Login




oder neu registrieren?


Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:







Top-15

meist-diskutiert

  1. Eine „Erzbischöfin“ stürzt die Anglikanische Kirche ins Chaos
  2. Was Charlie Kirk Friedrich Merz antworten würde
  3. Tantum ergo Sacramentum
  4. „Der Wahlausgang in Berlin im September 2026 gibt vielen Bevölkerungsgruppen Anlass zur Sorge“
  5. "Marsch für das Leben"-Grußwort des DBK-Vorsitzenden Wilmer verfehlt das Thema
  6. Niederländischer Weihbischof Mutsaerts: „Kirche in der Krise – und wie wir sie nicht retten sollten“
  7. Irreversibel – die Diktatur des Geschehenen. Wenn die Geschichte zum ‚Lehramt‘ wird
  8. Katholische Cityseelsorge St. Gallen Mitveranstalter von ‚Drag-Show‘
  9. BDKJ und eine doch getaufte Kandidatin im Bundesvorstand
  10. Niederlande: Ein zweijähriges Kind wurde durch Euthanasie getötet
  11. Salzburg: 1.000 Gläubige bei Adoratio-Kongress zu "Himmlischer Friede"
  12. Wien: Rund 20.000 Teilnehmer bei ökumenischem "Marsch für Jesus"
  13. Bei öffentlichen Anlässen: Kanadas Militärkapläne dürfen nicht über Gott sprechen
  14. Der Katholik Macron wird bei keiner der drei Papstmessen in Frankreich mitfeiern
  15. Tausende Teilnehmer bei Pro-Life-Kundgebungen in Berlin, Köln und Zürich

Malta: Prozess gegen ehemaligen Homosexuellen könnte ‚juristischen Dominoeffekt’ auslösen

29. Jänner 2023 in Chronik, 18 Lesermeinungen
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


Nach seiner Bekehrung zum Christentum wollte Matthew Grech nicht mehr als Homosexueller leben. Ein Interview über seine Erfahrungen brachte ihn jetzt vor Gericht.


La Valletta (kath.net/jg)
Einem christlichen Mitarbeiter einer Wohltätigkeitsorganisation droht eine Gefängnisstrafe, nachdem er in einem Interview erzählt hat, wie ihm sein Glaube ermöglicht hatte, sich von einem homosexuellen Lebensstil abzuwenden, den er nicht mehr fortführen wollte. Dies berichtet Fox News.

Die Behörden werfen dem 33jährigen Matthew Grech vor, er habe mit dem Interview gegen das in Malta geltende Verbot von „Konversionspraktiken“ verstoßen. Seine Rechtsberaterin sagte, dies sei der erste Fall dieser Art. Es drohe ein „juristischer Dominoeffekt“, der die Meinungsfreiheit und die Religionsfreiheit in der westlichen Welt gefährden könnte.

Laut einer Abschrift des Interviews mit PMnews Malta schlug Grech niemandem vor, eine Therapie zur Änderung der sexuellen Orientierung oder Geschlechtsidentität zu beginnen. Er übte aber Kritik an der Gesetzeslage in Malta und erklärte, wie er zu der Überzeugung gekommen war, dass Homosexualität keine Identität sondern eine Praxis sei, die mit seinem christlichen Glauben nicht vereinbar ist.


PMnews Malta habe seinen Standpunkt zu Homosexualität und Sexualität im Allgemeinen gekannt. Die Plattform habe ihn zum Interview eingeladen, weil sie mehr von einer Perspektive erfahren wollte, die von vielen gemieden werde. Die Redakteure von PMnews Malta seien interessiert gewesen, weil sie für die Meinungsfreiheit eintreten und nicht wollten, dass bestimmte Standpunkte ausgeblendet werden, nur weil sie unpopulär sind, sagte Grech.

Nachdem ihn LGBT-Aktivisten mit Verbindung zur Regierung von Malta und die Schwulenrechtsbewegung von Malta wegen des Interviews bei der Polizei angezeigt hätten, drohten ihm jetzt 5.000 Euro Strafe oder bis zu fünf Monate Gefängnis, wenn er verurteilt werde, gab Grech an. Das Gesetz verbietet es, „Konversionspraktiken“ zu bewerben. Die Journalisten, die Grech interviewt haben, werden sich deshalb ebenfalls vor Gericht verantworten müssen.

Grech wird vor Gericht vom Christian Legal Centre (CLC) vertreten, einer Organisation mit Sitz in London, die sich auf Fälle religiöser Diskriminierung gegen Christen spezialisiert hat. Andrea Williams, Geschäftsführerin des CLC, sagte, dass Grechs Behandlung durch die Behörden von Malta seine Freiheit als Christ und das grundlegende Recht auf freie Meinungsäußerung verletzen. Diese Rechte sind sowohl in der Verfassung von Malta als auch in der Europäischen Menschenrechtskonvention (EMRK) verankert.

Malta war das erste Land der Europäischen Union, in welchem Praktiken kriminalisiert wurden, welche die sexuelle Orientierung, Geschlechtsidentität und/oder den Ausdruck des Geschlechts einer Person ändern, unterdrücken oder eliminieren sollen. Das Gesetz wurde 2016 beschlossen.

Grech hatte früher sexuelle Beziehungen mit anderen Männern. Als er sich zum Christentum bekehrte, wollte er dieses Leben nicht mehr weiter führen. Er kam mit der International Federation for Therapeutic and Counseling Choice (IFTCC) in Kontakt, einer in Großbritannien ansässigen Organisation, die sich dafür einsetzt, dass Menschen ungewollte Neigungen und Verhaltensweisen ablegen und Unterstützung finden können, ohne dabei verurteilt zu werden. Er arbeitet jetzt für den Core Issues Trust, eine Organisation, die eng mit der IFTCC zusammenarbeitet und Menschen mit ungewollten gleichgeschlechtlichen Neigungen dabei unterstützt, diese abzulegen.

 


Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu

Religionsfreiheit

  1. Präsident Trump nominiert Tochter von Franklin Graham zur Sonderbotschafterin für Religionsfreiheit
  2. Britische Regierung verweigert finnischer Abgeordneter Räsänen die Einreise
  3. US-Stadt Louisville zahlt 800.000 Dollar an christliche Fotografin
  4. Katholische Bischöfe Kanadas: Gesetz gegen "Hass" gefährdet Religionsfreiheit
  5. Nicaraguas Regierung verbietet Kreuzweg-Prozessionen

Homosexualität

  1. Ein besonderer Tag für ‚unseren‘ Pfarrsekretär
  2. Erzbischof von Mailand feiert Messe für LGBT-Gruppe am Fest des Heiligsten Herzens Jesu
  3. Erzdiözese Salzburg: Weiterbildungsveranstaltung mit Homosexuellen-Initiative
  4. ‚Ist das Synodenbüro des Vatikan die PR-Abteilung von P. James Martin SJ geworden?‘
  5. Papst Leo XIV. empfing Katholiken, die mit gleichgeschlechtlicher Neigung keusch leben möchten

Meinungsfreiheit

  1. Britische Regierung verweigert finnischer Abgeordneter Räsänen die Einreise
  2. US-Lebensschützer ändern Wortwahl nicht: Abtreibung ist Tötung eines Ungeborenen
  3. Finnische Politikerin Räsänen ficht Verurteilung wegen ‚Volksverhetzung‘ vor EGMR an
  4. Fluglinie zahlt Stewardess fast eine Million Dollar nach Kündigung wegen pro-life-Ansichten
  5. US-Stadt Louisville zahlt 800.000 Dollar an christliche Fotografin







Top-15

meist-gelesen

  1. 'Kirche casht ab' - Immer weniger österreichische Katholiken, immer mehr Millionen!
  2. Niederlande: Ein zweijähriges Kind wurde durch Euthanasie getötet
  3. Leo XIV. besucht als erster Papst die wiederaufgebaute Notre-Dame
  4. Die Güte Gottes und die Freude am Glauben
  5. Zum Abschied einer Pastoralraumleiterin
  6. Der 11. September und die Notwendigkeit eines kämpferischen Christentums
  7. Was Charlie Kirk Friedrich Merz antworten würde
  8. Eine „Erzbischöfin“ stürzt die Anglikanische Kirche ins Chaos
  9. Bischof Oster benennt Unterschiede zwischen deutsch-synodalem Weg und vatikanischer Weltsynode
  10. Er war einer der Gründer der polnischen Lebensschutzbewegung: Pfr. Stanisław Małkowski verstorben
  11. Britische Regierung will ein Verbot für katholische Premierminister aufheben
  12. Tantum ergo Sacramentum
  13. Stift Heiligenkreuz unter neuer Leitung
  14. '40 Tage für das Leben' in Wien
  15. Akademie Johannes Paul II. begrüßt Ablehnung des britischen Euthanasiegesetzes

© 2026 kath.net | Impressum | Datenschutz