Login




oder neu registrieren?


Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:







Top-15

meist-diskutiert

  1. Papst Leo XIV. geht auf Distanz zu Kardinal Marx und seinen geplanten Homo-Segnungen
  2. Marx erlaubt Segnung homosexueller Paare
  3. George Weigel an Kardinal Hollerich: Hat die Kirche Christus zweitausend Jahre lang missverstanden?
  4. US-Moderator Sean Hannity hat die katholische Kirche verlassen.
  5. Diplomatischer Coup: US-Präsident Trump verhindert Hinrichtung von acht Frauen im Iran
  6. Leo XIV. über Papst Franziskus: Ein großes Geschenk für die Welt
  7. Gericht verhandelt über Diskriminierung einer Lebensschutzgruppe an der Uni Heidelberg
  8. „Gott und sein Gesetz sind wichtiger als menschliche Vereinbarungen und Macht“
  9. ‚Augustiner für den Frieden‘ – Der spätere Leo XIV. bei einer Friedensdemonstration in Rom 1983
  10. „Wenn man der Wahrheit einen Namen geben möchte, ist das sicher Gott“
  11. Ein Brief vom Papst an die Kardinäle und der Stilwechsel in Rom
  12. Erst Gerichtssaal, dann Preisverleihung: Weronika Krawczyk erhält Opoka-Preis „Auf Fels gebaut“
  13. Trotz Konflikt mit dem Papst - Trump genießt jetzt Rekordzustimmung bei US-Katholiken
  14. Israel: Haftstrafe für zwei Soldaten nach schwerem Vandalismus an Kruzifix
  15. Finanzströme des Islam-Terrors: Hisbollah-Netzwerke bis nach Österreich aktiv

‚Mir geschehe, wie du es gesagt hast’

20. Dezember 2020 in Aktuelles, 1 Lesermeinung
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


Franziskus: jedes ‚Ja’ kostet, aber immer weniger als das, was Maria ihr mutiges und bereitwilliges ‚Ja’ gekostet hat. Nicht das x-te Geschenk für uns selbst und unsere Freunde, sondern für jemanden in Not, an den niemand denkt. Von Armin Schwibach


Rom (kath.net/as) „Du wirst ein Kind empfangen, einen Sohn wirst du gebären“: vierter Sonntag im Advent.

An diesem vierten und letzten Adventssonntag präsentiere uns das Evangelium noch einmal die Geschichte der Verkündigung. „Sei gegrüßt, du Begnadete“, sage der Engel zu Maria, „du wirst ein Kind empfangen, einen Sohn wirst du gebären: dem sollst du den Namen Jesus geben“ (Lk 1,28.31). Es scheine dies eine Ankündigung reiner Freude zu sein, die dazu bestimmt sei, die Jungfrau glücklich zu machen: „wer unter den Frauen der damaligen Zeit träumte nicht davon, die Mutter des Messias zu werden?“.

Doch zusammen mit der Freude kündigten diese Worte für Maria eine große Prüfung an. Denn zu diesem Zeitpunkt sei mit Josef verlobt gewesen. Das Gesetz des Mose habe festgelegt, dass in einer solchen Situation kein Verkehr oder Zusammenleben stattfinden sollte. Deshalb hätte Maria mit der Geburt eines Sohnes gegen das Gesetz verstoßen, „und die Strafen für Frauen waren schrecklich: die Steinigung war vorgesehen“ (vgl. Dtn 22,20-21). Sicherlich habe die göttliche Botschaft Marias Herz mit Licht und Kraft erfüllt. Dennoch sei sie vor einer entscheidenden Entscheidung gestanden: „Ja“ zu Gott zu sagen und dabei alles zu riskieren, einschließlich ihres Lebens, oder die Einladung abzulehnen und ihren gewöhnlichen Weg fortzusetzen.


Maria antworte: „Mir geschehe, wie du es gesagt hast“ (Lk 1,38). Es geschehe, wie es kommen sollte: das sei Marias berühmtes „Fiat“. Aber in der Sprache, in der das Evangelium geschrieben sei, stecke noch mehr. Der verbale Ausdruck zeige einen starken Wunsch, den festen Willen, dass etwas erfüllt werde. Mit anderen Worten: Maria sage nicht: „Wenn es geschehen muss, dann lass es geschehen..., wenn es nicht anders geht...“. Nein, sie drücke nicht eine schwache und unterwürfige Akzeptanz aus, sondern ein starkes und lebendiges Verlangen. Sie sei nicht passiv, sondern aktiv.

Sie erleide nicht Gott, sie halte sich an Gott. Sie sei eine Liebende, die bereit sei, ihrem Herrn in allem und sofort zu dienen. Sie hätte um ein wenig Bedenkzeit bitten können, oder um weitere Erklärungen, was passieren würde. Vielleicht hätte sie einige Bedingungen stellen können... Stattdessen habe sie sich keine Zeit genommen, sie habe Gott nicht warten lassen, sie habe es nicht aufgeschoben.

Wie oft bestehe unser Leben aus Aufschiebungen, auch unser geistliches Leben, so der Papst: „Ich weiß, dass es gut für mich ist zu beten, aber ich habe heute keine Zeit. Ich weiß, dass es wichtig ist, jemandem zu helfen, aber ich kann heute nicht. Ich werde es morgen tun, das heißt, niemals“. Heute, in unmittelbarer Nähe von Weihnachten, lade uns Maria ein, es nicht aufzuschieben, sondern „Ja“ zu sagen. Jedes „Ja“ kostet, aber immer weniger als das, was Maria ihr mutiges und bereitwilliges „Ja“ gekostet habe, jenes „mir geschehe, wie du es gesagt hast“, das uns das Heil gebracht habe.

„Und wir, welches ‚Ja’ können wir sagen?“, fragte sich Franziskus. In dieser schwierigen Zeit sollten wir, anstatt uns über das zu beklagen, was die Pandemie uns verhindere, etwas für diejenigen tun, die weniger hätten: „nicht das x-te Geschenk für uns selbst und unsere Freunde, sondern für jemanden in Not, an den niemand denkt!“. Der Papst warnte vor dem Konsumismus, der uns Weihnachten genommen hätte.

„‚Mir geschehe, wie du es gesagt hast’“, so der Papst abschließend: „Dies ist das letzte Wort der Jungfrau an diesem letzten Adventssonntag, und es ist die Aufforderung, einen konkreten Schritt auf Weihnachten zuzugehen. Denn wenn die Geburt Jesu das Leben nicht berührt, ist sie vergeblich. Auch wir werden jetzt im Angelus sagen: ‚Mir geschehe nach deinem Wort’: möge die Gottesmutter uns helfen, es mit dem Leben zu sagen.

 


Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu

Angelus

  1. Die Gnade der Eucharistie: essen und gesättigt werden
  2. Der Sinn von Christi Himmelfahrt. Zwei Handlungen: Ankündigung der Gabe des Geistes und Segen
  3. Frieden hinterlasse ich euch, meinen Frieden gebe ich euch!
  4. Hören, kennen, folgen
  5. Die Zeit, mit Jesus neu anzufangen, mit ihm hinauszufahren
  6. Auch wir sind wie Thomas
  7. Die Wahrheit, die uns frei macht
  8. Bekehren wir uns vom Bösen, entsagen wir der Sünde!
  9. Die Verklärung und die Gnade der Wachsamkeit
  10. Die Versuchungen und der Kampf gegen das Böse







Top-15

meist-gelesen

  1. Große SIZILIEN-Rundreise mit Kaplan Johannes Maria Schwarz!
  2. Papst Leo XIV. geht auf Distanz zu Kardinal Marx und seinen geplanten Homo-Segnungen
  3. Christus, das Licht der Jugend und der Familien
  4. Marx erlaubt Segnung homosexueller Paare
  5. „Wenn man der Wahrheit einen Namen geben möchte, ist das sicher Gott“
  6. Ein Brief vom Papst an die Kardinäle und der Stilwechsel in Rom
  7. George Weigel an Kardinal Hollerich: Hat die Kirche Christus zweitausend Jahre lang missverstanden?
  8. Keine Bistums-Erlaubnis für Afrika-Madonna in der Gebetsstätte Marienfried
  9. Diplomatischer Coup: US-Präsident Trump verhindert Hinrichtung von acht Frauen im Iran
  10. "Einfach viel unverschämter vom persönlichen Glauben erzählen"
  11. US-Moderator Sean Hannity hat die katholische Kirche verlassen.
  12. Der Fall „Correctiv“: Ein journalistischer Sündenfall und seine Folgen
  13. Der 6. Münchner Marsch fürs Leben setzt ein starkes Zeichen für das Lebensrecht
  14. Bischof Ivo Muser: "Der größte Mangel, den wir in unserer Diözese haben, ist der Gläubigenmangel"
  15. Gericht verhandelt über Diskriminierung einer Lebensschutzgruppe an der Uni Heidelberg

© 2026 kath.net | Impressum | Datenschutz