15 Januar 2020, 09:46
Abschluss der Katechesenreihe zur Apostelgeschichte: Paulus in Rom
 
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Franziskus: Paulus verkündete das Reich Gottes und lehrte über Jesus Christus, den Herrn – mit allem Freimut, ungehindert. Von Armin Schwibach

Rom (kath.net/as) „Nach unserer Ankunft in Rom erhielt Paulus die Erlaubnis, für sich allein zu wohnen, zusammen mit dem Soldaten, der ihn bewachte. Er blieb zwei volle Jahre in seiner Mietwohnung und empfing alle, die zu ihm kamen. Er verkündete das Reich Gottes und lehrte über Jesus Christus, den Herrn – mit allem Freimut, ungehindert“ (Apg 28, 16.30-31).

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In der heutigen Katechese zur zweiten Generalaudienz des Jahres 2020 beschloss Papst Franziskus seine Katechesenreihe zur Apostelgeschichte mit der letzten Etappe der Missionsreisen des Apostels Paulus, die ihn nach Rom führt.

Obwohl Paulus in Rom unter Hausarrest stehe, könne er doch viele Brüder und Schwestern empfangen und im Glauben bestärken und das Evangelium weiter ungehindert und in allem Freimut verkünden. Sein Haus werde so zu einem Bild für die Kirche, die aller Unbill zum Trotz mit ihrem mütterlichen Herzen allen Menschen die Liebe des himmlischen Vaters bezeuge, „die in Jesus Christus sichtbar in dieser Welt erschienen ist“.

Dabei komme es auch zu einer Begegnung mit Vertretern der jüdischen Gemeinde, und Paulus, selbst ein Jude, versuche ihnen anhand der Schrift darzulegen, dass Jesus Christus die Erfüllung aller Erwartung und Hoffnung des auserwählten Volkes sei.

Der irdische Lebensweg des Apostels Paulus „geht hier zu Ende, das Evangelium jedoch, das Paulus von Jerusalem nach Rom gebracht hatte, wird seine Reise zu den Völkern vom Herzen des Reiches aus noch wirkungsvoller fortsetzen“.

Die Reisen des Paulus seien ein Beweis dafür, dass der Glaube alle Situationen verwandeln und immer neue Wege eröffnen könne, dass selbst menschliche Schwäche und Begrenztheit sowie alle äußeren Hindernisse zum Ort des Heils werden könnten, weil gerade dort die Kraft und Macht Gottes in besonderer Weise hervortrete.

„Liebe Brüder und Schwestern“, so der Papst abschließend, „am Ende dieses Weges, den wir zusammen gelebt haben, indem wir den Weg des Evangeliums in der Welt verfolgt haben, möge der Geist in jedem von uns den Ruf wiederbeleben, mutige und freudige Evangelisierer zu sein. Er möge uns auch ermöglichen, wie Paulus, unsere Häuser mit dem Evangelium zu durchdringen und sie zu Abendmahlssälen der Brüderlichkeit zu machen, in denen wir den lebendigen Christus aufnehmen können, der uns in jedem Menschen und in jedem Zeitalter entgegenkommt“.


Die Pilger und Besucher aus dem deutschen Sprachraum begrüßte der Heilige Vater mit den folgenden Worten:

Herzlich grüße ich die Pilger deutscher Sprache. Die Reise des Wortes Gottes geht weiter – auch in unseren Tagen. Der Herr beruft uns als Zeugen trotz unserer Begrenztheit. Der Heilige Geist begleite euch.

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