Nachhinein dem französischen Sender RMC, dass sich der Priester hinknien musste. Als die Attentäter die Kirche endlich verließen - was mit ihrer Erschießung durch die Polizei endete - war der Priester bereits tot und eine weitere Geisel schwer verletzt.

21 Uhr
Der Vorsitzende der Französischen Bischofskonferenz, Erzbischof
Georges Pontier (Marseille), warnte, dass dieses Attentat die "Einheit der Franzosen" erschüttere und störe.

21.30
Medienberichten zufolge trug einer der Täter eine elektronische Fußfessel. Zum Tatzeitpunkt hatte er Ausgangserlaubnis aus seiner Wohnung. Er sei zuvor bereits mehrfach unter Terrorismusverdacht festgenommen worden, eine Festnahme war in Deutschland erfolgt. Auch war er bereits zehn Monate im Gefängnis gewesen, dieser Haft folgte die Freilassung mit Auflagen wie bsp. der Fußfessel. Außerdem berichteten verschiedene Medien, dass die beiden Attentäter anscheinend die Ermordung des Priesters filmten, sie wollten später ein entsprechendes Gewaltvideo ins Internet stellen.

22 Uhr
Die Union der islamischen Organisationen in Frankreich (UOIF)stellte fest, dass ein Angriff auf eine Kirche immer auch ein Angriff auf alle religiösen Andachtsorte sei.

23 Uhr:
Heiligland-Bischöfe: «Kaltblütige Enthauptung» in französischer Kirche

Mittwoch, 27.7. 5 Uhr
Nach Angaben der "Deutschen Welle" werden in der Gemeinde Stimmen laut, die um die baldige Heiligsprechung des Priesters bitten.

6.45 Uhr
Über Abbé Jacques Hamel werden weitere Einzelheiten bekannt: Der ermordete Priester hatte sich für Muslime und für gute Beziehungen zwischen Muslimen und Christen eingesetzt.

9 Uhr
Augenzeugin schildert: 'Sie zwangen ihn auf die Knie, dann filmten sie den Mord'.

9.30 Uhr
Der Sprecher der Deutschen Bischofskonferenz, Matthias Kopp, stellte fest: Es sei nicht möglich, 24.500 katholische Kirchengebäude in Deutschland zu schützen. Gefordert sei daher erhöhte Wachsamkeit im Alltag. Trotzdem sollen Kirchen aber weiterhin offene Orte sein.

9.35 Uhr
Nach IS-Priestermord: 'Wallstreet Journal'-Journalist will in katholische Kirche eintreten

11.30 Uhr
Zwei katholische Priester reagieren im #JeSuisCharlieHebdo-Stil: 'Je Suis Catholique!'.

12 Uhr
Bundeskanzlerin
Merkel verurteilt den «Angriff auf gläubige Christen» auf das Schärfste.

Die Aktualisierung wird hiermit abgeschlossen

Foto: Diesem Priester wurde die Kehle durchgeschnitten - R.I.P. Abbé Jacques Hamel - Nun feiert er ewiges Ostern


Deutsche Welle - Ermordeter Priester wurde von örtlicher Moscheegemeinde als ´Freund´ bezeichnet - Kirchengemeinde: Heiligsprechung des Ermordeten


ARD Mittagsmagazin - Tote bei Geiselnahme/Kirche - Französische Antiterrorabteilung übernimmt Ermittlungen - Präsdident Hollande vor Ort eingetroffen


ARD - Tote bei Geiselnahme in französischer katholischer Kirche - Hinweise auf Islamismus scheinen sich zu verdichten


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