Login




oder neu registrieren?


Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:







Top-15

meist-diskutiert

  1. Wie die Piusbrüder - Linker belgischer Bischof plant weiterhin verbotene Weihen
  2. Ist der Islam ‚eine alternative Form des byzantinischen Christentums‘?
  3. Vatikan genehmigte 2025 in 34 Diözesen die Feier der Alten Messe in Pfarrkirchen
  4. Gefeuert wegen AfD-Kandidatur: Deutsche Caritas-Erzieherin zieht vor Gericht
  5. 'Amoris Laetitia' oder das Lehramt, das sich selbst abschafft
  6. Asymmetrisch blinder Blick auf die deutsche Landschaft
  7. Sechs Messdiener mit Down-Syndrom ministrierten bei der historischen Papstmesse in Paris
  8. Es gibt drei Erzengel, die vor Gottes Thron für uns eintreten
  9. Wort-Gottes-Feier in katholischer Kirche mit Liedern von Taylor Swift
  10. Die Deutsche Bischofskonferenz will keine 'Demontage' des deutschen Staatsfunks
  11. „Das Ende von Maria 2.0“
  12. „Wenn wir den wahren missionarischen Geist, den richtigen Weg finden, gibt es in Deutschland noch…“
  13. ‚Der Segen für Marie-Garance war auch ein Segen für ihre biologischen Eltern‘
  14. Papst versetzt umstrittenen Kurienkardinal Gambetti vom Petersdom in die Provinz
  15. US-Diözese führt Rosenkranzwochenende ein

Bischof Küng: ‘Humanae Vitae’ bleibt ein prophetisches Wort

29. Juli 2018 in Familie, 2 Lesermeinungen
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


Langjähriger Familienbischof: Enzyklika zielt auf "ganzheitliche Sicht von Sexualität" ab, soll nicht auf Pille reduziert werden - Paul VI. war auch angesichts späterer Entwicklungen vorausschauend.


St. Pölten (kath.net/ KAP)
Die vor 50 Jahren veröffentlichte Enzyklika "Humanae vitae" ist nach den Worten von Bischof Klaus Küng von bleibendem Wert: Die darin enthaltenen Aussagen hätten sich als "prophetisch" erwiesen, "auch hinsichtlich der danach einsetzenden Entwicklungen in der Reproduktionsmedizin, in der Evolutionsmedizin, der Humangenetik und auch im Verständnis von Familie, Mensch und Sexualität, die bis heute weitergehen", so der langjährige österreichische "Familienbischof" (1989-2018) am Freitag in einer Stellungnahme gegenüber der Nachrichtenagentur "Kathpress". Auch heute noch sei das Schreiben über die Weitergabe des Lebens prophetisch und lasse trotz aller Ablehnung keine Ruhe.

Wohl habe Papst Paul VI. 1968 mit der Enzyklika für große Teile der Kirche ein "Erdbeben" ausgelöst, bemerkte Küng. Später sei es dann Papst Johannes Paul II. gewesen, der in Folge vertieft erklärt habe, dass es dabei "um die ganzheitliche Sicht menschlicher Sexualität" gehe. Küng: "Eine solche Sicht macht bewusst, dass die geschlechtliche Vereinigung zwischen Mann und Frau von ihrem Wesen her - auch biologisch - den Bezug zum Entstehen neuen Lebens hat und unter bestimmten Voraussetzungen tiefster leibseelischer Ausdruck der Liebe sein kann."


Es sei höchste Zeit gewesen, über "Humanae vitae" und auch die von Johannes Paul II. in den Ansätzen grundgelegte "Theologie des Leibes" neuerlich nachzudenken, zeigte sich der Bischof erfreut über die vielfältige Rezeption der Enzyklika zum 50-jährigen Erscheinen. Schließlich sei in der jungen Generation durchaus eine erfreuliche, daran anknüpfende Entwicklung zu beobachten: "Der Weg der Liebe ist so, wie ihn die Kirche lehrt, gerade für junge Paare anziehend. Es ist immer schön zu hören, wenn Menschen vielleicht auch erst nach Jahren diesen Weg entdecken, und sie nicht selten ein neues Aufleben ihrer Liebe erleben", so Küngs seelsorgliche Erfahrungen.

Kritik äußerte der Bischof daran, dass in manchen Medienberichten die Enzyklika auch heute teils weiterhin auf die Pille reduziert werde. Man werde damit dem Gewicht und der Bedeutung des Schreibens nicht gerecht und habe es nicht verstanden, warnte Küng vor einem "Herauspicken" einzelner Aspekte. Bischof Küng, der vor seiner Priesterberufung Arzt war, war von 1989 bis zu seiner kürzlichen Emeritierung in der österreichischen Bischofskonferenz für Fragen zu Ehe, Familie und Bioethik zuständig.

Spindelböck: Würde steht im Zentrum

Als weiterhin "hochaktuell" bezeichnete auch der St. Pöltner Moraltheologe Josef Spindelböck in einer Stellungnahme die Enzyklika. "Humanae vitae" habe angesichts der damaligen "sexuellen Revolution" zentrale Werte des Ehe- und Familienlebens "klar und mutig" benannt und sich "im Namen Christi für die Würde des Menschen und der ehelichen Liebe eingesetzt".

Durch päpstliche Nachfolgeschreiben sei "Humanae vitae" vertieft worden, verwies Spindelböck auf "Familiaris consortio" und die "Theologie des Leibes" von Johannes Paul II. Auch Papst Franziskus habe, in Fortführung zweier Bischofssynoden, in seinem Nachsynodalen Apostolischen Schreiben "Amoris laetitia" von 2016 ausdrücklich gewürdigt, dass Paul VI. in Humanae vitae "das innere Band zwischen der ehelichen Liebe und der Weitergabe des Lebens ans Licht gehoben" hat. Diese Botschaft gelte es wiederzuentdecken. Vor allem sei die "gewissenhafte Wahrnehmung der Berufung zu verantworteter Elternschaft" eine "kraftvolle Botschaft, die gültig bleibt", so der Theologe.

Copyright 2018 Katholische Presseagentur KATHPRESS, Wien, Österreich (www.kathpress.at) Alle Rechte vorbehalten


Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu

Empfängnisregelung

  1. Wenn die kirchliche Lehre wahr ist, dann muss sie auch lebbar sein
  2. „Die himmlische Regie“
  3. Humanae vitae aufweichen?
  4. Sind Pille und Kondom moralisch geboten?
  5. Natürliche Familienplanung ist nicht mehr nur für Katholiken
  6. Die 'Kongopille' und die frühabtreibende Wirkung der heutigen Pillen
  7. Die 'Pille' steigert spürbar das Risiko zur gefährlichen Thrombose
  8. Kardinal Vingt-Trois: Künstliche Verhütung ist Sünde
  9. 'Spiegel' berichtet positiv über natürliche Familienplanung
  10. Bischof: Homo-Ehe ist unvermeidliches Ergebnis künstlicher Verhütung







Top-15

meist-gelesen

  1. Ostern 2027 in Rom - Große kath.net-Leserreise!
  2. Einbürgerung als Wahlstrategie? Linke profitiert massiv von muslimischen Wählern in Berlin
  3. Verletzter Priester: "Wir vergeben!"
  4. 'Wir sprechen deshalb zurecht hier nicht von Neuevangelisierung, sondern von Erstevangelisierung'
  5. Wort-Gottes-Feier in katholischer Kirche mit Liedern von Taylor Swift
  6. Gefeuert wegen AfD-Kandidatur: Deutsche Caritas-Erzieherin zieht vor Gericht
  7. Papst Leo: „Diese vier Tage waren buchstäblich erfüllt mit vielen Segnungen, fast schon Wundern“
  8. Initiative Pro Fide Ecclesiae richtet dringenden Appell an deutsche Bischöfe
  9. Politisch aber auch innerkirchlich „gibt es derzeit wieder viel Konfliktpotenzial“
  10. „Das Ende von Maria 2.0“
  11. Sechs Messdiener mit Down-Syndrom ministrierten bei der historischen Papstmesse in Paris
  12. „Die katholische Kirche ruht auf zwei Säulen ihrer sichtbaren Einheit: Petrusamt und Eucharistie“
  13. Es gibt drei Erzengel, die vor Gottes Thron für uns eintreten
  14. „Wenn wir den wahren missionarischen Geist, den richtigen Weg finden, gibt es in Deutschland noch…“
  15. Bischöfe beauftragen Familien als Missionare

© 2026 kath.net | Impressum | Datenschutz