Login




oder neu registrieren?


Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:







Top-15

meist-diskutiert

  1. THESE: Korrekturen vom 2. Vatikanum sind unerlässlich
  2. Leere Hörsäle: Dramatischer Einbruch bei katholischen Theologie-Studenten
  3. Piusbrüder und Vatikan suchen Weg zur Einheit
  4. „Treue oder Einheit? Wie wird Leo XIV. mit den Lehr- und Disziplinarproblemen der Kirche umgehen?“
  5. Der Tod der Theologie in Deutschland
  6. Erzbistum Paderborn: Hunderte Protest-E-Mails gegen ‚Harry Potter Gottesdienst‘
  7. Warum Hausfrauen leicht heilig werden können
  8. Traditionsbruch: New Yorks Bürgermeister Mamdani nicht bei Installation von Erzbischof Hicks
  9. 'Selig sind, die Schwangerschaften beenden' - US-Pastorin sorgt für Eklat
  10. Offener Brief an Kardinal Marc Ouellet
  11. Mein Held des Monats: Marco Rubio – Ein Weckruf für das Abendland
  12. 'Man kann mit der Begründung, man verteidige die Demokratie, die Demokratie nämlich auch abschaffen'
  13. Papst Leo XIV. ernennt Lebensschützer zum neuen Erzbischof von Denver
  14. Vatikan-Segen fürs Börsen-Depot - Warum Sie Meta, Amazon, Tesla oder Apple kaufen dürfen
  15. 10 Jahre Haft für eine biologische Wahrheit in Brasilien!

Kardinal Pell zum Synodalen Weg: ‚Wir brauchen keine zweite protestantische Kirche’

28. Mai 2021 in Weltkirche, 16 Lesermeinungen
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


Die Missbrauchsskandale könnten kein Grund dafür sein, die katholische Lehre grundlegend zu ändern. Wer sich an die Lehre der Kirche halte, begehe keinen Missbrauch, betonte der Kardinal.


Vatikan (kath.net/KAP/jg)

„Sind wir Diener und Verteidiger der apostolischen Tradition, des Glaubens, der Offenbarung – oder deren Herren, so dass wir sie grundlegend ändern könnten?“ Dies sei die entscheidende Frage, die sich die Katholiken bei synodalen Prozessen stellen müssten, sagte George Kardinal Pell in einem Interview mit Kathpress.

Pell bezog sich auf den „Synodalen Weg“ der Kirche in Deutschland und auf das bevorstehende Plenarkonzil der Kirche in Australien. Mit den genannten Prozessen wollen die Verantwortlichen Vertrauen zurückgewinnen, welches durch die Missbrauchsskandale in den letzten Jahren verloren gegangen ist. Die Missbrauchsfälle müssten aufgearbeitet werden, betonte Pell, dies könne aber kein Grund dafür sein, wesentliche Lehraussagen der katholischen Kirche aufzugeben. Wer glaube, die „furchtbare Krise verlange ein völliges Umdenken bei unseren Strukturen oder der Art, wie wir leben“, unterliege einer totalen „Fehlinterpretation“, sagte er wörtlich.


Missbrauch und schwere Fehler würden nicht dadurch entstehen, dass jemand der kirchlichen Lehre folge. „Jemand, der sich an die Lehre hält, begeht keinen Missbrauch“, betonte er.

Pell ist davon überzeugt, dass ein Abgehen von der katholischen Lehre den Mitgliederschwund in der Kirche nicht aufhalten würde. „Wir brauchen keine zweite protestantische Kirche; liberale Protestanten verlieren noch viel schneller und mehr Mitglieder als wir“, sagte er wörtlich. Der christliche Glaube sei attraktiv, wenn er sich an dem orientiere, was Jesus Christus gelehrt habe.  „Religiöse Gruppen, die eine feste, klare Lehre haben, überleben besser als liberale. Die Kinder liberaler Christen werden Agnostiker“, sagte Pell.

Finanzreform weist in die richtige Richtung

Die von Papst Franziskus eingeleitete Reform der Finanzen des Vatikan sieht der ehemalige Leiter des vatikanischen Wirtschaftssekretariates positiv. Die wichtigste Maßnahme ist nach seiner Ansicht die Einrichtung eines Expertengremiums, welches den Heiligen Stuhl bei Finanzinvestitionen berät. Es sei seit Jahrzehnten bekannt gewesen, dass der Vatikan mit verdächtigen und unseriösen externen Finanzpartnern zusammen gearbeitet habe.

Vieles wofür er sich vor seiner Beurlaubung 2017 eingesetzt habe, habe sich als richtig erwiesen, sagte Pell rückblickend. Die Entlassung des Generalrevisors 2017 sei ein Fehler gewesen, ebenso die Kündigung von Verträgen mit externen Beratern wie der Wirtschaftsprüfungsgesellschaft PriceWaterhouseCoopers, betonte der Kardinal.

 


Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu

Vatikan

  1. Vatikan dementiert Bericht über Abweisung Macrons durch den Papst
  2. Neuerlich ein Vandalenakt im Petersdom
  3. Vatikan prüft Teilnahme an Trumps Friedens-Rat für Gaza
  4. Kurienerzbischof Gallagher: Leihmutterschaft ist eine „neue Form des Kolonialismus“
  5. „Synoden sind gute, nützliche Instrumente zur Entwicklung praktischer pastoraler Strategien, aber…“
  6. Vatikan hebt Pfarraufhebungen in US-Diözese Buffalo auf
  7. Latein nicht mehr erste Amtssprache im Vatikan

Synodaler Weg

  1. Römische Orientierung statt deutsch-synodale Desorientierung
  2. Der deutsch-synodale Weg als reines Herrschaftsinstrument!
  3. Die synodale Sackgasse der Anderskatholischen
  4. Bischof Oster legt nach: Grundsatzkritik am (deutsch-)Synodalen Weg
  5. Kardinal Woelki zur Polarisierung in der Bischofskonferenz: „Diese Situation ist belastend“
  6. Il Giornale: Benedikt XVI. hatte ‚große Besorgnis‘ wegen des Synodalen Wegs
  7. „In Deutschland tobt derzeit ein Kirchenkampf“ - Droht ein Schisma?







Top-15

meist-gelesen

  1. Einmal im Leben nach ISLAND - Eine Reise, die Sie nie vergessen werden!
  2. Oktober 2026 - Wunderbares SIZILIEN mit Kaplan Johannes Maria Schwarz!
  3. Piusbrüder und Vatikan suchen Weg zur Einheit
  4. Leere Hörsäle: Dramatischer Einbruch bei katholischen Theologie-Studenten
  5. „Treue oder Einheit? Wie wird Leo XIV. mit den Lehr- und Disziplinarproblemen der Kirche umgehen?“
  6. Der Tod der Theologie in Deutschland
  7. THESE: Korrekturen vom 2. Vatikanum sind unerlässlich
  8. 'Selig sind, die Schwangerschaften beenden' - US-Pastorin sorgt für Eklat
  9. Offener Brief an Kardinal Marc Ouellet
  10. Mein Held des Monats: Marco Rubio – Ein Weckruf für das Abendland
  11. Erzbistum Paderborn: Hunderte Protest-E-Mails gegen ‚Harry Potter Gottesdienst‘
  12. Traditionsbruch: New Yorks Bürgermeister Mamdani nicht bei Installation von Erzbischof Hicks
  13. „In unendlicher Liebe durch das Leben geführt“
  14. 'Ich bin der Liebe Gottes würdig, einfach weil ich existiere.'
  15. 10 Jahre Haft für eine biologische Wahrheit in Brasilien!

© 2026 kath.net | Impressum | Datenschutz