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Wenn du Almosen gibst, soll deine linke Hand nicht wissen, was deine rechte tut

20. Februar 2021 in Jugend, 2 Lesermeinungen
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Richten wir in dieser Zeit unseren Blick die ganze Zeit auf das Kreuz und suchen wir in ihm Stärke, nicht in uns selber. - Die Jugendkolumne von Viktoria Samp über den Zweck der Fastenvorsätze


Linz (kath.net)

Ich liebe diesen Satz aus dem heutigen Tagesevangelium: „Wenn du Almosen gibst, soll deine linke Hand nicht wissen, was deine rechte tut“ (Mt 6,3). Es ist nicht nur ein Leitwort für die anstehende Fastenzeit, aber kann auch in unserem ganzen Leben eine wunderschöne Einstellung darstellen. Eine Einstellung, die all unser gutes Tun und Handeln auf das Eigentliche konzentriert, nämlich auf Gott und auf den anderen Menschen. Unsere Fastenvorsätze laufen immer wieder Gefahr zum Zwecke ihrer selbst zu werden. Wir setzen uns ein Ziel und möchten es erreichen, um uns selber und auch anderen etwas zu beweisen. Aber darum geht es doch gar nicht.

Unsere guten Taten sollen dem Zweck der Taten selber dienen und nicht unserer Selbstzufriedenheit oder unserem Stolz. Heute vergessen wir das häufig und gehen den umgekehrten Weg – die einzige Motivation, Gutes zu tun oder Böses zu unterlassen, ist oft, dass wir etwas im Gegenzug erwarten: Lohn, Lob, Dank, Stolz, Selbstzufriedenheit usw. Es ist auf der einen Seite gut, dass wir solche guten Konsequenzen spüren, denn das heißt, dass unser Gewissen auf der richtigen Wertebasis aufbaut.


Auf der anderen Seite aber erinnert uns der oben zitierte Satz daran, dass wir auch bei guten Taten nicht immer reine Intentionen haben. Das ganze Evangelium ist die Lehre der Liebe. Jesus Christus kommt in die Welt, um uns zu retten. Er widmet Sein ganzes Leben der Liebe, vor allem, indem Er uns ein Beispiel gibt. Denn genau das ist es, was die Liebe ausmacht, dass Er nicht nur darüber spricht, sondern in all seinen Handlungen, Seinem ganzen Leben (und Sterben) diese Liebe wirklich lebt. Nur unsere Taten und konkreten Handlungen zeugen von der Reinheit unserer Liebe. Wir geben anderen Menschen das beste Beispiel, wenn wir das leben, was wir glauben und was wir predigen. Mit klugen Worten können wir beeindrucken, wenn sich aber früher oder später herausstellt, dass wir es selbst nicht leben können, verlieren wir unsere Glaubwürdigkeit und damit verlieren auch unsere Worte und Gesten ihre Bedeutung.

Das Fasten ist kein Selbstzweck. Die Fastenzeit soll uns dabei helfen, uns auf das Wesentliche zu konzentrieren und uns auf das wichtigste Fest vorzubereiten – das Fest der Auferstehung Christi, das Fest des Sieges des Lebens über den Tod. Richten wir in dieser Zeit unseren Blick die ganze Zeit auf das Kreuz und suchen wir in ihm Stärke, nicht in uns selber. Vielleicht kann gerade auch der Verzicht darauf, davon zu berichten, wie gut wir mit unseren Fastenvorsätzen zurechtkommen, ein Vorsatz sein. Es ist egal, wie viel wir verzichten, wenn unser Ziel dahinter darin besteht, uns und den anderen etwas beweisen zu wollen, dann haben wir den Sinn der Fastenzeit nicht verstanden.

 

 

 

Gedanken zum Sonntags-Evangelium von P. Klaus Einsle LC - Die Zeit ist erfüllt, das REICH GOTTES ist NAHE, kehrt UM und glaubt an das EVANGELIUM

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Lesermeinungen

 galil?a! 20. Februar 2021 
 

Wunderbarer Artikel! Sehr schön!

1 Korth. 10.31 Ob ihr also esst oder trinkt oder etwas Anderes tut: Tut alles zur Verherrlichung Gottes!

Immer die Ehre des Herrn in Demut zu suchen und ihm in Hingabe dienen dieses sollten wir erbitten in der Fastenzeit. Christus ein Lehrer der Demut! Folgen wir ihm nach!

Nicht die Ehre von Menschen suchen wir, sondern die Ehre bei Gott.

So spricht auch Christus: Ehre von Menschen nehme ich nicht an.


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 matthieu 20. Februar 2021 
 

Sehr richtig

Die Hl.Therese freut sich sogar, wenn ihre gute Tat oder Absicht nicht mit ihr in Verbindung gebracht wird. Erst dann ist das Opfer recht, im Himmel gibt es den Lohn dafür. Und DER Lohn ist soviel mehr wert als Menschenlob oder -lohn. Machen wir also Gott die Freude bei jedem Opfer, jeder guten Tat


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