Login




oder neu registrieren?


Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:







Top-15

meist-diskutiert

  1. Die Alte Messe braucht die Piusbruderschaft nicht
  2. Eduard Habsburg: Alte Messe ist ‚absolute Antithese zur heutigen Welt‘
  3. Kurienerzbischof Pozzo: „Die beiden Formen des Römischen Ritus nicht gegeneinander ausspielen“
  4. Erzbistum Washington entlässt Exorzisten wegen Äußerungen zu UFOs und Dämonen
  5. "Wir haben kleines Gebet gesprochen, weil wir glauben, daß Jesus durch das Spiel verherrlich wird"
  6. „Alles, was auch nur entfernt katholisch aussieht, zu hinterfragen, davor zu warnen“
  7. Bischof Algermissen: kfd-Positionspapier zu § 218 StGB ist nicht katholisch
  8. Linksfeministinnen haben einst katholischen Verband übernommen
  9. Moskauer Patriarch Kyrill könnte auf EU-Sanktionsliste kommen
  10. Besorgniserregende antidemokratische und gewaltaffine Haltungen bei jungen Muslimen
  11. „NMECHA hat mehr für den christlichen glauben getan als die letzten kirchentage der @EKD“
  12. Die Menschenwürde hat keinen Reisepass
  13. Verbrechen gegen Menschlichkeit und gegen das Christentum durch Russland!
  14. ‚Jedes Knie soll sich beugen‘: Erzbischof Fisher ruft zum Knien vor der Eucharistie auf
  15. ‚Das Christentum ist in Deutschland inzwischen fast so bedroht wie das Auerhuhn‘

Zulehner hofft: Ab 2019 mit verheirateten Priestern

8. Jänner 2018 in Weltkirche, 109 Lesermeinungen
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


"Ich vermute, dass dies lateinamerikanische Bischöfe auf der Amazonassynode 2019 beschließen werden. Der Papst dürfte ihnen die Rückendeckung geben" - Anders als Franziskus sei Johannes Paul II. ein "um die Einheit besorgter Zentralist" gewesen


Wien (kath.net/KAP) Der Wiener Pastoraltheologe Paul M. Zulehner rechnet mit einer baldigen Öffnung des katholisch-kirchlichen Priesteramtes für verheiratete Männer. "Ich vermute, dass dies lateinamerikanische Bischöfe auf der Amazonassynode 2019 beschließen werden. Der Papst dürfte ihnen die Rückendeckung geben", so Zulehner am Samstag in einem Interview mit dem "Kurier". Das werde andere unter Druck setzten, dem Beispiel der Lateinamerikaner zu folgen und auf diese Weise die Kirche verändern. "Es ist eine der wichtigsten Entscheidungen in diesem Pontifikat, dass der Papst den Zentralismus überwindet", so die Einschätzung des Theologen.

Bisher habe alle Welt nach der "römischen Pfeife" getanzt, das werde sich künftig aber ändern und zu einer "Revolution" führen. Rom sei bereit, in die "Schule der Regionen, der Kontinente, der Bischofskonferenzen" zu gehen, dort zu lernen und Entscheidungen regional zuzulassen oder für die Weltkirche zu übernehmen. Und auch Bischöfe könnten sich künftig etwa im Umgang mit Kirchenvolksbegehren nicht mehr alleinige auf Vorgaben aus Rom berufen.


Anders als Franziskus sei Papst Johannes Paul II. laut dem Theologen ein "um die Einheit besorgter Zentralist" gewesen, der verhindert habe, dass vieles, das sich regional entwickelt habe, in die Politik der Weltkirche einging. Diesen Entwicklungsverlust, diese Stagnation mache Papst Franziskus jetzt wett, "indem er sagt: Der Heilige Geist ist nicht nur in Rom".

Papst mutet Kirche neue pastorale Kultur zu

Der Papst mute der Kirche auch eine neue pastorale Kultur zu, die nicht mehr Gesetze, sondern den konkreten Menschen und seine Beziehung zur Kirche in den Mittelpunkt stelle. "Man spricht weniger von Sünden der Menschen, sondern von ihren Wunden, man moralisiert nicht, sondern man heilt." Der Papst sei weniger Ideologe, sondern Hirte, der sich um den einzelnen Menschen in seiner je einzelnen Situation kümmere, so Zulehner.

Die Schlüsselfrage laute: "Wie kann der Mensch Gott verbunden sein und von da her in einer unglaublichen Freiheit Mensch sein? Wer sein Knie vor Gott beugt, beugt es nie mehr vor einer Partei, vor der Wirtschaft, vor sozialen Medien. Der trägt seine Autonomie als Geschenk Gottes in sich: eine unantastbare Freiheit des Gewissens."

Kirche sozialer geworden

Unter Franziskus sei die Kirche auch sozialer geworden. "Der Papst hat aus erster Hand gelernt, dass die Kirche nicht in erster Linie die Reichen zu unterstützen hat, sondern dass vor allem die, die unter die Räder kommen, die bevorzugten Adressaten sind, darum wünscht er sich eine arme Kirche an der Seite der Armen und von den Reichen bittet er, mit ihm für die Armen zu wirken." Für die reichen Länder erwachse daraus die Frage, was es heiße, eine Option für die Schwächeren abzugeben. Dem Einzelnen zu helfen, sei dabei zu wenig, gefordert sei, so der Theologe, vielmehr eine Sozialpolitik zur Überwindung der Armut.

Deutlich erkennbar werde im Pontifikat Franziskus außerdem die Zunahme außereuropäischen Einflusses auf die Kirche. Zulehner rechnet damit, dass auch der nächste Papst kein Europäer sein wird. Das nächste Konvent werde hart, "was sich jetzt in Kleingefechten abspielt, wird sich dort im Großen abspielen" und es werde sich zeigen, ob der Kurs des jetzigen Papstes weitergeführt wird.

Copyright 2018 Katholische Presseagentur KATHPRESS, Wien, Österreich
Alle Rechte vorbehalten


Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu

Zölibat

  1. Krautwaschl zu Grünwidl: Bin nicht gezwungen worden!
  2. Schweizer Priester ließ sich kurz vor seinem Tod zivilrechtlich trauen
  3. Marketz möchte den Zölibat 'freistellen'
  4. Kurienkardinal Ouellet: "Viri probati" lösen Priestermangel nicht
  5. "Ich bin ein solcher verheirateter Priester“
  6. Kardinal Ruini gegen Priesterweihe für verheiratete Männer
  7. Schönborn: Grundform des priesterlichen Dienstes bleibt zölibatär
  8. Winibald Müller: Ende des Pflichtzölibats durch Synode eingeläutet
  9. Marx behauptet: "Zölibat wird nicht abgeschafft"
  10. Der Zölibat und das Märchen vom Priestermangel






Top-15

meist-gelesen

  1. SIZILIEN-Rundreise mit Kaplan Johannes Maria Schwarz - ANMELDUNG nur noch bis 22. JUNI!!!
  2. Die Alte Messe braucht die Piusbruderschaft nicht
  3. Erzbistum Washington entlässt Exorzisten wegen Äußerungen zu UFOs und Dämonen
  4. "Wir haben kleines Gebet gesprochen, weil wir glauben, daß Jesus durch das Spiel verherrlich wird"
  5. Papst: „Ich bin zutiefst berührt, dass Sie darüber sprechen können“
  6. Eduard Habsburg: Alte Messe ist ‚absolute Antithese zur heutigen Welt‘
  7. Kurienerzbischof Pozzo: „Die beiden Formen des Römischen Ritus nicht gegeneinander ausspielen“
  8. Neuer Trend in den USA: Abkehr von nüchternen Kircheninnenräumen
  9. ‚Das Christentum ist in Deutschland inzwischen fast so bedroht wie das Auerhuhn‘
  10. Linksfeministinnen haben einst katholischen Verband übernommen
  11. Bischof Algermissen: kfd-Positionspapier zu § 218 StGB ist nicht katholisch
  12. Rückflug des Papstes von Teneriffa nach Rom um mehrere Stunden verzögert
  13. „Alles, was auch nur entfernt katholisch aussieht, zu hinterfragen, davor zu warnen“
  14. ‚Jedes Knie soll sich beugen‘: Erzbischof Fisher ruft zum Knien vor der Eucharistie auf
  15. Nach Störung einer Messe in Osnabrücker Kirche: Drei Personen stellen sich der Polizei

© 2026 kath.net | Impressum | Datenschutz