Login




oder neu registrieren?


Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:







Top-15

meist-diskutiert

  1. Nicht Bruch, sondern lebendige Tradition - Wider den Missbrauch der Liturgiereform
  2. Kard. Sarah: „Die Abneigung gegen Latein und Gregorianik wird mit der 68er-Generation verschwinden“
  3. Papst Leo: „Die Welt durchlebt eine besonders unruhige Phase“
  4. Die Hölle, eine verschwiegene Wahrheit
  5. Die umstrittene Synodalkonferenz der Kirche in Deutschland wurde leise abgesagt
  6. Matthäi am Letzten will Bischof Feige nicht mehr
  7. Papst äußert sich skeptisch zu fundamentalen Risiken der KI
  8. US-Diözesen mit ungewöhnlich hoher Zahl an Priesterweihen
  9. „Synodalität wird den Katholizismus zerstören“
  10. ‚Tritt hinter mich!’ Der Weg des Messias führte über das Kreuz
  11. Caroline Bosbach: „Linkspartei erklärt evangelikale Christen zum Feindbild“
  12. Polnischer Primas in Jasna Góra: „Recht auf Leben von der Empfängnis bis zum natürlichen Tod“
  13. Ist ein linker Punksänger klüger als Bischof Feige?
  14. R.I.P. Dolly Parton
  15. Wenn die Erinnerung bleibt, aber der Glaube schwindet

Die mystische Wirkung und die gemeinschaftliche Wirkung

14. Juni 2020 in Aktuelles, 3 Lesermeinungen
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


Franziskus an Fronleichnam: der doppelte Schatz der Eucharistie. Die Eucharistie macht die Kirche. Von Armin Schwibach


Rom (kath.net/as) Angelus am elften Sonntag im Jahreskreis. An diesem Sonntag wird in Italien und dieses Jahr auch im Vatikan das Hochfest Fronleichnam nachgefeiert.

 

In der zweiten Lesung der heutigen Liturgie, so Papst Franziskus, wecke der heilige Paulus unseren Glauben an dieses Geheimnis der Gemeinschaft (vgl. 1 Kor 10,16-17). Er betone zwei Wirkungen des gemeinsamen Kelches und des gebrochenen Brotes: die mystische Wirkung und die gemeinschaftliche Wirkung.

 

Zuerst sage der Apostel: „Ist der Kelch des Segens, über den wir den Segen sprechen, nicht Teilhabe am Blut Christi? Ist das Brot, das wir brechen, nicht Teilhabe am Leib Christi?“ (v. 16). Diese Worte drückten die mystische oder spirituelle Wirkung der Eucharistie aus. Es gehe um die Vereinigung mit Christus, der sich in Brot und Wein für das Heil aller anbiete.


 

Jesus sei im Sakrament der Eucharistie gegenwärtig, um unsere Nahrung zu sein, um in uns aufgenommen zu werden und um in uns jene erneuernde Kraft zu werden, die nach jeder Pause oder nach jedem Sturz die Energie und den Wunsch wiederherstelle, sich wieder auf den Weg zu machen. Dies erfordere jedoch unsere Zustimmung, unsere Bereitschaft, uns verwandeln zu lassen. Andernfalls „werden die Eucharistiefeiern, an denen wir teilnehmen, auf leere und formale Riten reduziert“.

 

Die zweite Wirkung sei die der Gemeinschaft. Dieser werde vom heiligen Paulus mit folgenden Worten ausgedrückt: „Ein Brot ist es. Darum sind wir viele ein Leib; denn wir alle haben teil an dem einen Brot" (V. 17). Es gehe um die gegenseitige Gemeinschaft derer, die an der Eucharistie teilnehmen, bis zu dem Punkt, dass sie zu einem Leib unter sich würden, so wie eins das Brot sei, das gebrochen und verteilt werde.

 

Die Gemeinschaft mit dem Leib Christi „ist ein wirksames Zeichen der Einheit, der Gemeinschaft, des Teilens. Man kann nicht an der Eucharistie teilnehmen, ohne sich zu einer aufrichtigen gegenseitigen Brüderlichkeit zu verpflichten“. Doch der Herr wisse sehr wohl, dass unsere menschliche Kraft allein dafür nicht ausreiche. Im Gegenteil, er wisse, dass unter seinen Jüngern immer die Versuchung der Rivalität, des Neids, der Vorurteile, der Spaltung bestehen werde. Das sei auch der Grund, warum er uns das Sakrament seiner realen, konkreten und dauerhaften Gegenwart hinterlassen hat, so dass wir, indem wir mit Ihm verbunden blieben, immer das Geschenk der brüderlichen Liebe empfangen könnten.

 

Diese zweifache Frucht der Eucharistie: „die Vereinigung mit Christus und die Gemeinschaft unter denen, die sich von ihm nähren, bringt die christliche Gemeinschaft hervor und erneuert sieständig“. Deshalb sei es wahr, „dass die Kirche die Eucharistie macht, aber es ist grundlegender, dass die Eucharistie die Kirche macht und es ihr erlaubt, ihre Mission zu sein, noch bevor sie sie erfüllt“.


Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu

Angelus

  1. Die Gnade der Eucharistie: essen und gesättigt werden
  2. Der Sinn von Christi Himmelfahrt. Zwei Handlungen: Ankündigung der Gabe des Geistes und Segen
  3. Frieden hinterlasse ich euch, meinen Frieden gebe ich euch!
  4. Hören, kennen, folgen
  5. Die Zeit, mit Jesus neu anzufangen, mit ihm hinauszufahren
  6. Auch wir sind wie Thomas
  7. Die Wahrheit, die uns frei macht
  8. Bekehren wir uns vom Bösen, entsagen wir der Sünde!
  9. Die Verklärung und die Gnade der Wachsamkeit
  10. Die Versuchungen und der Kampf gegen das Böse






Top-15

meist-gelesen

  1. EILT - Sommerspende für kath.net - Bitte helfen SIE uns JETZT!
  2. Mit Sneakers und Baseballkappe: Leo XIV. wird zum Mode-Papst
  3. Papst versichert Sturzflut-Opfern in Nepal seine Nähe
  4. Die Hölle, eine verschwiegene Wahrheit
  5. Mit Erlaubnis des Kardinals: Benediktiner betet als Einsiedler für Skandinavien
  6. Synodalität aus der Tradition - Teil 1
  7. US-Präsident Trump nominiert Lebensschützerin zur Direktorin der Arzneimittelbehörde FDA
  8. Polnischer Primas in Jasna Góra: „Recht auf Leben von der Empfängnis bis zum natürlichen Tod“
  9. Außenbeauftragter des Papstes setzt Besuch in Moskau fort
  10. Papst Leo: „Die Welt durchlebt eine besonders unruhige Phase“
  11. Erzdiözese Mexiko will angemessenes Begräbnis für abgetriebene und nach der Geburt gestorbene Babys
  12. Verhaftung nach Großbrand einer historisch wertvollen Holzkirche in Kanada
  13. Nicht Bruch, sondern lebendige Tradition - Wider den Missbrauch der Liturgiereform
  14. YouTube-Philosoph Joe Schmid: „Ich spüre eine Art magnetische Anziehungskraft des Katholizismus“
  15. Kaiser Otto der Große wurde im Magdeburger Dom erneut beigesetzt

© 2026 kath.net | Impressum | Datenschutz