Login




oder neu registrieren?



Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:








Top-15

meist-diskutiert

  1. CSU-Söder garantiert für Bayern eine "freie Entfaltung" und attackiert die Kirchen
  2. 'Einige sähen mich lieber tot'
  3. 'Sie sind das Werk des Teufels!' - Wen meinte Papst Franziskus?
  4. Kardinal Woelki bleibt Erzbischof von Köln
  5. Impfpflicht für Messbesucher in kanadischer Erzdiözese
  6. Vatikan führt "Grünen Pass" gegen Covid-19 ein
  7. Bischof Voderholzer erhält für seine Kritik am Synodalen Weg Unterstützung von Kardinal Kasper!
  8. „Die Feier des Gottesdienstes ist der zentrale Auftrag der Kirche“
  9. Elf Bischöfe, DBK und Nuntius unterstützten den Marsch für das Leben, doch dann kommt die Keule!
  10. „Wird bei der Taufe das Stirnchakra verschlossen?“
  11. Vorwürfe gegen Schönstatt-Gründer - Berliner Gericht lehnt Unterlassungsantrag ab
  12. DBK-Kopf Bätzing: „Die Themen, die das aufzeigen, liegen alle auf dem Tisch des Synodalen Weges“
  13. Sie verlassen die Kirche im besten Alter
  14. Franziskus wünscht sich lebendige und kreative Kirche in Europa
  15. Bischof, der Flüchtling war: Migranten als Hoffnungsträger sehen

Familie und Ehe: Schönborn betont Offenheit und Barmherzigkeit

2. November 2014 in Österreich, 42 Lesermeinungen
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


Kardinal bei Festgottesdienst im Stephansdom zu Allerheiligen: Auch jene, deren Ehe aus welchen Gründen auch immer gescheitert ist, gehören zur großen Familie Gottes.


Wien (kath.net/ KAP)
Auch jene, deren Ehe aus welchen Gründen auch immer gescheitert ist, gehören zur großen Familie Gottes. Das hat Christoph Kardinal Schönborn in seiner Predigt beim Festgottesdienst zu Allerheiligen im Wiener Stephansdom betont. Der Kardinal erinnerte an die teils heftigen Debatten bei der jüngsten Familien-Synode im Vatikan. Papst Franziskus habe dazu eingeladen, auf die Lebensrealität der Menschen zu blicken. Manche in der Kirche hätten Angst vor zu viel Offenheit gegenüber jenen, die nicht in einer gelingenden christlichen Ehe leben; als ob ihnen dadurch selbst etwas weggenommen werden könnte. Es gebe auch Angst, dass durch die Synode etwas von der klaren Lehre der Kirche aufgegeben werden könnte.


Papst Franziskus habe jedoch klar betont, dass er für die Einheit von Kirche und Lehre stehe. Das werde nicht in Frage gestellt. Die Kirche gebe das Ideal einer christlichen Ehe bzw. Familie und die Treue zur Unauflöslichkeit der Ehe nicht auf. Doch es brauche neue Wege, um zu zeigen, dass Gott auch für jene seine Arme ausbreitet, die nicht dieses Ideal von Ehe und Familie leben.

Allerheiligen sei das "Fest der großen Familie Gottes", so Schönborn. Und jeder Mensch bedürfe des Erbarmens Gottes, um in diese Familie zu kommen.

Copyright 2014 Katholische Presseagentur, Wien, Österreich (www.kathpress.at) Alle Rechte vorbehalten.


Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

 Montfort 10. November 2014 

Wenn die Bischöfe das Wort "Umkehr" nicht mehr über die Lippen bringen ......

so darf man in diesem Zusammenhang doch die Worte Jesu ernst nehmen:"Ich sage euch: Ebenso wird auch im Himmel mehr Freude herrschen über einen einzigen Sünder, der UMKEHRT, als über neunundneunzig Gerechte, die es nicht nötig haben umzukehren." (Lk 15,7)


0

0
 
 Montfort 8. November 2014 

Die christliche Ehe ist kein "Ideal", ...

sondern ein SAKRAMENT(also ein Zeichen/eine Zeichenhandlung, durch die eine geschenkte HeilsWIRKLICHKEIT sichtbar wird) und eine gesellschaftlich anerkannte INSTITUTION - kann also nicht "graduell" ("ein bisschen", "ein bisschen mehr" oder "ziemlich ideal" etc.) gelebt werden, sondern entweder NICHT oder GANZ (in aller Armseligkeit und Begnadetheit!).


2

0
 
 bobovac 4. November 2014 
 

Es geht um unsere Kinder

Es geht hier nicht um die Person des Kardinals, sondern um das, was er sagt und lehrt. Und was er lehrt ist falsch. Es geht hier um viel, unter anderem um das seelische und um das leibliche Wohl unserer Kinder.

Vor allem sind die Theologen da gefragt, weil es handelt sich hier eindeutig um eine Irrlehre. Mit Hilfe der jahrtausendenlager Erfahrung der Kirche, sollte es doch leicht möglich sein die Heresie zu deuten.


11

0
 
 raph 4. November 2014 
 

@veri

Jeder Mensch hat es sich verdient differenziert wahrgenommen zu werden und nicht nur pauschal verurteilt zu werden. Auch ich habe hier eher den negativen Beigeschmack betont, ich weiß aber auch, dass Kard. Schönborn anders kann. Deswegen möchte ich es als eines seiner schutzbefohlenen Schafe von ihm auch einfordern: wir brauchen mutige Glaubenslehre (und ich weiß, dass er das auch kann) und nicht nur Verständnis für Glabensleere.
Es ist kein Urteil und kein entweder oder - aber die Dosis macht diesen unguten Beigeschmack.


6

0
 
 veri 4. November 2014 
 

@[email protected]

Danke, dass es auch andere im Forum gibt, die versuchen den Kardinal in Schutz zu nehmen und ihm gerecht zu begegnen. Hier wird ein Kirchenmann angegriffen, der es wirklich nicht verdient hat. So mancher sollte es sich nicht so leicht machen und sich zweimal überlegen, was er ihm unterstellt und vorwirft. Einem Glaubensbruder und Gottesmann ungerechtfertigt böswillige bis häretische Absichten zu unterstellen ist auch Sünde. Sachdiskussion ist schön und gut, aber ich denke der Kardinal wäre überrascht zu sehen, was er angeblich alles im Schilde führt oder denkt. Ich bleibe dabei, für mich ist er ein Mann des Gebetes, der den Herrn und seine Kirche liebt und seinem Auftrag entsprechend Menschenfischer sein will. Das heißt nicht, dass er nicht auch einmal argumentativ danebenliegt oder irrt, aber was ihm teilweise nachgesagt wird, ist absolut ungerecht. Wenn ein anderer Bischof ohne ähnliche Vorverurteilung das gleiche in einer Predigt gesagt hätte, krähte kein Hahn danach.


2

0
 
 Diasporakatholik 4. November 2014 
 

@Paddel

volle Zustimmung zu Ihrem "Klartext".

Genauso wie Sie es schildern ist es und -vor allem- war es leider auch schon bei uns in den 60er Jahren.

Bin froh, dass ich nie an solchen "kirchlichen" Jugendfreizeiten teilnahm.

Mir ist damals hinter vorgehaltener Hand entsprechendes geschildert worden.

kein Wunder, dass damit Glaube und Kirche den Bach runter gehen...


5

0
 
 Bruder Konrad 3. November 2014 
 

Trojaner oder legitime, positive „Ausfaltung“ der Lehre ? - Teil 2

2. Herr Kardinal Schönborn fordert „neue Wege“.
Wenn wirklich pastorale Sorge dafür die treibende Kraft ist, frage ich mich, warum er und seine Mitstreiter nicht schon längst die Vorschläge von Papst JP II aus familiaris consortio in der Vergangenheit aufgegriffen haben. Sie warten seit 1981 -leider bei vielen Bischöfen bis heute vergebens- darauf umgesetzt zu werden und hätten mit einiger Wahrscheinlichkeit die aktuelle Bischofssynode gegenstandslos gemacht.

3. Zum Thema „Barmherzigkeit“ kann ich nur wärmstens die Lektüre des Beitrages von M. Gurtner „Zur inneren Verflechtung von Gerechtigkeit und Barmherzigkeit“ (kath.net/news/48064) empfehlen.


8

0
 
 Bruder Konrad 3. November 2014 
 

Trojaner oder legitime, positive „Ausfaltung“ der Lehre - Teil 1 ?

Bei aller Wertschätzung für Herrn Kardinal Schönborn fallen mir anhand der hier veröffentlichten Zusammenfassung in der Predigt Aspekte auf, die mich mehr als nachdenklich stimmen:
1. Herr Kardinal Schönborn suggeriert es als Faktum, dass „manche“ „WvGs“ etc. aus der „großen Familie Gottes“ ausschließen wollen. Mit „manche“ meint er dabei wohl diejenigen, die die Forderung nach „Öffnung“ nicht fraglos übernehmen; mit der „großen Familie Gottes“ wohl alle Getauften auf der Erde plus leidende und triumphierende Kirche.
Abgesehen davon, dass dies gar nicht möglich ist (die Taufe ist ein unauslöschliches Prägemal – er dürfte als Kardinal das wohl wissen) unterstellt er diesem Personenkreis zusätzlich egoistische Motive.
Offenheit zu fordern, gleichzeitig aber Gläubige, die die Synode kritischer sehen, als ihm vielleicht lieb ist, mit einem negativen Touch zu versehen, passt m.E. nicht zusammen.


8

0
 
 Theodor69 3. November 2014 
 

Man ist anscheinend besonders katholisch, wenn man

auf einen Kardinal Schönborn hinhaut - egal was er sagt. Entweder man findet etwas, was man als schlecht interpretieren kann und wenn man es nicht findet, dann "redet er einmal so und einmal so". Ich bin nicht so sicher, ob man am jüngsten Tag für Kritik an seinem Hirten soviel Lob erntet bzw. ob Jesus mir einmal sagen wird "warum hast Du zu wenig öffentlich Deinen Bischof kitisiert?"


1

0
 
 Kurti 3. November 2014 
 

Nur die barmherzig sind, werden Barmherzigkeit erlangen.

Das gilt auch für Ehepartner. Das Vaterunser sagt im Prinzip das Gleiche. Wer andern nicht vergibt, dem wird auch Gott nicht vergeben, auch das gilt für die Ehen. Die Kirche sollte sich mehr bemühen, das in der Seelsorge bei Ehepartnern in Anspruch zu nehmen, dann wäre manches besser. Es sind schon genug Ehe mit Gottes Gnade wieder ins Lot gekommen. Leider und zu deren Schande hört man von den meisten deutschsprachigen Bischöfe dazu nichts. Sie sitzen wohl auch selten selber im Beichtstuhl.


5

0
 
 Rick 3. November 2014 

Vielleicht

sagt der Herr Kardinal ja auch einmal etwas zu Anerkennung und Stärkung jener Mehrzahl an Eheleuten, die täglich den guten Kampf kämpfen - und nicht nur immer etwas zu verschiedenen Randgruppen.


15

0
 
 Zarah N 3. November 2014 
 

Katholische Ehe ist lebbar.

Es gibt Menschen die das Ehe-Ideal real leben. Meine Großeltern waren mehr als 60 Jahre verheiratet und sie lebten das bis euch der Tod scheidet und in Guten und wie in schlechten Tagen. Also die Herren Kardinäle sollen bitte nicht so tun als ob christliche Ehen nur in Phantasialand existieren würden und nicht real seien.

Wenn Gott als Dritter in die Ehe einbezogen wird dann ist das Ideal der katholischen Ehe auch lebbar.
Selbst gottferne Menschen sehnen sich nach diesem Ideal der ewigen Liebe und wollen auf diesen Ideal nicht verzichten.
Die meisten Zweitehen scheitern doch auch.


16

0
 
 Zarah N 3. November 2014 
 

@Schlegl

Die Ehen scheitern aufgrund von Sünde, Egoismus,Lieblosigkeit, Unversöhnlichkeit,Intoleranz etc. Ehe scheitert nicht zufällig und schuldlos. Wie oft wird mit dem Hintergedanken geheiratet" wenn es nicht klappt kann ich mich immer noch scheiden lassen" Zum Gelingen eine Ehe gehört Verzicht, Verbindlichkeit und ein endgültiges Festlegen auf den Partners.Ein Ja zu Partner ohne ja aber„ja, aber ... nur so lange,so lange es gut geht“.
Zu seinem Versprechen stehen wird heute als Zumutung betrachtet.Zu einer Ehe gehört auch die Dürren und schlechten Momente in der Ehe auszuhalten.
Liebe ist nicht bloß ein Gefühl sondern vielmehr eine Entscheidung. Wenn ein Mann seine Frau nach Jahrzehnte aufopferungsvollen Jahre für eine jüngere und hübschere verlässt um wieder zu heiraten wird dieser Mann neuerdings als armes verwundertes verletztes Opfer betrachtet. Genau das Evangelium soll für den Westen umgeschrieben werden:Die katholischen Kirche nur als Kirche für westliche Bedürfnisse.


14

0
 
 Held der Arbeit 3. November 2014 

Strengere Orden haben größeren Zulauf

Was bei der ganzen Diskussion auch übersehen wird, ist, dass nach der Logik der Reformer des Ehe- und Familienbegriffs die evangelische Kirche in Deutschland rappelvoll sein müsste. Aber genau das Gegenteil ist der Fall. Die Austrittszahlen sind bei der evangelischen Kirche fast doppelt so hoch, wie bei der katholischen.

Wir wollen die Türen der katholischen Kirche weit aufmachen und alle einladen, einzutreten. Richtig so. Aber wenn wir dafür das katholische Ehe- und Familienideal aufgeben, werden wir genau das Gegenteil erreichen.

Und wenn man sich schaut, was für einen großen Zulauf diejenigen geistlichen Orden haben, die sich auf die strenge Zucht der ursprünglichen Regeln besinnen, während diejenigen Orden, die ihre Regeln modern umgedeutet haben unter Überalterung leiden, dann sollte klar sein, wohin die Richtung geht: Die Liebe und Barmherzigkeit Gottes zeigt sich darin, dass er den Menschen Gebote geoffenbart hat. Nicht Piep, Piep, Piep, Jesus hat dich lieb.


13

0
 
 Johann Martin 3. November 2014 
 

Evangelisieren, indem man Sünde schönredet?

Wer weiß, wie eine "Bekehrung" aussieht - und ich habe eine solche nicht nur selbst erlebt, sondern kenne persönlich auch viele, die radikal umgekehrt sind - der kann sich beim besten Willen nicht vorstellen, dass sich auch nur ein einziger bekehren wird, nur weil man Wiederverheiratete zu den Sakramenten zulässt, ihre neuen Verbindung segnet bzw. auch die der Homo-Pärchen. Es gibt in Deutschland und Österreich zahlreiche erfolgreich evangelisierende Jugendgruppen, die durch Bekehrungen wachsen, gerade weil sie die kirchliche Sexuallehre uneingeschränkt vertreten. Wer wirklich Jesu aus ganzem Herzen nachfolgen will, der spürt, wo die Wahrheit zu finden ist und wo die Lüge herrscht.


15

0
 
 Wiederkunft 3. November 2014 
 

Barmherzigkeit II

Wenn die Ehe bloß ein Ideal wäre, dann wäre niemand verpflichtet, katholisch zu heiraten, lebt es sich ja so viel einfacher. Dann wäre ein Betrug der Lebensgefährtin auch keine Ehebruch. Lieber Herr Kardinal ich kann sie beruhigen, wir besorgten Bischöfe und Laien, haben keine angst, dass uns jemand durch die Zulassung von WvG zur Kommunion etwas weg nimmt, denn wer wirklich an die Wahrheit glaubt, hat keine Angst. Ich glaube es ja, dass niemand an der Lehre etwas ändern will, aber die Praxis soll sich nicht mehr an der Lehre orientieren! Natürlich steht und stand schon immer die Kirche für alle Sünder offen, andere gibt es ja nicht. Aber sich in schwerer Sünde befindend, mit Jesus vereinen zu wollen,das ist der Frevel! Im Himmel wird keine ungeläuterte Seele Gott schauen können! Natürlich sind wir verpflichtet mit den Gescheiterten liebevoll um zu gehen, aber trotzdem sind wir der Wahrheit verpflichtet!


10

0
 
 Stiller 3. November 2014 
 

@oralabora

Ich sehe das auch so.
Und ich weiß, dass das zunächst offene Zugehen auf Menschen zumindest Dialog ermöglicht.
Und das ist schließlich der Anfang schlechthin zu Einfussnahme, vielleicht Seelsorge sogar.

Es erschreckt mich, wie wenig (Gott)vertrauen in Bischöfe und Kardinäle ist.


3

0
 
 Holterdipolter 3. November 2014 
 

@oralabora

An einer katholischen Privatschule in der ED Wien werden seit Jahren von der Religionslehrerin die pornografischen Filme „Sex, eine Gebrauchsanweisung für Jugendliche“ und „Sex we can“ vorgeführt. Das weiß Kardinal Schönborn als Diözesanbischof und das weiß das zuständige Diözesanschulamt. Ich habe Sie alle in einem Mail davon in Kenntnis gesetzt. Sie haben es nicht einmal für notwendig gefunden, eine Stellungnahme abzugeben. Wenn wir Eltern nicht akzeptieren, dass unseren Kindern auf diese Weise Humanae Vitae näher gebracht wird, dann müssen wir unsere Kinder vom Religionsunterricht abmelden, was laut Statuten einen Verweis von der Schule zur Folge hat. Wie soll nun Ihrer Meinung nach in meinem Fall "jener Vorschuss an Sympathie, ohne den es kein Verstehen gibt" aussehen, der auch mein Problem löst?


13

0
 
 Wiederkunft 3. November 2014 
 

Barmherzigkeit I

Lieber Herr Kardinal, ich halte sie für einen wirklich barmherzigen Bischof, sie haben schon so manche gute Worte für die Menschen in Österreich gesagt. Da haben sie meine Anerkennung. Aber ihre Verirrung begann, als sie die neue Beziehung von unserem verstorbenen Bundespräsident Klestil, öffentlich in Schutz nahmen, mit der Begründung, Klestil sei sogar mit seiner neuen Freundin nach Maria Zell gepilgert und habe dort alles vor Gott gebracht. Seine verlassene Ehefrau und seine Kinder bekamen keine Aufmerksamkeit und saßen beim Staatsbegräbnis im Stefans Dom hinter seiner neuen Lebensgefährtin Margit Löffler. Ich bin verwundert, dass die die Aussagen von Papst Benedikt ignorieren: " Die Ehe ist eine von Gott gestiftete Realität und kein menschliches Ideal." Wenn die Ehe ein Ideal wäre, dann wären alle außerehelichen Gemeinschaft keine Sünde, sondern jene hätten einfach das Ideal noch nicht erreicht. Aber warum sollten die jungen Paare dieses Ideal anstreben?


12

0
 
 oralabora 3. November 2014 
 

im übrigen

kennt der kardinal die schriften des hl augustinus sicherlich besser als die meisten, wir hier versammelten laien...

"Ich bitte die Leserinnen und Leser nur um jenen Vorschuss an Sympathie, ohne den es kein Verstehen gibt."

diesen satz im vorwort von benedikt xvi in jesus von nazareth sollten auch wir uns immer vor augen halten, wenn wir urteilen über leute wie kardinal schönborn, welche auch einen auftrag gegenüber sehr glaubensfernen christen haben.


3

0
 
 Kathole 3. November 2014 
 

@Holterdipolter

Als Vater einer gleichfalls kinderreichen Familie bitte ich Sie: Veröffentlichen Sie doch das unverschämte Bischofsschreiben, das sie erhalten haben. Die Bischöfe sind zur Zeit ja auch nicht gerade zimperlich damit, die Normal-Gläubigen zu vernachlässigen oder gar zu beleidigen ("Neid", "Angst"). Ich bin mir sicher, daß Kasper in puncto herablassender Arroganz kein Einzelfall im "progressiven" Episkopat ist. Kinderreiche Familien sind für diese Herrschaften doch nur ein Zeichen von konservativer Rückständigkeit. Schwul, feministisch, geschieden oder polyamor muß man schon sein, um von diesen Hirten des Zeitgeistes geachtet zu werden.


13

0
 
 oralabora 3. November 2014 
 

@suarez et al

lieber suarez & andere - was schönborn hier versucht ist nicht mit irgendwelchen tricks die lehre auf ein ideal zu reduzieren, er hat in verschiedenen äußerungen zb. auf orf.at vor der synode deutlich gesagt dass er sich keine änderung der lehre erwartet. was schönborn versucht ist eine sprache zu finden, den "taufchristen", welche wahnsinnig weit entfernt von jeglichen idealen sind, verstehen und in einen dialog zu treten, der mit dem positiven anfängt. es geht hier um missionierung und da muss man mit einem "ja" anfangen, ohne diesem ist eine menschliche annäherung einfach nicht möglich. erst dann kann alles weitere, auch die verkündigung der wahrheit, kommen. stellt euch vor, reine "taufchristen" würde diesem forum hier folgen - wir sind soweit auseinander, auch sprachlich, bauen auf einem völlig anderen glaubensstand auf, da wäre keine kommunikation möglich. schönborn ist nicht nur für uns "100%igen" katholiken hier, er hat einen missionierungsauftrag, um dem er sich bemüht.


5

0
 
 Held der Arbeit 3. November 2014 

Familie am Abgrund

Richtig, die Barmherzigkeit mit jedem Sünder der umkehrt ist Grundprinzip des christlichen Glaubens. Dennoch drückt sich die Liebe Gottes zu den Menschen nicht nur in seiner Barmherzigkeit aus, sondern auch in seinen Geboten.

Eine Gesellschaft ohne Gebote, in der "jede Lebensform ok ist", steuert auf den Abgrund zu. Sollte die katholische Kirche als letzte große Instanz auch noch vom Ehe- und Familienideal abrücken, werden die letzten westeuropäischen Staaten auch nachziehen und jegliche Form menschlichen Zusammenlebens als Ehe und Familie definieren. Wenn aber jede Lebensgemeinschaft mit Ehe und Familie gleichgesetzt ist, werden diejenigen, die tatsächlich kirchlich verheiratet sind und Kinder haben auf der Strecke bleiben. Schon jetzt wird in Deutschland bei kinderreichen Familien das Existenzminimum versteuert. Solche Benachteiligungen werden noch zunehmen. Denn warum sollten dann noch Familien mit Kinder "bevorzugt" behandelt werden?


9

0
 
 Auroraborealis 3. November 2014 
 

Der Kardinal

kann wahrscheinlich nicht so wie er wollen würde, die Lebensrealität holt die Kirche gerade in Städten wie Wien oder München erbarmungslos ein. Wie soll er gegen den Strom der Weltlichkeit schwimmen, wenn 90 % seiner klerikalen und weltlichen Mitarbeiter gegen ihn arbeiten.


4

0
 
 Suarez 3. November 2014 

@raph - Es gibt keinen Erlösuingautomatismus

Eine solche Lehre, auch wenn sie heute von progressiven "Katholiken" monoton vertreten wird, ist eine Irrlehre, wie schon aus der Zwei-Reiche-Lehre des Augustinus klar hervorgeht.

Gäbe es einen solchen Erlösungsautomatismus, gäbe es keine Sünde und es bedürfte keiner Umkehr zur Erlösung. Die Lehre von der Erbsünde wäre ein Trug und das Böse bloß Einbildung .

Schon im Buch Ezechiel heißt es aber:
Ez 18,31 Werft alle Vergehen von euch, die ihr verübt habt! Schafft euch ein neues Herz und einen neuen Geist! Warum wollt ihr sterben, ihr vom Haus Israel?
Ez 18,32 Ich habe doch kein Gefallen am Tod dessen, der sterben muss - Spruch Gottes, des Herrn. Kehrt um, damit ihr am Leben bleibt.

Umkehr heißt aber nicht Öffnung hin zur Diesseitigkeit, zur uneingeschränkten Lusterfüllung, sondern zum Geist, zur göttlichen Wahrheit, wie sie uns in Jesus Christus erschienen ist.

"Mein Reich ist nicht von dieser Welt" (Johannes 18:36)


9

0
 
 raph 3. November 2014 
 

Schlagwort Lebensrealität

Man stelle sich mal vor, vor etwa 2000 Jahren, die Apostel und ihre Schüler ziehen in die Welt hinaus. Dort begegnen sie aber einer harten Lebensrealtität, denn die Menschen damals hatten es nicht ganz einfach. Es ist sehr verständlich, dass sie alle ihre Missionen sofort eingestellt haben und sofort wieder zurückgekehrt sind. In einem Sesselkreis haben sie sich beeindruckt von ihren Erlebnissen berichtet - das waren harte Lebensrealtiäten und einer von ihnen kannte sogar ein Paar persönlich. Denen können wir natürlich nicht von Jesus erzählen oder gar noch verlangen, dass sie sich an seine Lehre halten! Das ist ja viel zu viel verlangt und wer weiß, was sie dann von uns halten, erzählte man sich am deutschsprachigen Sesselkreis. Oder war es doch anders? Oder sollte mit dem viel strapazierten "Blick auf die Lebensrealität" doch auch etwas anderes als ein sattes und müdes zurücklehnen gemeint sein?


14

0
 
 Stefan Fleischer 3. November 2014 

@Holterdipolter

Sehr richtig!
Niemand, dessen Ehe gescheitert ist, ist deswegen von den Sakramenten ausgeschlossen. Sollte diesbezüglich eine Schuld vorliegen, so kann diese im Busssakrament vergeben werden. Von den Sakramenten schliessen sich jene selbst aus, die eine unerlaubte eheähnliche Partnerschaft eingehen und daran festhalten. Hier wäre die Barmherzigkeit der Kirche nichts anderes als die de facto Legalisierung eines sündhaften Zustandes und im Fall einer anderen gültigen Ehe die de facto Abschaffung der Unauflöslichkeit der Ehe. Das lässt sich nicht schönreden.


13

0
 
 raph 3. November 2014 
 

rhetorischer Trick

Langsam bin ich satt, an diesen ewiggestrigen "alle haben wir uns lieb und alle kommen in den Himmel" Lehren. Es ist ohnehin schon lange klar, dass auch Sünder zur Kirche gehören, sonst würde ja, außer der Muttergottes, niemand dazu gehören. Sollen wir uns damit jetzt zufrieden zurück lehnen? Mit einem kleinen rhetorischen Trick wird die geltende Lehre als Ideal entrückt, somit ohnehin kaum erreichbar und nicht mehr verbindlich zu erstreben. Ist mein vorgeschriebener Kirchenbeitrag auch nur ein Ideal, welches ich nicht zu bezahlen anstreben muss?? Wenn ich diesem Ideal nicht entspreche, ist dann die deutschsprachige Kirche auch noch so offen für mich??


15

0
 
 Paddel 3. November 2014 

Unsere Ministranten

übernachten wieder einmal gemischt im Pfarrzentrum, das KJG- Zeltlager (der Nachbarseelsorgeeinheit)ist selbstverständlich gemischt, zum Abschluss gibt es einen Wortgottesdienst (nach ca 10 Tage) usw. usw. Diese Jugendlichen hören nichts über die katholische Sexuallehre, die Übernachtung wird nicht einmal hinterfragt, das ist selbstverständlich. Was an unserer kath. Schule alles der Jugend vorgeführt wird geht weit über deren Schamgrenzen hinaus. Solange hier von Seiten der Bischöfe und Priester geschwiegen wird, solange ist mir ihr "Barmherzigkeitsgerede" zuwider und nichts anderes als Scheinheiligkeit. Viele der WvG sind doch in ihrer Jugend von der Kirche im Stich gelassen worden! Die "Pille" ist doch auch so ein bequemer Weg, da muss man nicht lang erklären und erschließen, da braucht man nicht zu kämpfen und Zeit investieren. Diese "Seelsorge" ist bequem, ich bin gespannt, was Kard. Schönborn meint mit den "neuen" Wegen. Das ist ja bis jetzt sehr unkonkret.


17

0
 
 Suarez 3. November 2014 

Kenntnis der Wahrheit wie sie uns durch Paulus gelehrt wird

Röm 1,24 Darum lieferte Gott sie durch die Begierden ihres Herzens der Unreinheit aus, sodass sie ihren Leib durch ihr eigenes Tun entehrten.
Röm 1,25 Sie vertauschten die Wahrheit Gottes mit der Lüge, sie beteten das Geschöpf an und verehrten es anstelle des Schöpfers - gepriesen ist er in Ewigkeit. Amen.
Röm 1,26 Darum lieferte Gott sie entehrenden Leidenschaften aus: Ihre Frauen vertauschten den natürlichen Verkehr mit dem widernatürlichen;
Röm 1,27 ebenso gaben die Männer den natürlichen Verkehr mit der Frau auf und entbrannten in Begierde zueinander; Männer trieben mit Männern Unzucht und erhielten den ihnen gebührenden Lohn für ihre Verirrung.

Auch Augustinus hat ganz klar die Position vertreten, dass der Mensch fällt, wenn er sich vom Reich Gottes abwendet und dem Erdenreich, der Diesseitigkeit, also der Lust, zuwendet.

Wir erleben heute ja genau wieder diese Verirrung der Menschen und haben eine deutliche Anschauung, welche seelischen Verwüstungen damit einhergehen.


13

0
 
 Suarez 3. November 2014 

Die Ehe ein bloßes Ideal?

Lese ich da richtig; das bindende Wort Gottes wird auf ein bloßes Ideal reduziert, das zudem in der realen Wirklichkeit nur noch eine marginale Relevanz hat?

Und was ist mit "Offenheit" gemeint?

Der heilige Augustinus sprach von den zwei Reichen, dem Gottesreich und dem Erdenreich.

Je nachdem auf welches Reich der Mensch sich hinorientiert, wendet er sich Gott zu oder von ihm ab. Für Augustin war es überhaupt keine Frage, dass diejenigen, die sich auf das Erdenreich hinorientieren - sich ihm öffnen -, ganz sicher nicht der Seligkeit zuteil werden, weil sie keine Kenntnis der Wahrheit haben.

Wir erleben heute eine Vermengung dieser beiden Reiche in der Kirche, was für Augustinus eine Unmöglichkeit, ja eine klare Irrlehre gewesen wäre.

"Bei Augustin selbst ist alles klar. Das Gottesreich und das irdische Reich sind zwei mystiche Reiche, so sehr, daß ihre Bürger durch die göttliche Prädestination geschieden sind." (Etienne Gilson - Die Metamorphosen des Gottesreiches)


9

0
 
 Holterdipolter 3. November 2014 
 

@SCHLEGL

Ein weiteres Beispiel: Wir haben uns als junge Familie vorgenommen, unsere Kinder ab der Geburt mit in die Kirche zu nehmen. Unsere Tochter war noch keine zwei Wochen alt, als wir in der Kirchenbank saßen, neben uns im Mittelgang der Kinderwagen, wo sie schlief. Der Pfarrer hat uns aufgefordert, die Kirche zu verlassen obwohl wir den Tauftermin schon festgelegt hatten. Ein Mann mittleren Alters hat dagegen lautstark protestiert, der Pfarrer reagierte trotzig. Wir sind dann mit dem Großteil der Gottesdienstbesucher aus der Kirche ausgezogen. ...
Das Antwortschreiben des Bischofs auf unseren Protest ist herablassend, eigentlich kränkend und völlig unverständig gegenüber unserer Situation und unserem Bemühen, eine christliche Familie zu werden.


5

0
 
 Osterlamm 3. November 2014 

ANGST ?

Warum muss man Anderen, die eine andere Meinung haben, immer gleich eine "Angst" vor irgendwas einreden? Natürlich ändert sich dann das Gespräch von einer sachlichen Diskussion zu einer tiefenpsychologischen Sitzung. Das hilft jenen, denen die Argumente für ihre Thesen ausgehen. Sie kümmern sich dann nur noch um die scheinbar kranke Seele ihres Gegenübers.


5

0
 
 sopran4 3. November 2014 
 

Es geht um die, die im Ehebruch leben, nicht um die, die "

nicht in dem Ideal einer katholischen Ehe leben". Das sind zwei paar Stiefel. Es gibt Menschen, die leben in einer Trennung bei bleibenden Eheband, es gibt Menschen, die bleiben allein nach einer zivilen Scheidung. Die versucht Schönborn da zu instrumentalisieren.
Um die geht es aber nicht.
Es geht um die, die bewusst dauerhaft Ehebruch begehen.


11

0
 
 SpatzInDerHand 3. November 2014 

@ Monsignore: Ich muss gestehen, dass wenn immer mir jemand die Geschichte

seiner gescheiterten Ehe erzählt, ich nur jemanden jener 50 % Menschen vor mir habe, die unschuldig verlassen wurden. Die anderen 50 % scheinen eine verschwindende Minderheit zu sein ;) - mir selbst begegnen sie nie!
Soll heißen: Nahezu jeder schustert sich seine Geschichte so zurecht, dass er schuldlos dasteht! Da muss man sehr vorsichtig sein, um nicht "alles" zu verstehen! Zugegeben: im persönlichen Gespräch ist das alles andere als leicht, auch außerhalb der Beichte.


14

0
 
 Stefan Fleischer 3. November 2014 

Bin ich häretisch

wenn ich glaube, dass Gottes Erbarmen nicht grenzenlos ist, oder besser gesagt, dass Gottes Erbarmen nur dort beim Menschen ankommen kann, wo dieser bereit ist, umzukehren? Hätte sich der verlorene Sohn nicht aufgemacht um zu Vater zurück zu kehren, er hätte seine Barmherzigkeit nie erlebt. Oder wäre er dem Vater entgegen getreten mit den Worten: "Ich weiss, dass Du barmherzig bist. Also hier bin ich. Setze mich wieder als Deinen Sohn ein" der Vater hätte ihm sicher gesagt: "So nicht, mein Lieber. Zeige zuerst einmal deine Einsicht und Deine Reue. Dann kannst Du wieder kommen." Das ehrliche "Vater, ich habe gesündigt!" bleibt niemandem erspart, der auf Gottes Barmherzigkeit hofft. Deshalb kann das auch die Kirche niemandem ersparen - wobei es in unserem Fall zuerst einmal um die neue, unerlaubte Partnerschaft geht, und nicht um das Scheitern einer Ehe.


7

0
 
 bobovac 3. November 2014 
 

Wieder eine „Würdigung“ des Kardinals

„Auch jene, deren Ehe aus welchen Gründen auch immer gescheitert ist, gehören zur großen Familie Gottes.“ ?! Der Kardinal verliert sich in seinen zweideutigen „Würdigungen“ und sophistischen Aussagen. „Aus welchen Gründen auch immer“ bedeutet auch die Würdigung derer die ihre kranken oder älter gewordenen Ehefrauen, samt Kinder, verlassen haben und dann eine jüngere und attraktivere Frau gefunden haben – um nur ein typisches Beispiel zu nennen. So schauen also die „neue Wege“ und die „Barmherzigkeit“ dieses Kardinals aus?!

„Doch es brauche neue Wege, um zu zeigen, dass Gott auch für jene seine Arme ausbreitet, die nicht dieses Ideal von Ehe und Familie leben.“ Das ist schön eingepackte unchristliche Propaganda. Es gibt kaum was Schlimmeres, was der Vater, der weiß, wo sein Kind Probleme kriegen kann, schön eingepackt, nur sagt: „Nul problemo, nur weiter so“. Nein, Gott sagt: „Auch ich verurteile dich nicht. Geh hin und sündige von jetzt an nicht mehr!“


17

0
 
 Stefan Fleischer 2. November 2014 

Und noch ein Gedanke

Meine Frau hat mich „verlassen“. Sie fiel in die Nacht der heimtückischen Alzheimer-Krankheit und musste in ein Heim eingewiesen werden, weil sie mich nicht mehr kannte, vor mir Angst hatte. Ich durfte sie über vier Jahre nicht mehr berühren. Sie wies mich sofort von sich. Erst seit kurzen hat sich dies wieder gewendet. Jetzt scheint sie – obwohl sie sich nicht mehr ausdrücken kann (sie spricht praktisch nicht mehr) – meine Zärtlichkeiten wieder zu geniessen. Ich wäre mir aber richtiggehend gemein vorgekommen, hätte ich in dieser Zeit meine versprochene Treue zu ihr gebrochen.


27

0
 
 Stefan Fleischer 2. November 2014 

Übrigens:

Was ich sinnvoll finden würde wäre, wenn die Kirche für die Verlassenen, die an die Unauflöslichkeit ihrer Ehe glauben und sich entsprechend verhalten, einen eigenen Stand der "Scheidungswitwen" einführen würde, dem die Pfarreigemeinschaft die nötige materielle wie psychische Unterstützung bieten würde. Sind nicht gerade solche "unter die Räuber gefallenen" Personen unsere Allernächsten, an denen wir nicht einfach vorüber gehen dürfen, die wir durch unsere Haltung ihnen gegenüber nicht in die Sünde (einer ausserehelichen Partnerschaft) treiben dürfen?


18

0
 
 Stefan Fleischer 2. November 2014 

@Msgr. Franz Schlegl

Ich bin absolut mit Ihnen einverstanden. Aber ich finde es ungerecht, wenn die Kirche von den unschuldig Verlassenen weiterhin - wenn auch nur theoretisch - die Treue fordert, während sie zu denen, die ihren Partner sitzen gelassen haben um sich einen anderen Partner zu nehmen, sagt: "Deine neue Verbindung besteht nun einmal. Also mach ruhig weiter so." und schlussendlich vielleicht sogar noch: "unseren Segen dazu hast du!"


25

0
 
 SCHLEGL 2. November 2014 
 

@Stefan Fleischer

Ohne die von Ihnen genannten Themen zu vernachlässigen, müssen wir leider zur Kenntnis nehmen, dass in Westeuropa fast 50 % der Ehen scheitern! Wir erleben das als Lehrer sowohl im öffentlichen, wie auch in katholischen Privatschulen!
Sie sitzen NICHT im Beichtstuhl und hören sich die Geschichten von Menschen an, die von ihrem Partner böswillig verlassen worden sind und allein mit den Kindern zurückbleiben und nicht wissen, wie es menschlich und ökonomisch weitergehen soll. Es kommt vor, dass solche verlassenen Personen (meist Frauen) einen Mann finden, der bereit ist sich um sie und die Kinder zu kümmern. Manchmal ist eine Annullierung der 1. Ehe möglich, sehr oft aber nicht! Ich höre von Landpfarrern, dass dies sogar bei Bauernfamilien vorkommt. Natürlich können diese Personen KEINE Sakramente empfangen, außer in Todesgefahr. Aber zur Kirche gehören sie schon, wir sind eine Kirche der Sünder und der Heiligen .Msgr. Franz Schlegl


11

0
 
 Stefan Fleischer 2. November 2014 

Warum

sehen so viele das Problem immer nur aus dem Blickwinkel der gescheiterten Ehe? Warum wagt es kaum jemand über jene Sünde zu sprechen, die darin besteht, eine eheähnliche Beziehung einzugehen und aufrecht zu erhalten, wo keine wirkliche Ehe möglich , oder gar, wo eine solche nicht gewollt ist?
Ist denn Sex heute zu einem Menschenrecht geworden?


24

0
 

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu

Familie

  1. Slowenischer Künstler gestaltet Bild für Weltfamilientreffen 2022
  2. Neue konservative Familienlobbyorganisation in den USA
  3. Kurienkardinal: Familienseelsorge ist vielerorts noch veraltet
  4. Experte: Kirche sollte mehr Familien heiligsprechen
  5. 33 Staaten unterzeichnen Erklärung: Kein Recht auf Abtreibung
  6. Päpstliche Akademie für das Leben verteidigt ihr jüngstes „Gott-loses“ Dokument zur Covid-Pandemie
  7. Würzburg-Aktion für „Familie geht vor!“
  8. Kärnten: Familienverband für Gleichstellung von Kinderbetreuung
  9. Virtual socializing trotz social distancing
  10. Papst sendet Videobotschaft an Familien in der Corona-Krise







Top-15

meist-gelesen

  1. CSU-Söder garantiert für Bayern eine "freie Entfaltung" und attackiert die Kirchen
  2. 'Sie sind das Werk des Teufels!' - Wen meinte Papst Franziskus?
  3. Kardinal Woelki bleibt Erzbischof von Köln
  4. KOMMEN SIE MIT! Romreise zu Ostern 2022 mit Bischof Marian Eleganti
  5. Sie verlassen die Kirche im besten Alter
  6. 'Einige sähen mich lieber tot'
  7. „Wird bei der Taufe das Stirnchakra verschlossen?“
  8. „Willkommen bei Maria vom Sieg!“
  9. Elf Bischöfe, DBK und Nuntius unterstützten den Marsch für das Leben, doch dann kommt die Keule!
  10. Bischof Voderholzer erhält für seine Kritik am Synodalen Weg Unterstützung von Kardinal Kasper!
  11. 4.500 Teilnehmer beim 17. Marsch für das Leben in Berlin
  12. Vorwürfe gegen Schönstatt-Gründer - Berliner Gericht lehnt Unterlassungsantrag ab
  13. Nuntius bei DBK: Es geht um „die kirchliche Gemeinschaft, den katholischen Glaube und Heiligkeit“
  14. "Infiziert vom Virus der Falschheit?"
  15. Wenn der Bock zum Gärtner wird

© 2021 kath.net | Impressum | Datenschutz